Deutsches

Krankheitsna

Max Höfler

Lane Medical Library

Stanford U n Ivere rty Medical Center

tizod by

jBRARY, STANFORD

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STANFORD UNIV. M^CTR.

APR 8 1998

STANFORO, CA 94305

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Von

Dr. M. Höfler

k. Hofrat in Tölz

Motto:

Innumoralules morbus miraris? medicos numora!

Pcmokrifoi*, XI. 49

MÜNCHEN

Verlag un PILOTY & LOEHLE

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KrI Hof und InlversliAtvBiichdruckcrul von Dr. C. Wolf A Sohn in München.

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Vorrede.

ls junger Arzt hörte ich in meiner oberbayerischen Heimat meine Patienten von Glockfeuer, Trudendruck, von Heb, Zipf. Pips, Zitterach etc.. als Badearzt meine norddeutschen Patienten von «•rieben. Lieschen. Quese etc. sprechen. Die darüber zu Rat gezogenen Bücher der Schulmedizin gaben keinen Aufschluss. und doch sollte der Arzt seine Patienten verstehen. „Le m&lecin est tenu de parier et surtout de comprendre la langue de son malade" (Briss. 2). Währemi „die gelehrte Medizin es liebt, neue Be- nennungen einzuführen, die die alten, volkstümlichen, unverständlich gewordenen Namen verdrängen und den Begriff jeder Krankheit ausdrücken sollen" (Bietet), ist das Volk bei denjenigen Bezeichnungen geblieben, die ehemals gewählt wurden, um die äusserlichen Krankheits-Symptome von anderen zu unterscheiden oder um die vermeintliche Ursache bezw. deren Beseitigung anzudeuten. Seine Ausdrücke sind oft sehr treffend und vom Standpunkte der Kultur- und Medizin- geschichte äusserst interessant. „Innumerabiles morbos miraris? medieos numera!" (Demokr. XI. 40). So viel ärztliche Systeme und Perioden, so viel Krankheits- namen. die der getreue Widerhall der alten Schullehren und der volksüblichen Auffassungen über Natur und Ursache der Krankheiten sind. Bas Bestreben, hinter jedem einzelnen Krankheitsnamen die medizin-. bezw. kulturgeschicht- liche Bewegung, die zu diesem Begriffe führte, zu erfassen, „führt zur etymo- logischen Wortdeutung" (Kluge).

üie Bezeichnungen der neuen Schulmcdizin. für den Mediziner von Fach ohnehin längst bekannt, sind für den Laien in jeder Real-Kncyclopädie zu finden; anders ist es mit den Ausdrücken des Volkes, welche aus Schul- und Volks-Medizin längst verflossener Zeiten stammen. Hinter jedem solchen Namen steckt wie gesagt ein Stück Medizin- oder Kulturgeschichte : je mehr sich aber die Krankheitsnamen in die älteren und ältesten Perioden der Sprache zurück- verfolgen lassen, um so schwieriger musste für den Mediziner das philologische Gebiet werden; anderseits fehlt dem Philologen von Fach oft die Hinsicht in die Begriffe und Realien der Medizin. Nur zu oft muss dabei der Mediziner ad verba magistri schwören. Dass mir dabei Kluge 's Wörterbuch immer und immer ein Leitstern im Dunkel der verschiedenen Meinungen war, gestehe ich gerne und mit Dankbarkeit; doch bitte ich trotzdem die Philologen von Fach um eine milde Beurteilung der Arbeit die doch einmal gewagt werden musste entweder von einem ihres oder von einem meines Faches.

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IV

Das „deutsche Krankhcitsnamcn-Buch" bietet eigentlich mehr als sein Titel erwarten läset; denn es bandelt auch über „Organ -Namen" und „-Funk- tionen"; es liegt diese Ausdehnung aber in der Natur des Stoffes; denn einer- seits ist wie im Realen so auch im bezeichnenden Ausdrucke die Grenze zwischen dem Gesunden und Kranken schwer oder gar nicht zu ziehen, anderseits ist die gesteigerte Funktion selbst schon sehr oft ein Zeichen des Krankhaften, der Anomalie, die auch sprachlich durch Steigerung oder sogenannte Intensiv- und Iterativbildungen zum Ausdrucke gebracht wird.

Dass die Krankheitsnamen der Tiere mitherein genommen werden mussten, ergibt sich gleichfalls aus der Konsequenz «los Stoffes, der aus menschlichem Gebiete ins tierische und umgekehrt übertragen wurde: manchmal haben die Namen bei Tierkrankheiten ein besonderes Anrecht auf hohes Alter, weil sie in unverdorbener, schlichterer Weise überliefert wurden. Eine besondere Rücksicht erfuhren die Namen der mit Segensprüchen, sowie der mit besonderen Pflanzen behandelten Krankheiten. Wenn je ein Zweifel über das Alter eines Namens entstand, so löste er sich fast immer durch den Nachweis eines Pflanzen- namens, der mit der Krankheit identisch war, oder durch den Nachweis einer Bannformel: denn Krautzauber. Steinzauber und Wortzauber waren die ältesten Behandlungsarten, die sich auch in der Volks-Medizin bis auf unsere Zeit erhielten. Diese seit ungezählten Generationen üblichen Krankheitsnamen ver- ständlich zu machen, war die mir gestellte Aufgabe: ein Bestreben, dem ich als volksmediziniselier Schriftsteller gerecht zu werden vielleicht im Stande war: Nec scire fas est omnia; wenn ich mich dabei auch der gütigen Unterstützung von Seite der Herren De CocJ:, Huber, R. Kleinpaul, Kluge, F. S. Krams, v. Maurer, Peijpers, Proksch, Schumann, Volbnoller zu erfreuen hatte, was ich dankesschiddig hier bekenne. so blieben immerhin noch manche dunkle oder unklare Stellen, da und dort vielleicht auch ein Irrtum zurück, die mir errare humanuni est verziehen werden mögen.

Immerhin aber glaube und hoffe ich, dem praktischen Arzte, dem Medi- ziner überhaupt, dem Freunde der Medizin- und Kulturgeschichte, dem Ger- manisten, Mythologon, Folkloristen, sogar dem Botaniker etwas Brauchbares in dem Krankheitsnamen-Buche mindestens gesammelt zu haben, in welchem die Geschichte der Heilkunde sozusagen ins praktische Leben übersetzt ist. Jeder praktische Arzt Deutschlands muss w issen, was das deutsch sprechende Volk in seinen Krankheitsnamen ausdrücken will.

Bei der langen Dauer der Drucklegung ergaben sich verschiedene Nach- träge, Ergänzungen und Berichtigungen, die mit * gekennzeichnet sind und die nicht übersehen werden sollen. Über Abkürzungen und Quellen -Ausweis gibt das Litteratur-Verzeichnis Aufschlug.

Tölz 1899.

M. Höfler.

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XI

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a.-franz. = altfranzösisch

ahd. ss althochdeutsch

a.-ndd. altniederdeutsch

angls. = angelsächsisch

a.-nord. = altnordisch

a.-sächa. = altsäclisisch

dän. ss dänisch

engl. = englisch

F. (f.) = Femininum

franz. französisch

fries. = friesisch

germ. = germanisch

gem.-gerra. s= gemein-germanisch

goth. = gothisch

hd. hochdeutsch

indogerm. ss indogermanisch

isländ. s= isländisch

ital. = italienisch

lat. ss lateinisch

lett. = lettisch

M. (m.) ss Maskulinium

mhd. mittelhochdeutsch

mndd. = mittelniederdeutsch

N. (n.) = Neutrum

ndd. = niederdeutsch

ndl. = niederländisch

nhd. neuhochdeutsch

nord. nordisch

norw. = norwegisch

od. ss oberdeutsch

ostgerman. ostgermanisch

ostindogerm. = ostindogermanisch

PI. = Plural

S. ss Singular

schwed. " schwedisch

sansk. ss sanskritisch

urgerman. = urgermanisch

vorahd. =: voralthochdeutsch

vorgerman. vorgermanisch

vulg. = vulgär

westgerman. ss westgermanisch westindogerm. = westindogermanisch bedeutet: siehe Nachträge u. Krgänru

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Aar, t. (Schwaben 1M1)-Ader (8. d.) [C. r. Scbm. tt LV,

Aas, n. 1. - weggeworfenes, übelriechendes, totes Fleisch IGr. W V. ahd. = o-as; abass; obax*

- abseits gelegtes oder wcgBewortenes Essen; (MM) •ya»; (1177) «y«te eadaver (U. «KHi. 2. - Schelm (». d.) : Bayern;; Seucbendäraonen- Namen iKlutrc4 29» sub .Sc ho Im! ; - Kog (h. d.). Elbisches Aas

*;r ü. M. I, va); vermutlich wie der Schelm, ein Krankheits- Dämon und -Namen = die Pest- seuche. — Fault Aas iiooi'i - die verfaulenden Tierkörper auf der Strasse '.tiuar US] Aas-Pocic, Seite.

ab-, die betreffenden Zusammensetzungen siehe beim Stammworte, t. H, abfüllen bei fallen.

ab, der Knochen, das Bein, der Hals ißt ab

Ftactura ossis; dem die l>ende ab ist (1461) I^eistenbruch,delumbis,elambt8 (<»r. W. VI, 7«) Abel s. Afol (Abfell).

Abbeste s. Apostem.

Abend, m Abend- Fieber.

Aberkalb s. Alperkalp, Alp (X) und Kalb.

Abort, m. ein iu neuester Zelt dureh den Klnflus» der Spcdalarzte in die besset-eu HevolkerutiKskreise gedrungenes Wort der Scbulmedizin - Abortus, Ec- troma, s. Kinder-Geburt verderben, verwerfen, verdammen, verdampfen, verthuen, verdrucken.

Abortement, n. nas Thcs s. nr 3121 ein dureh

<li.> framoselnde Richtung der Mcdlrinschulen Im 16. Jahrb., die bis in* 18. Jahrh andauerte, nach Deutschland (gekommenes lran*ri»ischcs Fremdwort für : das „Verwerfen", „unzeitig Kind", „vom Kind kommen" (Abortus, s. d.); avortement.

Abranämle, n . iHchwabeni ^ Stirn-Runzeln, wie ■ie der Erzvater Abraham gehabt hat (c. v. nehm. w 7), Stirnfalten. Abrahams - Barm, -Schoss.

Abscess, m. (Abcess) - eine mit Eiter gefüllte und durch die Eiterbildung selbst entstandene Gewebe-Höhle, = Eiterbeule (Bardeleben Ohlr. I, 201), aus der nach der Eröffnung der Eiter ab- geht -lat. abscessus Abgang von Krankheits- stoffen aus dem Körper. Reitst Abscesse kalte Abscesse (s. heiss und kalt). Wurm- Abscesse Bindegewebs -Entzündungen (mit Eiter- und Geschwärs- Bildung), entstanden durch auswandernde Würmer und Parasiten, welche die Darm- und Leibwandungen durch- bohren iLcuckart 177). '/.• itigtr Abscess: ein reifer d. h. cum Eröffnen hinreichend erweichter Abscess (Bück 72).

Ach, Ach-cha, 1 smsk «ho lumn I, US); aM I nu ; mb.i .iieh: Schmerz-Interjektion und Natur- laut; achach! (Verdoppelung); (dazu: ächzen). 2. Das Weh. (Sehmerzstelle); verjil \i de eri |n>uiMi pai le -.111111111' allclnl de synovite tcndineu*e : Kiiurrlinnd] et ehe« le«n«el le Chirurgien recherehe le signe doutourcux de la eiepitation! iVelpenu ; Brlss. 117).

Acherl, Acherle, n. (Bayern, Schwaben) (Kin- dersprache) — Alles, was weh thut (lluck 181. achen, Schwein - itchzen; uhd ähan; faire uhan dytpnle iuris«. itM).

ächezen, ächizen, Bayern) - ächzen ; ahd achi- cön = öfters Ach sagen, ächzen. Achilles, Achilles-Se/»nr, -Ferst.

Achse, Axe, f- - ai, altludog okso; vorgenn. aksü laxis, 5iu»v); ahd. ahsa; mhd. ahse - Linie oder Kichtuiig, in der oder tun die sich etwas bewegt Kiu«c4, ::;. Eingjdg in einer Richtung, auf einem Fusse hinkend. Wian-, icaen-, toin-, won-, hon-, on-ax(t^) = fehlerhaft in der Rich- tung, auB der geraden Richtung gebracht, krank (s. »«in) iSehmeller I, 2i; II, »29 WS).

Achsel, f. Indog akslä < Kluge *3ff XIII); tal alilla

Achselhöhle; ahd. uhsula, ahslu scapula und humeru«, da beide Korperteile leicht «u Verwechseln waren ft'asscler (JloMieu, Ülcx93); mhd. absei ; (ÜTOj ackerten Künigsgp.), 1. = die Stelle, wo sich der Oberarm an der Schulter dreht tir. w I, lest, wie die Achse; (Ascella der Arabisten). 2. = die Achselgrube zwischen Brust und Schulter iiiyrtl, K \V H9). 3. - der Oberarm - lltimerus, soweit er zur Achsel (1) gehört; absabm humeris iKero ' (üossen 78; 8. Jahrh ?; ahsellc humerus lil 7. III . Präger lland-chr 11. Jahrh ), aebsse humerus [Iii»; II. v. a 97). 4.^ die Schulter Scapula, soweit sie ZU 1 bezüglich ist; aluoiln (9, .tnhrh scaputu Hub Maur. C.V ; uhsllla - scapuln (II. Z. XV, 318); 1530 achtel akromlon (D. 10j , ähsl .Schwaben; im; , Huck 16! Schulter. 5. S. auch Üchsen. Hohe Achsel Kyphoskolioeis, s. hoher Rücken, hoho Schulter. Brtite Achsel, breitachslet :iCö9 iinar 12t , s. breiter Rücken. Achsel .1 -Ahs- weichung, -Bein, -Btxtlt, -Drüstn. Geschwür, Gtstank, -Glieder, -Grube, -Hieb, -Hohle, -Steig.

Achter, m. nind. achter lü. Jahrb. ; Muk. Hnrthol. U8b; Ilyitl, k. w. i99j After. Achter- Btllr, -fällig, -Höhlt, -Klaue.

Ack, (Aak, Aeck) n. = ein Schmerz (^ Ach s. d.) bereitendes Fingergoschwilr(Panarititim); das lautlich abgeschwächte Aeckt ist auch begrifflich ein solches Fingergeschwär ohne Knochenaffection (Oold«chra. 89; ; >. Flck.

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3 Adam— Ader.

Adam, Adams -Apfel. -Bissen, -Brocken, ■Butzen, -Gerte, -Griebs, -Zäpflein

Adel, IT), ein namentlich in angclsAchs, <do»s.arfen auftretend« Wort, dessen Bedeutung 1. - Krankheit (Krankheitsstofl o. Krankheilsdümon) ist. Da Adel und Allel fti Ohcrdcutschland auch (wie Kater, Hui« etC ) In Kultorte Namen (Lob *- B.) fu Süden ist, wo es uicht als I'crsonen-Naincn gelten kann, und «In in BUtlichen Beziehungen Adel analog zu Mar und Alp

ro wie Trade Ist, *o dürfte die Vermutung auHutprerhen nein, dass Adl, Allel wie Trade (»,d.) und Holde eigent- lich nur der Kode- Namen eine* Krankhelten verur- sachenden (Wunn-Damon* (vergl den Zwerg Adal in ttlRamal, Kdda Jordan 192. 198y ist, der dienen neineil edlen Namen auf diesellien übertrug; daher - 2. Adel 11616 adclle; Loler, H. A. 144; 1741 adel pauaritium I.. ch. «5; = Fingergesch wür(Panaritium). Finger- wurm (Gr. W. I, 177; Peter«, aus pharmac Vorzell I, 223), welche Krankhell, da sie u A. durrh Besprech- u n Ken behandelt wurde, daemoiilstisrhcn Hinter- grund hat feorif. Atlles-Trllt! ; volkset» inologin-h und volksniedtzlnlsrh wird dieselbe aueh mit Jauche oder „Adel" behandelt (». 1'iiKenaunt.' 3. atel mactila, Intirmitas [Helgol./ edel ; ; Wanger. I adel eyter, pfynne;

iivlo ii Unreinigkeit, Jauche, Mistwasser

Vermutlich wurde «ler allere Begriff der körper- lichen Hautunreinigkeit , die durch den Adel Diimon veranlasst war, auf andere unreine Sekrete Harn, Kot etc.) übertragen 4. Adel ist vermut- lich in auder entstellt, (da Ader auch auder 8. Auder); jedenfalls ist Adler (icw; v m. r, WJ

Maucke beim Pferde alsmauchelnder Wurm- Dämon, der um sich frisst, ein entstellter Adel.

Elf- Adl Alpkrankheit, Alp, (Kluge* 10); ancel«. alf-adl ; Analogie zu Alpmar (e. d ). Fick-Adl Fick- Krankheit (s. Feige u. Fiek) = Panaritium; ahd.; angeb, flcadl (Graff III, 427).

(12. Jahrb.) Lenzen- Adl, angebt lengten adl morbus vemus; lenctln adl febris tertiana (D. CM; Du Caugo vni, 220) tebrii acecssu» _ (Influenza?) FrühlingsÜeber, die fieberhafte Frnhjahrs- Pnoumonie (AIp9tich, s. d.) Lunken- Adl, (angebt. ; Gr. D. M. Ii, im); Lungenkrankheit. Stick Adl, angebt, idcadl (Du Cauge VIII, 48) - .Stech- oder Stichmar (s.d.), stic were; Telum(> Geschoes, s. d ); Dolor lateris, Seitenstechen -Alpstich (s. d). - Atües-Tritt.

Ader, f zu vorgertnan et - hauchen, atmen; abd, Adara Kohrgane für den Lebenssaft, Luft, Hlul und Waaaer] Vena, nervus (Flachsader) ; mhd. äder das- selbe und außerdem auch mhd . mnd. Klugcwclde, Innader i> d !. 1 Kohrgang füt: a) Blut: Mra IUt. D. M. 1184; Kuhn, Zoitochr. t. venrl. Spr.-W. XIII, 64); adrä (Müllh SchWT. TV, 63) ; odlr 14 Jahrb.)

Vene flirrt!, K. W.; 1». 809}: auder (1399; Hchmellcr I. XV>) Vene; ilA Johrh ) ädere fleba (tpAtßoi) ueitsriecblKb (U. ssy1 b) Luft: Lufiader (s. d.). Der Hals als Träger der Luftrohre ( - erterla ■apeta seit vena nronnall«, Du ränge VII, Iii!; VIH, ■jev, heisst auch Ader illyrtl, K w. 9). c) Speise und Kot: Speise- Ader (s. d.); odlr - rectum 1120). Mastdarm (Hyrtl, K. w v.n ■. Scheisa-Adcr (s. d.); Inn-Ader (l. d .). dj Wasser, Milch, Lymphe, Urin, Galle: z. Ii. Milch-Ader (s. d.); Wasser -Ador; Gallen Ader; Pisa -Ader. I

i I

Ader.

2. Sehne und Nerve (Tendo, Nervua); ahd adir tlbra; 10 Jahrb. ander nervus. Kiefen!. 28.'.; Hyrtl. K W 56. 143), (lebende. Iiis zur Mitte des 16, Jahrh ist ädara nervus; von da ab wird ilat ! iiervus mit „der Nerv" (». d.) wiedergegeben (Gr. W. VII. CIO1; die ..Ader" int aber (oberdcutuch) noeh immer Flachse, sehne ,,<;r. w. IV. l. l-tcyt. Vgl Hals-Ader, Hirn- Ader, Pfarren-Ader, Nabelschnur. 3 Einge- weide; Ader plur , mnd , mhd Eingeweide (Kluge

W B4:i ; die ..lnnadern" |s. d.) wurden zu ,, Allem" gekürzt; aber schon a. iiuli-ch ydur (iedarme i Hyrtl, K. W. :t0) und abd adir Dünndarm. I.c ndciidurm (Hla, 28.'»: ; „es Ist möglich, das* die Schlange Alter für. W. I, fi'X» der llenenuung de« Ihirms als Ader nicht ganz fremd geblieben tat" (?) (Hyrtl, K W. IS).

4. = Sichtbare Erweiterung der Haut -Venen (Varicea): Adern an den Händen, Fussen, auf der Nase etc., auch Varicoaitäten (D. ö06, ewig),

5. = der Aderpulsschlag und Pulastelle (a. Hers = Ader). 6 = der Aderlaas („in der Ader liegen"). 7 . = Krankheit sei. durch die Ader (s. Milzader 4). 8. <= Anlage, Begabung; die Blut- Ader wie das Blut (s.d.) als Sitz des Seelen- und des GemUtslebena (Humor, Laune). Vergl auch Geader (Glider). ädern i.l.V Jahrh ; edern

arterlsare [l>. 51 ; ifils, sehmeller I. 'M die Adern herausnehmen, mit den Adern sich hepohitf- tigen; nervös eximere Aederchen . Ader- lein: wie Ader (s o ); 1 - 17 ts adrichen kleine Blutader, Venula. 2. Nerven- (Muskel-, Sehnen-) Faser. 3 Äderl Medulla Spinae dorei, Hauptsitz der Nerven (Adern). Einge- weide, Ingeader tur w i, i*o>. -adericht (äderig) - nervoeua, venoaua, varicosus mit Adern durch- setzt (Or. W. I, 179. 181 ; H. C07). Ple Schule von Salerno lehrte, das :ti»ö Adern im Menschen vorbanden »eleu; auch die grosse Anzahl deutscher Ader-Namen spricht fiir die Blutgierigkeit der mittelalterlichen Ader-

laisser. (1645) Achsel Ader, 1 Vena axillaris et subclavia ^Üchsenader) unter der Achsel iC'oler, A ZT.; v M II. 222' —2 = die zur Achsel ziehende Leberader (V. hepatica). icw Aeusscrste Ader Ii-- am meisten nach Aussen verlaufende Hauptader am Arme, Vena ceplta- Hca (v M i 1,222: - lü.ij; After-Ader, 1. - Vena saphena. —2 - Venae haemorrhoidales, die vom After zur Leberziehen (Wireung); blähende Afterader - angeschwollene, schmerzhafte Hä- morrhoidalknoten (s. After- Oeäder) Amt- Ader Vena brachii subcutanea, 1. = die Haut- Vene am Oberarme des Menschen. 2. am Pferde- Vordersehenkel. Atem- Ader 1 . aten (m) -ader (14. Jahrh.) = trarbea (Voc. upt. W.ll | ; atem-adern (16 Jahrh i I). 638; (ir. W. V, 3W) Luft- röhre (Arteria). 2. .4tVros-Ader Puls-Ader, die den I^ebensatem bringt (Gr. w. i, :m). Atem- Ader - Decklein. Augen- Ader, 1. - Nervus opticus 1 1*2 Zcning Voc j ; augenater 1". Jahrh 1 eyn ader an Oy äuge, D :tas! Sebncrve. 2 Vena oculi r-i-, Uossllti bammenbiichlelti 82b . - -Headern, ahd. üzenidKin ((iraffl, 1571; enervare (D. 302), ursprüng- lich wohl das Kntferncn der liedÄnue au» dem kultu- rellen Opferlierv s Pott, liepütt, I'otticb; (lö. Jahrh ussedern, 1). 202; fir. W. I, 180) das, was Ader ist. aus seiner natürlichen Lage entfernen, ent- nerven, abfleischen, skeletisiereu. -aussaugende

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Ader..

Ader.

Adern Venae emulgentes (renale«) (Heister, i omp. anat T"l nach trüberer Anschamin«/ wurde der Barn im* den Mate in der Leber abgesondert. «He

HiMnnvr»»tntli- de* llani«toRcs wird auch heulzutatrc Iti der Leber wiirctiomuien; diese Venne renal«! melken Dach früherer \nschauutij.' da* au« <ler Leber In die Nieren Beschaffte , haniB«-M'hu Hli«erte lllilt au« den llitlilvenen heran* und entledigen «> dal Bllll de*

Harne« (Hyrtl K. w. 15 . Rand-Ader Tentio, Nervus, Sehnader: (1183 bantnder, IL 379; (lf. V, 1, 10»; vii, aio; llynl, k W. iöj - solide, nicht ver- ästelte .Sehnenstrflnge, die die Keine gewisser- maßen zusammen binden : (167*) Geliilnde

II> rtl. K W 19 Blast- Adel ilß7ti plaMtidcnu,

r.r. w. v, 2018' aufgeblähte Adern (Varieen, Hämorrhoiden) Blut- Ader, and pkrtadra = renne >-r*tt I, 157; 13. Jahrh mnd. blniaderen. Mag Harth 97b; 15. Julirli. Iilntuder nrteria, 1) tM; Hvj plutadcr vena , ZctittiK Voe 21, 1527 hlut- aderen. Fries . 1 die Blutadern (■- Venae;; uaeh den Lehren der atexand rt nUchen Schule standen dicss-tln-n , weil nach dem Tode nt.eh blutBcfüllt, im lieeeUMUac zu den blo»» Luft führenden Luft Adern - d Arteliae ; *lc hieben auch V*

Venen

fiuictae gegenüber den Arlcriae |>ul*antc« llolzadcru, Zuehadcni und galten dein Volke als die sicht- baren Zelehen der IlliiUirkulatlon ; die Arterien sind «lcmselben nach alter Sehullehre bloss Kchlagcndc

, Schlagadern J adrige Ulutader war

der achulgvnuusc deut»che Au*«lruek fnr «He Arterln pulmonal!* Vena arteriosa Vcsalli ,11} rtl, K \V, 12."«', ».•il sie eine zum Herzen Behend«' ltlnta«lcr Vetie i»t und d«>eh arterielle!- Hlut führt, pulsadriB i»<ler l.ifta.lriB lat [S. Luitader oder Win.iadcr!. 2 Blut-

ader ist aucli -= Vena eava (Fuchs Bfepokratei i. 17») im Gegensatze zur blutleeren Aorta und weil sie aar Leber, der Hauptbildungsstätte des Blutes nach früherer Annahme, in Be- ziehung steht (e Brandader 4). 3. fMufader

- (174$, Medianader (s. d.) als die am häutigsten r Blutentziehung benötzte Haut vene Mo*chcub. 397 (1761' Heilige Blutader - V ena sacra ,1. M M) (s. heilige Pulsader). (17 12; kleinste Blut- aederlein Venae capillares (Zw. &».) (MM Blut flüssige Adern - goldene Ader (die zu Blut- fluss geneigtere) iH. v. <>cr»dorff). (MM6) Bolzende Adern - hervorbolzende, schlagende, pulsieren- de Adern = Arteriae llynl. K W 24) (s. bolzen).

Bräm- (Brem- ,Ader Vena saphena, die eine Kanke ( - Bram) oder ein Zweig der Sehenkel- Ader ist [Gr. W.II, Ml}, Brand- Ader. 1 Venae iliacae commune« ,vm; Muralt. CoHtf anatom. 103 j 2. = Vena cruralis (17MJ mit ihren Ästen z B Vena saphena [MM; r.r W II, 296, Levelin,? 177, bibl. Mediku* Ml; Colcr, H. \ 235 , weil man diese Adern beim „Brand"(s. d.) schlug. 3. = (Ober- tragen): Arteria iliaca, Arteria cruralis 4 die Hohlader (Vena cava) beim Wild, (MAI WOekeni,

Anfalle» srniud«' .ler Waidinanus-Sprache, 20); bei <ian- gr*n der unteren (jlicdinas»cn , namentlieh aber l«elm erleirten Wilde fand der Zerwlrker die«-«- Wut Befasse oft mit geronnenem , schwärzlichem Hinte Hrand >. d) verstopft illyrtl. K W. MJ 5. - Die Zungenvene beim Pferde, die bei Zun- gendOrre (-- Brand) geöffnet wurde (17. Jahrh ;

it a M6). Brual- Ader, Brustkasten - Ader

- Vena thoracic t<«r. W. U, 4i7j die auf der Brust verlaufende Haut-Vene. Bug Ader >,15W bug- ader, <ir. \v. Ii, 4<j.v Vena cephalica (beim Pferde) an den Vorderfussen oberhalb des Kegeln nnd derKniee Kegelader n;r W. v, :ti>i ; Herbst l.vt . Daertnleins Ader iderudlnsadcr, i530Kuiitg»*|i.4<.'ii

eine Hautvene in der Schenkel beuge gegen die Bauch wandung zu(Kugelader).— [myduhnende, (lohnende Adern strotzend gespannte, ge- dehnte Adern (Zcit-ehr f d. l'hüot XXVI, SM] (s. Dohne) drate Ader i.ahd. drAti rcheinena]

schneller Pulsschlug ,17. Jahrb.). Drossel- Ader, 1 die beim Lebenden schon bei massi- ger Stauung des Blutes, namentlich aber beim Drosseln sichtbaren oberflächlichen Hautvenen am Halse (Venae jugnlares externae, internae. mediana colli); (1..7C trottelnder; f.r w. 11, 1437). 2. = DieLungen-Ader,die vom Halse(Drossel)zur Lunge führt (beim Pferde) (<Jr. w. 1. e.). Dunst- Ader Geistader (- Arteria); ;i4s.t dunstader

arteria, vena jmt «piain «er vel splrltn« intrat, U. 6t). die den Spiritus Vitalis, den aus Luft (aer) und Blut im linken Herzen bereiteten Dunst (Pneuma) führt ,'llyrtl. K. W. 107), vgl Windader Einsaug- Adern Saugadern (Or. W. III, 2«5 erbärm- liche Adern (vena mUerotlcn, mlstrlatlea ader au* such (t) um dem nagen tu der lcberen, D. 363) Venae mesaraicae, an „miserere" (s d ) anklingend ;

sehlechte rbemetxung [Hyrtl, K. \V. 4L (1Ä» erleerte Adern durch Aderlass entleerte Venen [KnniK*«|> 38). Jn'rrA-Adern 19. Jahrh verehadlr venae pultsatllc!« Ii 172 die pulsierenden Arterien als Lebensadern, deren Verletzung das Üben bedroht (s. Fftrch). Falsche Ader (in Redewendungen) schlechte Gesinnung (s gute Ader) Farren- Ader a. Pfarren- Ader Forz-Ader flfi Jabrli varcxodlr, D 113; |(HW;«lr. \v III. 1331, Podex, die Ader lc ( - Itohrgantc), aus der man farzt (s. d.). Faul-Ader Hä- morrhoiden, die dickes, träges Blut enthalten sollen. Ft-rAscn-Ader 1075 veh*enader; Hyrtl. K W. l.VI ; vehn Fex, Kretin , vielleicht Kropf- ader Vena jugularis interna; wenn nicht besser als Uechsen-, l'ehsen-Ader zu deuten VTena subclavia. FciM-Ader = die Ader unter der Pferdezunge, welche beim Feibel oder Feifei (s. d.) geöffnet «u werden pfleirte [<lr w 111 , 143:; [164«) Feiowartx- Ader golilene Ader (s. Feig) ««ler. H A 2l«,i. Feist- Ader Vena adiposa, eine Ader im Fett- gewebe Mir w. in. iiTi . namentlich der Nie- rengegend — Fettader (s. d.). fV*Sf/-Ader

- die Ader, welche den Fesseln entlang (beim Pferde) hinabgeht = Ffts8el Ader(s. d.) tr,r w III, 1557). Fr«- Ader Vena adiposa - Feist- Ader (s. d.) (Or. w. in, L.72'. namentlich im Nierenfett (Lereltttjr), F<-i*«--Ader = Vena ignis, ,,eine Ader unterm Schwanz der Binder, die man hei derFeuerkrankheit derselben (beim., Feuer" s d 1

eröffnete" < r w in, i>;i, - Flachs- ] j^r16111

il« Jahrh : bc-ljf vlanidre; llaeh*-. (lechs-ader. Ii 37'J nervus. leado i r \V. III, 17*rj ; 1.M7 üaxjtdereu Kiiiifer^ehneu . Heyne II, '.»13 ; 1563 Hueh<adern Nerve; I Plctoriui 43; 1894 Flachs Ader, Nehue; 1C12 flax-

V

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4 Ader.

aderletn nervulw; «;r. \v. l e.) 1. - Sehnader, Spannader, WeisBader, namentlich solche an den Gelenkbeugen; Flechsenader , flechsige Sehne, (s. Flechse), etc. eine Spannader, die flachsartig gefasert ist; aber auch 2. - (IUI] Nerve, dessen Fasern flachsartige Stränge bilden (Hyrtl. K W 112, Kraut« LV1). 1,174?*) Fleisch- Ader a) = ein ira Brustfleische verlaufender Ast der Schlüsselbein-Ader (Arteriasubclavia) (< ; r w. in. it.v. ; b)ein auf dem dicken Fleisch ( - Diech) des Oberschenkels verlaufender Ast (Vena mus- culariB) der Brandader (Vena cniralis) iK v 9*

(1576 i Fluss-Ader tTheophr B ) = die durch ihre Stauung den Salzfluss (s. d.) unterhaltende Haut- Vene, Vena saphena magna l.vnj ri :;!(»fi Ader - Rosen-A<ler, Kinds-Ader = Vena saphena magna Leveliiig 177 „ihre bei Frauen, welche mehrmals geboren haben, häufig vorkommenden Krweiterungen varires lind derCrund Ihn» trivialen i ! Namen»" Hyrtl, Anatom 958; Krautw I.XXXIII. 15hl Hyrtl. K W. 51 : „well au* Ihr bvi der Unterdrückung der mense« Wut gelassen wurde". Frosch- Ader, 1. Arteria ranina s. profunda linguae „die bei der Frosch-Geschwulst (s. Frosch und Kröte), (Ranula) unter der Zunge anschwillt" (Gr. W. IV, l. 261) 2. - i7i:i Venae raninae, die die Art. ranina' begleitenden Venen Hyrtl. Anatom •.►17, 1'lntner I, Iii ; bil.l Medlku« SR!). (I7tii ) Frucht- Ader Frauen-Ader, da sie in der Fruchtzeit (Schwangerschaft der Frauen) oft anschwillt L <h 75), Furz- Ader Farz-Ader (s d ). fW-Adern ;i507 fuciadereu ; Hyrtl, k. w Hirn- Nerven, als fühlende, Nervensaft führende Adern gedacht. Fussel- Adern = Fessel- Adern

die in dem Fussel ( = Fessel s d ) des Pferdes laufende Ader (Vene) (Gr. W.rv, 1.964). Gallen- Ader, 1 = Vena cystica - Ductus cysticus -- Gallenrohrgang aus der Gallenblase. 2. ;1666) die Gallenblase selbst (Gr. W. IV, 1. litt. litt).

Gang Ader ,1502; Schnuller l. 35/ - Gang- Sehnen am Pferdebein. (1645 Gnrf-Ader = Vena jugularis (?) (rolcrH. A. 133 i.V.; ; eine Hals- ader, die bei Brustbeschwerden geöffnet wurde; vermutlich als Zweigader, Reis- oder Braem- ader (s. d.) zu erklaren. Gaumen -Ader Vena palatina ..r w IV, l. l.wji; Gräder, Gäder (Schweiz); Gäder (Tirol); rahd. (1496 ipeedor, ge- «der als Kinheit dir Adern; 1529 das geederte; Brun!.; 37ui, 1. das System von Blutgefässen (Hyrtl, K w. 5ö, 57;, der roten Adern = die Blut- und Schlagadern (Venae et Arteriae). 2. - System von Nerven in älterer Bedeutung, nach welcher Ader a) = Nervus, Sehne und b) - Vena. Blutader war, da auch im Griechischen vtöoov

Nerve und Ader war. Geäder (Gäder) = die Stelle, wo die Adern und Sehnen an der Hand- wurzel zusammenlaufen < v. Mim. iu'. 3 = Gelenkbänder und Sehnen in der Nähe der Ge- lenke (1178 gäder uemn », vena, i»er quam oua compagnntur . Gr. W IV, 1 1134 . z B. der Bänder- Apparat der Gelenke und des platten Fusses, Pferdefessel (Hyrtl, k. W. 56. 57; Buck 16; k. a. «5-u die Beugeseitc der Gelenke und die Gelenke selbst (s. Geäderfluss). 4 = Muskeln, Sehnen und Haarwachs .1478 geeder nervus, Haarwaclis; Gr. w. ip l. 1029 als Aggregat von Fasern -

Ader.

j Sehnen Hyrtl, K W. 56, 57) oder Flechsen (s. d ), z. B Üeäder der Mauss (s d.) und weisses Ge- äder — 5 Eingeweide 1523 geäder intestinum, Klngcweide; <ir W. IV, 1 1660), Hcrwäder, lan- gender — l.V.'l After- Gräder Hyrtl, K W 71 ; Had Jim 361) - Mastdarmadern, Hämorrhoiden-Con- volut. Herz-Geäder Viscera, Brusteinge- weide, Herz, I,unge <;r w. IV. 1. 1630). Inn- Geäder, mhd inacdcrc(s. tl.) (Ur.W. IV. 1. 1369 Eingeweide, Viscera. Intestina. bvtvkranipf- iges Gräder iKuland krampflge Zusammen - ziehung »1er Sehnen und Muskeln. ii53ii Magen-Geäder MaKenblutgefässciKnuitw UV).

1497 Mausts- Gräder - Muskel-Sehnen Hyrtl, k \v 60 in der Nähe der Gelenke. .152«. weiches Geäder didimi Kric«, 121 die Faserbündel am weichen Hoden (didumi = Hoden, a. v. II) weisses Gräder - Sehnadern (s. d), Sehnen und Nerven (gesamtes Nerven - System wie einzelne Nervensehnen und -bündeli, die mit ihrer weissen Farbe vom Rot der Blutgefässe und des Muskelfleisches abstechen Gr. w IV. 1 1630-, Hyrtl, K \v, 149 , (vergl. Weisse Ader).

1609 weisses Flachs-Gräder ; (1606] weisses Gr- äder Gehirn und Rückenmark Hyrtl, K w 49;

Heyn 12 Gfäder-FluSS, -Klar. 15 Jahrh i

Grisf-Ader igeiitauttorn D, 51 ; die beim Eröffnen der Leiche blutleere Arteria als Trägerin des geistigen Blutes oder I.ebensgeistes (s.d.) (Hyrtl, K. w. iüt, < v Megenherg . (vergl. Dunst-Ader, Luft-Ader, Wind-Ader, irdenes Blut). Gemeine Ader I609 <;Uar iu5.«, Vena als Aderlass-Ader, im Gegensatze zur Puls-Ader, deren Kenntnis nicht so allgemein war; überhaupt waren die deutschen Ader -Namen im Mittelalter wegen des üblicheren Aderlasses viel gebräuchlicher und namentlich die verschiedenen Lass-Adern unter der Haut weit bekannter als heutzutage. Geruetcige Ader 1483; C. v Megbg ) - die Venen (Venae quietae) ruhige Adern im Gegensatze zu 1 den kecken, lebendigen (quüc), schlagenden Ar- terien. — f. 'n.v- Ader, ">hd gleznder Lexur M\ 1 1497; Carotis als grosse Halsschlagader, bei deren Verletzung das Blut sich schnell und hef- tig ergiesst, wie im Gubso hervorstürzt J Iinin- schwyg; 2. Puls- Ader Oberhaupt. Die Opfer- anatomie mit dem Stiche am Halse war wohl Veranlassung zu diesem Namen (s. Gusa).

Gi/l-Ader Gicht-Ader, ,,!" wird Im Volksmnnd oft lür ,.eh" gesetzt, r. Kaltvergift für Kaltvergieht

« d Gicht- Ader l.v.i, - a) Vena saphena ex- terna, die bei Gicht- Anfällen, beim Kaltvergicht, Ischias, Paralysis etc. geöflnet wurde Hyrtl. K. \v. 63; ; b) ebenso die Vena dorsalis pedis s. paraly- tica, an der Zehe geöflnet (Coler \ los, r 2«s. ir.i5 Gold- (güldene. giUdtne) Ader gfUdta

äderen de» utlteren 1541 ; Ryff; Hyrtl, K. W. 70;,

1. = die gesunden Blutgefässe des Plexus hä- morrhoidalis (heute kaum mehr volksüblich in dieser Bedeutung. 2 = die Varices der Mast- darm-Venen i Pauli 71 I»a> spontane Bluten der- selben sollte gr.lilwertig sein, weil es du* frühere ärzt- liche Honorar für den Gewohnheit»- Aderlavss ersparte i>pi<nn-Hex. «. d ); auch «all 17S3) und »ieht man noeh im Volke das Bluten als Stellvertretung der Mense* bei Männern an Platnerll, 12; Pauli 25 ; 16 Jahrh ) ^fl«*-

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Ader.

Ader.

S

terttt güldene Ader = Varices ani externae; tahrh Beschlossene güldene Ader = einge- klemmte, innere Hämorrhoidalknoten. Blinde Goldider = die hinterm Sphincter ani ver- sleckte dIobb geschwellte, niebt fliessende, niebt offen daliegende Goldader ^ Haemorrhoidae caeeae ii756: \. v IT i, 742 "in 1742 ; Zw «41 das Gefeige (s. d.). (M**) Fliessende Goldader a wahre Goldader xi H. L I, 394). Schleimige Goldader l»75; Müller, Krauterbucb 701) = Hämor- rhoiden mitSchleimabsonderungdes Mastdarms (s. weisse Goldader). Wahre Goldader »7«; \ v n I. 7*2 743; = blutende Hämorrhoiden, die, weil tliessend, wahrhaft das Aderlassgeld er- sparen sollten. Weisse Goldader i"56, \. v.u. I. 742 -der Ausflusseineszfthen, weissen Schlei- mes oder auch nur einer feuchten, weissen Ma- terie aus dem After. Goldader Flüsse, - Trieb -Zwing. Gurgel-Ader = Vena jugularis in- terna, die an der Seitenwand der Gurgel (Pha- rynx) herabsteigende innere Drosselader. Grosse Ader, 1. = Arteria magna oder der grosse Stamm der Aorta. 2. die Herr- oder Median- ader als grössere Aderlass-Hautvene am Arme ;i53i; Küni(r»«r *»■ 3. (tOWJ kraftiger Puls- schlag, der an der Pulastelle stark nnschlägt v 51. 11, 23d; (1V87 Grossäderig - venosus, voll von (weiten) Adern il> i«oj varicosus. Gueldene Ader = Goldader. Gute Ader die Blutgefässe wurden früher als Sitz des Seelen - und Gemntslebens angesehen und galten als die Wust -Ausscheider = Emunctoria {». faustdick hinter dtn Ohren : daher *«Kte man : „es IM keine gute Ader an Ihm" er tnuut jrani und finr nichts (WtMt- mann 16). 1661: Haar- Ader Haar-Getässe ~ Vasa capillaria, haarfeine, kleinste Blutgefässe | Haargefässe); seit Mnli>l>fhl brkannt. [Gr. w. IV. 2. 23. 38.) Bais-Ader (mh<l. halsidcr; 1260 holender, Pfeiffer 40; Lexer 89; 1420 hnUodcro = cervix. D. 115; 1172 halssaydder, 1> 2:12 Bbf«, nerVU«, thortl», l). 8901,

1. - US Jahrh j die Adern am Halse (Arterien und Venen) beim Menschen und (Schlacht-) Tiere. 2. die durch den Hals ziehende Luftröhre i'IMö mich in Müller. Kriiutcrhueh 2M, x. n»l-H.ii r Vep.< hl. imnii)f 3. = Sehne des Hinter- halses. 4. = Gervix posterior, ilie hinteren, faserreicheu Nackenteile ( Haarwnchs) 'imir i, l.'i7; II Jahrh ccrrlx . Vor npl W. 10!. Halx-

Ader/um (MM b4U***derttun, Zenlng Vor. u, B Cervix, Fibra; Collectivum lür die Adern (Mus- keln, Sehnen und Bander) am Halsnacken. Halsdrossel -Ader 1591) Drosselader am Hals (i;r. w. ii, 1437). Hand-Adn (isu

han lader salvatella. D. B09:. 1. die Vena ce- phalica, die ihre Wurzeln aus den Haut- venen des Daumens und Handballens sammelt

i'ir. W. IV, 2. «06(. 2. -~ Vena salvatella, die an der Aussenseite des Vorderarms lau- fende Vena basilica, die aus den Venen des Handruckens sich sammelt [Or. W IV, 2 3C:i; 1742 Zw (in „Wer die Ader auf der Hand, »ori-i dir Siilvnirll genannt, Öffnet, drr winl linld finden, Iii-- .- Milz: und Ldm tröstet, hrllt, wann ein soliderer »•-himr/. am dm llrr/ tobt Und brennet, Ital« und stimme hell machet und dir NnM VOM 8>hlelmc cr- Imwt' Krkli.nnufilrrSMlviil. lln dureh Kriftsef .«alvator)

I Als SehuUdecke für du* tiehirn hless auch die Hirn- haut, ehemals Sulvatrlla illit «'atiRC VII. 291 1. Haupt- Ader (mnd. hovemdereu Map Barthol h7«: II Jahrh bouhltader, lloffm I, 324; 15. .luhrh. houi>tader, <ir W IV, 2. 606; 15 Jahrh. ndd. houetader; 1.176 hevnt- ader, 509; 1529 heubtader, nrunf .), 1. - die Vena cephalica- Wurzel zwischen Daumen und Zeigefinger, welche bei Krankheiten des Haup- tes (s. d.) geschlagen wurde (UM; Ovar. 10.W. 2. die VTena cephalica selbst (- eaniiia - vena capitis I, eepball] (D. 97; Hyrtl. K \V 12«; 1482; Zun. Voc. n.si. 3 Vena salvatella, s. Handader 2 (D, 509; «ir. w. IV. 2. 606). 4. (1645) Vena hume- ralis, Achselader, Zweigader der vorgen. (Coter, l*. 3.17). 5. = Vena doraalis pedis, auch Vena ce- phalica genannt . IT IS : K. rh 178: K. O 98; L ch BP).

- Hauptschlagadern = Carotides, die das pul- sirende Blut ztim Haupte führen. Heb-, (Hepf ) Ader (Steiermark) ^ Colica (= Hebmutter, s. d.)

- (Ader 7), Krankheit durch die Hebrontter- Ader. Heiss-Ader Vena cephalica in pollice „in plethoribus (= bei der heissen Natur, s. d.) secandum commendata" nir. w. iv, 2 90s Herz -Ader 11 Jahrh. n rrzathariiu ruruticae, P 102; hrrrüdrn. 11. Z XVI, :tl; 1495 hert/.ader = cor dlacn, 151). 1. = Fibrae = das Henbänderwerk (Herz-Kick). 2. - die Verzweigungen der vom Herzen entspringenden Aorta = Arteriae, Caro- tides Hyrti, k. w. 107). 3. = Vena cardiaca; (15MJ Vena mediana, die das Blut vom Arme «um Herzen führende Ader; aus ihr Hcm man früher die I.unßenblutiiniren entstehen ; da sie das Hirz von Srhitden erlösen sollten, öffnete man sie bei Heralelden s Benedict. Jahr. 8 202 812; Kunlifssr» 48). 4 Speise- Ader4, Porta lactis,

bertzrnadi r; 14x2; Zenhut Vor o 6; I). 643).

5. der Arterien -Puls ,r,r. \v. IV. 2. 1224). lj. = Vena thoracica externa (bei Pferden) <;r. w. iv. 2 1221 , vergl. llerzg»l.ler. Hirn - Ader, Aederlein hyrnader ISIS; n. v. Cerod. Hol. v. b; <.r W. IV, 2. 155H; Hyrtl, K. W. 149) die vom Gehirne kommenden grösseren und kleineren Nerven, Kopfnerven. Hitzige Ader - be- schleunigter Pulsschlag. Hoden-Ader Cre-

mastcr l«;r. W IV. 2 M.'.ti. richtlxer Kunirulus «]vrr matlctU, «lader eremaster nur ein Mtu-kel, dertuuleulus s|«erm. aber ein Biindrl von <;efassen und Nerven ist. worauf iler Iniherr Brfrriff tler „Ader" ( = nervus. vena. tendo ete i>a*>t Hohl-Ader - (l.'obersetz- ung der) Vena cava, die als Föns vitae auch Vena organalis Iiiesa (Du i anpe VII, 6:i ; VIII 265;. der grösste, das Venenblut zum Herzen bringende HauptsUmm der HerzgeAlsse, der seit Praxa- goras 386 r < hr ) so hiess iliaa« 71). Huß-, (Htlff-, Hüft- Ader 1889 bflffader; MWtmftader; Gr. W. iv. 2 1x71' 1 Vena sa]ilu;iia minor, meist auf der linken kleinen Zehe bei Hüftgelenk- affectionen geöffnet. —2 mw die grosse Hüft- ader, Vena diaca extern, iv M lt. 223 Hupf- Ader Arteriae s. Venae pulsatiles, salienica

- hüpfende Adern = Puls-Ader Hyrti k w. 91).

/«H-Ader, ahd inädrl illa ".raff I, 157; HZ XV s iuuiidiri vi«rrra exta, vrnar, (Jr. \V III. 190.1, imiödir. innoiltl, iuuödllo. I. r 1, 1X3 . firaff 1. 298 . |i, 219' ; mhd. Inurdrre, Innedn? ~ vi<-erra (II. Z III. IXIj Viscera Intesiiiia, Kxla, Eingoweide(ilia, vitalia) Innge-

6 Ader.

äder, Inngetum, Inngewart *, Altwachs 2. m Venae(scl. popliteae) t<:rafT I, i57;Hippokrnt Aphor. VI. 3«). 3. - innerlicher Muitertluss bei Titten (vergl Inngeader) 12 Jahrh,) Herz-lnn-Ader hart inn ethere visccrn Vitalin II Z It, 205) dl« Kingcweidomit dem Herr.en und um da*se)he( Sedee cordis) («. innRcwnrt Jungfrau* «-Ader

Frauen- Ade« (s.d.: iiynl.K w ,M). Aau-Ader [1801 kewadera. <;r \v. V, 305) -die Kieferadern des Pferdes i». Kaue Kecke Ader Aorta, weil sie durch ihr Pulsieren ein besonders charakter- istisches Lebenszeichen (quee - vivuslgibt [HyrÜ, K W.) - kühne Ader. Kegel-Ader, 1. - 1699 die grosse Hüftader, \'ena iliaca externa, die von dem Kniekcgel ober der Wade zum Ober- schenke) und zur Hüftczieht [%• M ll.ac. 2. die innere Hautvene am Obcibeine des Pferdes nn der Stelle des Kegels (s. d.) fOr. W V. Ml) Kehl- Ader kcicn-, kcci-adcr, 15 jnhrh ; keUader, lfiC6.;, 1. = die Venen der vorderen Halsgegeud, lüessadem, Drosseladern (Hyrtl, K w s9; vorm jugulnris, fir \V. V, SM; venao fageeidae sphagetldae, die beim KullopfiT geöffneten Adern Hippokratc«, Natur de« Menschen XII; Du fange III; Krau* F. 968; cir. W II. n:iT 2 = l.uftader (s. d ) Hyrtl, K. w ). Carotiden. 3 Kehldeckel, Kpiglotüs ili20; n. 201; t;r Vf. V, 394). 4 ~ Kniekchl-Ader.

AiWs-Ader, 1 - VaricesderVenasaphenaex gravididate, « Frauen-Ader it.vi ; \ v II [, wt ; Hyrtl, Anatomie 95-v. 2. das natürliche Kinds- äderlein, mhd - die naturliche Anlage und das Gemüt des Kindes (Ader s). Ann-Ader lfliö; <:r Vf. V, 477) = die Ader am Kinne oder Kinnbacken (Paracelsus). Kitzel-Ader (MM)

die Ader, die man beim geschlechtlichen Kitzel oder bei Gebrechen der Genitalien u. a. auch an der Vorbaut eröffnete '.r w V, 871; 1399; Schmeller I. 332». K.99) Kleine Ader 1 = kleines Blutgefäss. —2. - ein kaum fühlbarer Pulsschlag v M. Il,23fil Knie- Ader 13 1». Jahrh kniadetv, knyodlr, l> MW; 15 .lahrh kniendere, ilyr «nler vn<l knie - varix MW ; <;r \V. V, 1125);

a) die Sehne unterm Knie; b) Knieseheib- 17t« oder is» Knirkthl-Ader k a ys; v m ii, 22;!, L eh. ss Vena pophiea. die liatitvene unterm Knie, die von der Aussetiseite des Schienbeines zur Kniekehle heraufzieht. 17 inhrh ,1 Knos- pel- Ader - die Blutaderam Nasenscheidewand- knorpel des Pferdes ,it \ 102 A'notVti-Ader /kiiodcti nder, Jahrh ; Ur W. V, 1509 die Vom äusseren Knoten amKussgelenke heraufgehende Vena saphena minor s. ischiadica. 17 .itihrh 1 Koller-Ader 1 die Zorn-Ader (Koller s d Aufregung), Vena tetnporalis, an der Schläfe, Stirngegond , die beim Zotn sichtbar an- schwillt, da sie sehr oberflächlich liegt, = Slirnader, Lichtader <r.r. w V, 1«17 vi, $77},

2 - die Ader hinter und zwischen den Ohren des Pferdes, die beim Koller (s. d ) des Pferdes geschlagen wird ;u A. 37; (!r. \V. V. lfil7j.

Königs-Ader (l'ebersetzung der) Vena bu- silica am Arme als die daselbst au Hallendste Haut- Vene. Kopf -Ader = Hauptader (b. d ). Kraft-Ader, mh.l krntti«.ler(lA \er 1!2 Puls-Ader, die die LcbciiHkriilt anzeigt und das Leben gebende Pneiima der alten Schule enthalten

Ader.

sollte iOr W V, 1915 . ,.bl* über die mhd Zelt hinan»" gebräuchliche» Won Krampf-Ader (UM; «fr. XV

V. 2013 .scheinbare ,d h sichtbar hervortretende) oder aufgeblasene Adern voll Itltitsknollcn" ; (1577) ,,weil hcrfi.rbols.ndc Adern an den Schenkeln"; (1591) varix (Haid Jun. 3S3); (de eiilMchen, ..weil da« dicke Klüt, no wegen «einer Schwere hurt aufsteigt, bei den Fallen ( - Klappen langer «leben bleibt und diese erweitert

macht" (iä7~; Hyrtl, K. w. si); diese Blutstauung führt in den betreffenden Muskeln zu krampf- haften Zuckungen und Spannungen; daher: Krampfadern ; nicht aber wegen der ,, krampfhaften" Anschwellung der Ader, wie dr Vi. V. 2013 stein Krampf- Ader- Bruch. -Entzündung Kraut- Ader, 1599 kraeutader, <ir. Vi. V, 2112) ; die Ader, die beim Pferde geschlagen wird, wenn es zum erstenmal auf die Weide getrieben wird (und sich vom frischen Kraut stark anfrisst, „aufs Gras schlagt"). AVi>s-Ader, -Äderlein, i«w

krae««ndern: 171fi k res« aderlein Vasa Inesataica, »tekios- Ader [Ur W. VI, 2219; Schnuller I, 1883; v It. II. Ann 51) Kropf '- Ader = die einen Ader-Knoten (Varix) bildende Haulvene Krau«. K. 10S2) (iftso: Kugel Ader = kleinere Haut- V'eno über der Schenkel- Beuge (Hüftkugel) (KAnlgaap. 19), entsprechend der Kegelader beim l'ferde. Kühne Ader ~ kecke Ader (s. <L), (Übersetzung der) S'ena audax (= Aorta) der Arabisten iiiyrti, K \v Lahme Ader, »i5&i.

erkalte lnme Adern. II. Hock 131) - durch lthetima

gelähmte Muskeln (Sehnen) und Nerven iie» Lange Ader - eine weithin z B. mit 4 Fingern greifbare Pulsatelle (v. M Ii. 236) Lass-Ader

die zum Aderlässe bestimmte Blutader; nicht weniger als 17 «olche Venen wurden dazu benutzt. Leber Ader, Hin leberoder: ndl. leueradere. leucrn- ader- hepntlcn herbo, D. 203 ; 1530) leberader. 1. = Arm-Hautvene: Vena hepatica = VeDa mediana basilica later. dext , weil ans ihr bei Leberkrank- heiten das Blut gelassen und die Leber so „ge- räumt" wurde (voluminöser als dioV. med. cepb.) Hyrtl, Anal. 952; Rünlgwip. 48). 2. der untere

grössere Ast der Vena axillaris (1&. Jabra. ; t;r. W,

VI. IG2: 3. die Viertelader (s. d.) 4 ~ die Venu cava inferior (s. Hohlader) mit allen ihren Wurzeln und Zweigen (vorllarvey l«2s; Hyrtl, K.W. 102) Lefzen- Ader Arteria coronaria labii stip et inf , deren Puls man auf der umgestülp- ten Oberlippe sehen kann Leib- Ader - Vena corporalis im (iegensatze zu den Geist- und Fühladern. AfiA/m-Ader H7i2 die Ader in der Leistengegend Atteria femoralis ,Zw. 70,

LicAf-Ader, 1 - die Vena temporalis bei Pferden, well ilc vom Aujre (— Uebt) kommt (Gl Vt. VI, s77; K A. 61}, 2. - Koller-Ader (s. d ) bei Pferden (17. Jahrh ). 3. - die Trachea, Luft- rohre, die als weisse oder lichte Ader angesehen wird hei Schlachttieren) 4 die weisse Ader (Luftrohre, Herz und Geräusch) bei Schlacht- tieien i<ir \\ VI. «77 Luft -Ader 15 Jnhrh InlTluder; 1517 loflodeni, I>. 51. 63*, 1. iblx (lim

ih Jahrh ) Arteria s. Vena, per quam aer intrat, die luftführendo Arterie (Hyrtl, K Vf. 107). die man nach den Lehren der nle*andrlnl*chcn Schule, weil nach dem Tode blutleer iH-futuleii, als lufthaltig nn- nahm (contcr. Kwcha, llippokrnte* 1, 111 Anra.2). 2. -

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Ader.

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Ader.

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die Pulsader, weil sie schlagt durch da« Plato'. seht« Pneuina, d. h. die Lungenluft (nach früherer Anschauung Nr W. VI, 1247; Haeser, Geschichte d Mtillifn I. 239; Bim« 259 aofti. 8. = „die grösseren Arterien, In welcher die Lntt l'nach noch heute kc- lauflirer Volksmciuunpi hcrummarschlert , wie ilnreh die Kammer eines Hause«, soirar bis rur Leibesfrucht" Burk 23j. namentlich aber 4. --. die Carotiden Bück 16) als» sichtbar schlagende Adern an der Luftröhre. Lünern-Ader (MM long-, 1470 lunpc-,

1 IT«» hin«- ; 15. Jahrh lunfrl-ader, -arider, -ander t«ulmatlea, D 472», 1. = die Adern, die das Blut von und zu der Lunge führen, daher: (iß77i ge- brochene Lungen- Ader haemonto« (Heyn. 2021. I4M6) die bei Lungeublutungen geborstene Ader (Coler, H. a. 141) in der Lunge. 2. = (i«4.v eine Arm-Haut- Vene (Vena basilica, cardiaca (Herzader 3) (Coler, I* 29s). 3 = eine Hals- Hautvene beim Pferde, die lange deB Halses zur Brust herabzieht und bei Lungenentzündungen geöffnet wird (AhtldR. 137; Mayer 18«; Geonr 379).

Maatdarm Ader m güldene Ader (s. d) Maus Ader, 1 - <ue Nasen-Haut-Vene bei der Maus (s. d ) des l'ferdes (Gr. W. vi, isiol. 2. Mauss-Ader = die Sehne am Muskel i«45; < oier, PI. 334) (vergl. Mauss-Geitder). (1748) Median- Ader s. Median, Mittlerin. Meinige Ader 115 Jahrb. ay meynlce adir, II Z XIII, 382) - die vermeintliche, scheinbare Ader, falsche Etymo- logie der Vena saphtna (s scheinbare Ader). Melk-, Milch- Ader [1*. Jahrh melllk ader; Glos-« wcon nach Hjrrü, K. w 75) l. = die Pfortader (1677

..die AllMstMl kau den milchwet««cn Saft [Chylus] durch die Venalartea [ Hortader] In die Leber [ - t>orm lacti«] bringen, da sie die I.yrajih»ceras«e noch nicht kannten". Hyrtl, K. Vi. 75; Hyrtl, Anat II «ub Aselli; »ir w VI. 2189; Jf. = „die Adern des Monstrui", d h die »tark ce«eh]awrcltcn Gefassc, die nach Leonardo ■1a Vinci-« Ahbildnnif von dertiebartnutter tu den milch- te -reitenden «eiblichen Brüsten und tinißekehrt neben Hyrü, K \v in s. weisse Milch. 3 17 .lahrh.j die Chylus -Gef&ase im Gekröse, „die weissen Mdchadern des Gekröses" (1742; Zw 12; 1628 von ] I.a IVtresc In Aix ziier«! beim Menschen ire«eheti, Hyrtl, Anat 11 ; K VT. US), 4. = Der Ductus thoracicus (1742!, der grosseChylus-Strang mit milch weissem Inhalte Plattner I. 342 ; Zw 56 57 «9 ; (8 Wasser-

aderlein. 5 -das dünne Gedärm, in welchem j die einsaugenden Adern den Speisesaft in die Milchadern des Gekröses melken [Hyrtl, K w j 113; Melkadern des Gloss. sax. (16. Jahrb.) o.

6 - Die am Kuh-Euter sichtbaren, auf beiden Bauchwandseiten zur Brust laufemlen Blutadern der Haut. Milz Ader, 1. - Vena spleneticas

Salvatella, d h die an der Anssenscite de« Vorder arm« verlaufende Venn ba«ilfca tut. sinist.. weil man au» ihr in schwermütigen Krankheiten, die auf Uli» verstopf n n k zuriickiccfuhrt wurden . nir Ader ll«M iitm i1.mii Milzc län. s u I l> 509; Hyrtl, K W 102; flr. W. VI, 2M1] » a.ieh oben Haiidader3. 2. - die linksseitige Handrücken - Vene zwischen dem kleinen und Goldtinger aus gleichem Grunde wie bei 1. 3. die Vena cephalica j <;r. W IV, 2. «06 . wohl nur die linksseitige, well I man aurh die«' nach Ilten do(iniatl»eh atiatoinl«chen 1 «.lanbcii mit der .Milz In ftl— IWetihinu: brachte i

4.=müeze-udcr (15. Jahrb., Gr. w. VI, 2221) = splene- tic«, d h. Melancholie, als Krankheit; miltzador 1182, Zcn. Voc. u. 3) - splenetica (seil, passio), Milz-Siechtag; mhd. zno dem milze län die Milz- ader eröffnen für die Milzsucht (Lcxcr 162). - 5- Magen blutader, aus der Magenblutungen er- folgen (18. Jahrh | Mittel-AdeT I1470 uilddelader. tu it lader - vena mediana, 353,i = die in der Mitte des inneren Vorderarmes und zum Teil in der Mitte des Oberarmes verlaufende voluminöse Vena mediana (s. Median) [Lexer 157) ( Mittlerin s. d.) Jfonar-Ader - Haemorrhoides, deren Blutung als Stellvertretung des weiblichen Mo- natsflusses galt (\ v h. M«). Af«rf«-Ader

Vena saphena interna, aus der bei Stockungen des Mutterflnsses(Menses) Blut gelassen wurde,

velne de la liiere ;I>u fange VIII. 265). Nabel- Ader = Vena umbilicalis. A'asftt-Ader, 1. sichtbare Haut- Vene an der Nase (s. Querader!. 2. - die Mausader 1 (b. Pferde) (Coler a.j. Nerv- Ader (16*3, O. w. VII, 612) = Spannader, eigent- lich eine Tautologie, da schon Ader nervus war. Netz- Ader = Ader im Netze des Bauches (Omentum) (<;r. w. Vli, 6»o<. i it. Jahrh ) Nieren- Ader bei Nierenblutungon, die betr. Blutge- fässe dor Harnwerkzeuge (R. A. 449). Pfarren- Ader (vordem 15. Jahrh , Hyrtl, K. W. 57) = Karren- Ader, Ochsenziemer, Ochseutlesel ; Fai re - Stier.

P/ort-Ader 11528 äderen der polten, Pries 123; 1748 nortnder, Maschen!». 108; 8tahl vena nortae norta ma- loran] <lie Ader in der Pforte, d. h. in dor Arn- um! Kintrittsstelle der Gefftsse und Nerven der lieber. Pi'm Ader (I606j Harnleiter (Nomencl trUburoU 74 a ; Hyrtl, K w |, Port- Ader = Plort- a.ler (1541. Hyrtl. k \v 76). Puls- Ader, i»82

pUlMOiler t>ul«u«, Zen Voc. aa. 2; Gr. W. VII, 2211 ; 1545 Pulsader, <ir W 1. eod. ; 1561 pulsz-aderen, 1. eod ; 1712 l'ultzaileru, Zw. .%> Schlagadern, die pulsie- renden Arterien. ;i.M5) die grosnr Pids&der

Aorta magna Heyn ins ; <;r w VII. 2214). Die heilige Pulsader * Arterie, von der man beim .Schnitte und Aderlasse fern bleiben soll Gr. w II, nr.i iV»ader- Gang, -Geschwulst, -Mund (l.Mto1 P«rp«r-Ader Vena cephalica, die l eber set/uiiif der Vena |>iirriurea der Arabisten i Hyrtl , K W, 136; KünlBssp 49, im GegensatM zur schwarzen Ader (s. tl ). Qurr-Ader - eino querver- laufende, kleine Haut-Vene über der Nase von schlimmer, abergläubischer Bedeutung; quer

schräg, schlimm (s. d.) (Wuttkc, 8. 203 $ 305). ÄrtA-Ader - die von den Bossilrzten bei der Rahe (s d-)an dor sog „Dicke des Pferdefussos" geöffnete Blutader <;r w. vm. .v* Äcis-Ader (1576 rey.a derlin. ur. W. VIII, 716; die wie ein Keis vom llauptstamtne sich abzweigende Ader (s. Braem- oder Gartader) Rock-Ader Ruck- ador Hyrtl. K W. lio). [16&r>] ÄOfcen- (Rosenöl ut}- Ader Vena saphena magna s. intera und parva s. externa, die bei dem Ausbleiben der weiblichen Hosen (s. d.) geöffnet wurde. Die »rrnsse Rosenader iH-itinnt an der Krossen Zehe, gebt am Inneren Knoten nach mitwart« und isl al» ,.Kruini>f- ader" sehr aiisceiichnt (Prauen - Ader, Kinds- Ader) (Bjrtt; l.evelinu 177; Gr W. VIII. 11V2I. ii«l6j ßoM-Ader, l, - Kosenader (Faracelsus). 2. die Vena malleoli am Kossfusso (<ir w VIII.

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Ader.

Ader.

1251) Ruck-, Riicken-AdeT (14. Jahrb. ntgge-, I nicke-, ruckader; 1440nwiader- varix, Ü 60fi; 15 Jahrh ropkader, 1 eod ; 1482 ruekader, Zen Voc dd 6, bb -I ; 1577 niKKadcni goldene Ader, Tabcrnacm ; 1592 ruck ailor. Wimm*; 1609 Rurkader. Ouar 1053; 1620 Ruck- ader, l>r Minderer; Schnuller II. 80 ; 1015 ruekader Mlcrader. l oler II A. 150; 1097 ruekader [St. Heimo Mirakel] - ßoldene Ader; 175« Ruekader, A v H I, 740), 1 die Ader am Schienbein, welche man schlägt, „wenn einer einen schlechten Wehtag Im Rucke n hat" iGuarinonl I. c .). 2. = Vena saphena int , die sich voinFuss-„Rückenu entwickelt; die- selbe, wie bei 1 (Frauenader und Kindsader). 3. - da diese Vena saphena (2) hautig Varicen zeigt, so ist Kuckader auch - Varices i/.i nlng Voe. I. e.). 4. - die Varicen sind auch oft in der Kniekehle, daher Kuckader = Sehne unter den Knieeil («renn nicht RiiK-Adcr 711 lesen ist) (Zeninir. Vor l e j. 5. -Blutstauungen (Varicen) geheu oft mit Hämorrhoiden einher, deshalb Kuck- ader = Mastdarmader- (I620: Hämorrhoiden (Dr. Minderer; A. v. H. 1. c; Gr. W. VIII, 1361; v. M II, Ann 12 , um so mehr, als die damit häutig ver- bundenen Rückenschmerzen den Zusammen- hangmiteiner Ader des Kuckgrates nahe legen.

G. - die vom Handrücken sich wurzelnde Vena salvatella s. cephalica (D. 509). Runns- Ader - Kunstader. Runst- Ader (16 Jahrh

runsadern venae. II. 609 ; UM mnstader, f. v .Megtnj. ;

Hyrtl. k \v i:to— 1321 - Venen, in denen das Blut ruhig tliesst, rinnt dm Rinnsal Ihrer Tunlea ; Hyrtl.

I. e 130; tir. W VIII, 1523' kl«99) Stf/tKllW-Ader

Handader 2 (s. d.) (Rihlisohcr Medik 151 ; v. M.

II. 102). (169:' -SapAen-Ader s. Saphen und Scheinader (v. M II, 100.1. Saug- Ader - die Gefässe, die die Lymphe und den Cbylus aus dem Korper einsaugend aufnehmen und zum Blute führen (Gr/W. Ylll, 18*6). (159? Srhaff- Ader = die von der Schlafe herabkommende Nasenblut-Ader beim Pferde ;«;r. W. VIII 201.; vermutlich Schlafader (s. d ) Schein- (schein- bare Ader - Vena saphena (Hoscnader, Frauen«

ader): ,,f iclilhar" oder „scheinbar" aus saphena. 3*!prjv*5j5 tz ruaulfesta ctymolodsicrt. Die „schein- l>are" it»t al>cr auch . ful-ch verstanden , zur ver- meintlichen, mrinlRen Ader (*. d.) geworden; sie ist deutlich sichtbar, durch die Haut durch- sdieinend, darum leichter zu eröffnen (Hyrtl, K W. 51 ; <ir. W. IV, 1. 76 Scheiss-AdeT («He Glossen, srhy«/-<idir, Hyrtl, K w i'.n Uectuin als Vena cacans gedacht. 1 iS'c/ie/mcn-Ader eine blaue Ader an der Spitze der Pferdezunge, welche beim Feifei oder Schelm (s. d.) geöffnet wurde «ir. W. VIII. 2511 j R. A 102* - [1645] Schenkel- Ader die grosse Blutader, welche über den Schenkel zur Schenkelbeuge lauft (toi. r MM).

(1530) ScWodk-Ader (Kuiil^.p 19 («.Schlag- ader 2). U599' Schlaf- Ader Arteriti tempor- alis, die in der SchhUe-Cicgend aufsteigt <;r w. VIII, 2016; R A. 371. SciJaq-AdeT 1, l'uln

Ader (s. d.), »Itfran/ älteres, b?» rainrs <\u\ bnttent, Rrisa. 73—71) Arteria h. venu pulsatilis et audax (heiliges Ding, s.d.). 2. = die beim Schlag (Apo- plexia) geöffnete (Herz-V) Ader (Vena mediunn?).

iS'cA/crn-Ader Schelmen-Ader i; a inj [1«S9) schnelle Ader - drate Ader, eine oft auf-

und niederschlagende Pulsstelle (v. M II, 23o: . 17 Jahrh ' Schrank-Ad&T, Sch enk- Ader - Kegel- ader (s. d.) beim Pferde ><;r. w. v. 391). eine Haut- veno an der Innenseite des hinteren Schenkels, wo sie geschlangelt, gewunden = geschränkt

srhnullcrll, «OS; Flerhsi 151; R. A 37 193) verlauft

(s. Aderverzuckung). (17 Jahrh .1 Schwant- Ader

die Aderlass- Vene an der Pferde-Rübe (R a. 485V Schusipp' Ader (1440 schwabader, Hyrtl, K. W. Hl) -- Arterien, weil sie pulsieren und schwappen

(Schmeller II. 613 - schwankend ül>cr den Rand des Gelasses schlagen wie Flüssigkeiten (1699t Schtcarzc Ader Vena mediana s. nigra (r. M. II, 222* im (iegensatze zur Purpur- Ader (s. d.), die Haut venen scheinen je nach der stärkeren rclt-Rcdcekuiiß oder dickeren Haut mehr oder weniger blau :im Volks- mundc schwarz durch ; daher blaues Hlut - vor- nehme Leute, Adelige, mit feinerer Haut (K. Hofmann'.

i'C«lw6-Ader (1620; Dr. Minderer) = Schwapp-

uder (s. d.). Schweiss- Ader - Vena cava (in der Jägersprache), weil sie beim Ausweiden viel Blut ( = Seh weiss, s. d.) aufweist. Seh-, sehende Ader (des Auges) (151S; H. v. Oersdorf*, tot, Vb)

Nervus opticus; ader = nervus (s. o.). Sehn- Ader, ahd. sennatyran in. Z. II, 205; senAdra, «iraff I, 157. VI, 267? ; mhd zene-ader. senne-ader, syn-ader

Hyrtl, K W. 143 B.J H82 senader, ZcnInK. Voc. bb, 4. dd 5; 1576 «ehnader, Thcophr. Rod. ; 1712 sennaderii.

Zw. 57), 2 = sjj'ne | vfüpoc> nervus (Galeni et

Celsi) Hyrtl, K. W. um. ; Gr. w. VII, 610) (Spann- adern, Kuckadern, Fleclisen) Ader, die zu- gleich Sehne ist. 3. = Arteria «;rafl I, 157; ZcniiiR. Voc bb 4 , V. 606). 4. = „Bänder, welche die Mausen und Beine fest zusammenhalten" ',1742; Zw. 57; Hyrtl, K. w. 144). StAwadrige Zae- serlein. Spann- Ader 1482 »pauader - ealcaneus, Zenliig. Voc. ee, 3; 1515 spanader varix, I>. 606, 1529 npanader - nervus. 1). 379 ; 15.M spanadern, Rock IM. 403; 1590 spannatler, Lexikon trillnpue; 1645 spanadern nervi, VEiif,«, ( olerll. A. 109; 1756 Hpann Ader. A v. U. 1,1285; 1775; Hyrtl, Anat. 819), 1. - Nerve, da der Nerve auch eine Sehne genannt wunle, so kann auch eine spailllbare Sehne zu einem Nerven - Namen «erden; man sprach U56I.I von Spannader- Zufallen (8. d wie man auch noch heute von „abgespaunteii Nerven ' (a. ,| spricht. 2. Sehne (1551 verruckte Spainmder. Hock, L e.) eine Re*eme BebM. *= tendo d>el A. V. II 1, e. ; l.evelliiK 305. 306;. 3. -

Caleaoeus, Ferse, von der grossen Aehillesehne (s. d.), die sich hier ansetzt als Fersonsehno

(s. d.) (Zeator. Voc. c . .: . 4. - Fusstritt, Fuss- stapf (I. eodem). 5. Varix (lud Thcophr. Ro- denst. Ii. 606; „varix est Vena, ipmc fnrit honiincm

cumim", im canK« Vlii, 245) - krampfhaft ge- ■pannte Sohnader am Fusse. (1713) Grosse Spann- Ader Achilles - Sehne, gronset Nerve lisii.i. Medik Iis). (1603J ^>aH«ädrisch = binde- cewebig, sehnig, nervig «Jr. w. VII, SC3 Spar- Ader (spanidAni, II. Helmbneht ; Schmeller II, 6*1 ;

1517 spHrader; I.VMl sparailer - varix, H. CO«;; 1576 spar- ader, Theoph. liodenst. ; mhd. spHn'uler, l.exer 239,

1. = spannadern (s. d.) | wegen der sperren.

2. \ aricen, Krampfadern J * 1

den, hemmenden, spannenden Kmpfindung und Thiitigkeit bei denselben, von der auch der

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Ader.

Adler— Alter.

I

Krankhettsnamen, der Sparren (». d.) genommen ist «IT Jahrh. Sperrader - Spaerrader der Pferde, die livim sog. Herzgecpilrr eröffnet wurde, lt. A. 43). 3. Geepttrr-Ader, Ader am Gespärr (bei der Kuh, Scbloss) Mutterader, wenn sie bei der Geburt xu fliegen kommt (vergl. auch Spor- Adei). (17 Jahrh ) Spat-Ader die Hautvene an der Stelle de» Spates (s. d.) beim Fuhlen oder Pferde, die als Ursache de» krampfhaften Spatenganges angenommen wurde (R. A. 817.) .S'/^rjs-Ader (14 Jahrh. splsader meri, porta lactis, occophnffll». I). 310. 318; Voe. opt. W. 11; 1482 *pU»- «der, «pyoadcr. speissadcr lyen. Zening, Voe. ce, I

ec. ;.; D. 642. 320), 1. Oesophagus all- Hohrgang für die Speise, Meiing (b. d.j, Schlundröhre, S|>ei«erühre. 2. = Milch-Ader (Porta lactiH) (s. <!.), die den Speise-Saft aufsaugende und nur lieber führende Ader. 3. = Arschdarm (Longfo, Uen) als Ausgang der verdauten Speise. 4. = Herzen-Ader, die alle Organe mit Blut apeiat.

Sj - - -• Adt'i •• Spar-Ader. (17. Jahrh. | Spor-, Sporr- Ader, 1. = die am Fersenbeine (Spor*

Ferse. , spurenmachend oder Sporen tragend, in reichlichen Wurzeln sich sammelnde Vena sa- phena interna, auch Rosenader (Hyrtl, K. \V. 144; 1718; K. ch. 179). 2. = die Vena thoracis ex- terna heim Pferde, die, vom unteren Teil der Kippen gegen den Ellenbogen verlaufend, hier vom Sporn« gedrückt wird (»ir. \V. IV, 2. 1224; K. \. 193; (1530) Stimm- Ader Luftröhre; Ader lb >, Kuniifmp. 4») (lei.'.j Stirn Ader Arteria (Vena) frontalis (Coler, a ). ,it;u> Strang- Ader - die beim Strangel, Rotz der Pferde, geöffnete Hals- ader (s. Strängl) (Coler PI. 375j. (1699 Träge Ader - eine langsam schlagende Pulsstelle v. M II, 236J. Tropf- Ader .vor dein 14. .luhrh. troppfader. llyrtl, K. W. 182, CarotiB, durch die der Tropfen (— Apoplexia, b. Tropf) in die Glieder herabfallen und In diesen Lähmung verursachen sollte. f, /,-:: n Ader l.WO ueeh.«enader; VAX lieh- Kiiadcr, Kunigw>p. 4«; Ryff, Aimt. XXII bj Arteria et Vena axillaris, Achseluder, Üchse -- Achsel (». Cchse) (llyrtl, K. \V. 100;. I n-Äderlein - .Ujv-adcrchen, .Makelfleck, ein die Reinheit der Haut oder das Antlitz entstellender Hant- »trich iS<-hmeUer 1, 36. 1. Unfügliche Ader i'«>« -.nur lo.vi zum Aderlasse nicht geeignete Ader.

Vergicht-Ader l««*.»; tiuar. 1063 die Aderaul der Fuss-Schaufel (8. d.), welche bei der Frais (s. d.j oder dem Vergicht (Apoplexia, Eclampsia) ge- schlagen wurde = Vena dorsalis pedis. Vier- W-Ader1 Vlertt lader, <.r W. VI, 1609 Vi. rtet- ■dcr.Uaar.lOHl, L Venasalvatella, dieimau»»e- ren Vierteid. Vorderarme» verlauft, imGegensatze zur Mittelader (Vena mediana); sie ist auch weniger volumiuöB als die Mediana (s. d.), gab darum beim Aderlasse auch weniger Hlut. 2. m Vena hepatica (bei Tieren), innerhalb des Schenkels oberhalb des Hufes oder Kusse« am Knoten «um Kutorviertel hinauf verlaufend {ut. w. vi, 4«2, k. a. 490.'. (1612) roll Adern

venoHUS, vuricosus fii« 1 wi Fur/t«tt<-Ader ..die ander an der vorderhaut de» «igel» Iil«m- inr die pleMlgkell und iitigeMunirnigkeit de« lelbb", Schweiler

1,332, Venadorsalispenis. (1748, ItWm-Ader Venasuralis Hautvene an der Wade k\ a'jsj.

(1639) Wanst-Ader (obere, untere) (Hyrtl. K w. •1S9! Schlagader des Uekroses (Wanst 2) 11783/ Wasser- Adern , (IT«) -Äderlein Vasa serosa s. lymphatica, die das Gewebs-\V asser (8. Flies» - Wasser) führenden Lymphgefitsse (rialtner I. 13», Zw. 37. 69; „diese Adern sehlneken den wti>weri«gei«lrclchcu Saft in ileii Druten in rieb UBd führen Ihn In den gro««en Kanal der Mlluhader duetiis thoraci«' oder in einige lllutadoru gewisser IJru«en" 1 Parotis, Panereas, I.eber-, Thranendru»e> ; sie enthalten da« dickere Klles«wa«ser \ - - Serum), Zw. 67. 69 WcA-Ader (1876) = Krampfadern, die Schmerz machen und bei den Geburtswehen anschwellen Bollen (vgl. Wehader-Knoten). Weisse Ader = der Schlund, die Gurgel, die weisse o. Lichtader (s. d.) (bei geschlachteten Tieren) (<;r W. VI, 877), vgl. weisses Header. (1440) Werfe- Ader (llyrtl. K. W, Ul ; D. ooo) - die Arterie, welche pulsiert, werkt, Bchlagt wie ein Werk. Wind-Ader ,12. JHhrh. uuinthathren, H. Z. II, 20ö ff , - Arterie, da sie den Dunst, Spiritus Vitalis, den Odem (aer) zuführt. ZiVÄ-Ader (1518 zyeh-aderen, H. v. liersd. Feld-A. B. 88) die ziehende, sich bewegende, zockeude Schlag- ader, die, bei chirurgischen Eingriffen durch- schnitten, schnelle kurz stosBende Beweg- ungen macht. (1530 Zappen- oder Zopf-Ader (zopuader, Hyrtl, K. W. 171 , Kunlgnsp. 44) = Vena saphena interna, Venn zophena ,, nicht volk»UblIch (?), eine anatomische Rarität" ; aber gerade die lautliehe Kntstcllnng sprieht fnr ihren Durchgang dureh den

VolkMuund (s. Saphena) (llyrtl, 1. e. . Zorn- Ader = Kollerader (s. d.), Stirnader (s. d.), die beim zornigen Menschen anschwillt (Gr. w. v, 1617). Zungen Ader - Arteria (Vena) lingualis. Ader, adericht: -Aiss, -Bein, -Beicegnis, -Bruch, -Erstarrung, -Fleisch-, -Haut, -lnstrupf ung, -Knöpfe, -Knotengeschwulst, -Kolik, -Kratze, -Kropf, -Krümpen, -Lädlein, -Press-. -Puls, -Rinne, Boecke, -Rümpf ung, -Sack, -Scläag, -Spult, -Sprung, -Stoss, -Sucht, -verruckt, - Ver- stopfung, - Verzückung,- Wasser, - Web, Wchtum,

Weps, - Wicklung, Zocken.

Adler, m.^Adler-^utfe, -Nase, e. auch Adel 4.

Aber, äber, L s. Apern. 2. über - aper, unbedeckt, haarlos (Schmcller I, 13). acht ». echt.

Äck, äck = Genick (zu ank ». a., Schneller 1, 31).

Gfaeck (Gaeck) Nucken, Nackengrube, Genick.

Äckt s. Ack. Äfling s. Afel. Afterling ». Afterling. Ägresten '.iwc, The.»pin. ibMietiM.) = Hühner* Auge. Kistern- Auge; Ägerst Elster.

Ähre, f. Ähren - die wie Getreideithren ge- teilten HaarstrUnge beim Pferde.

Alt (1496 elde callus; 1768 eelt callu« in manu et in pedil.mt, l>. Dl); Hautfalten durch das Aller, Hautschwiele l<!ohl*chm, i,vj).

Älter, Älterle, Älterlein, n. = Atrophia iu-

I fantiOm; uetm da« uiifwachfetMlt) Kind Bichl KU- Rchracn will, dann hat e^ da» Allerle ^ Vltm»nnchen,

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10 Ändern— Afterling.

Aftern— Alb.

«. d, ; r.r W. m, 418; r,T I). >[ n. 111*; rrqnell 1*93. t*. HO); hÜliflK hat t ili «ol. abnehmenden , atro- phisches, alter aussehendes Kiu«l einen Hautausschlag; z. B. Furunculosis od. Acne (- Magere, s. d.). ändern a andeis.

Ändigkeit (Anticht) f o.Bfaiz zij.^l das Heimweh (0. And).

Angel s. Enkel.

Änkel s. Enkel.

Aren b. Ehren u. Ähre.

Area, m. (17M Ares, A. v. H. I, 610. 788); Ares [Boden, WfirtMmbui) 1. - „ein .Salzriuss, der eine hesondeis giftige Schürfe der Natur ist, die diese ausatoast" (,\. v II. I, 788), (Eczema). 2.= C'rusta lactea, Milchschorf, hoser (irind hei Kin- dern, böser Kopf ( v v. Ii. 1, 510}. 3. - Impe- tigo larvalis (Bück . Are» ist vermutlich das- selbe, was Nerwrie, Neris (s. d.); Schindler n. hält es für Anries; «1« auch bei Serwils eine gut- passende Etymologie gegel>eii ist , so möchte Ihm zu- zustimmen sein. (Vgl. Ansprung, Anspring.} Der bösartige Ares (der Kinder) Eczema (A. v. n. 1. c.). Der Lrti-Ares Hautausschlag am Korper (A. v. H. I, 510). Der leichte Anriss der kindlichen Haut wird eben bei tioferem Ein- risse zum Närb-Riaa (Nerwris, s. d); mit beiden kann .Sekretion Salzflnss. s. o oder Krustenldldang t.Sehorf, s. o.; verbuntleu »ein, je mich der Natur de» I/Cidens Eczema oder Impetigo.

ärteln s. Art.

Atter (Eetter) m. (Schwaben; Buch 17) = der Raum zwischen uen beiden Obel Schenkeln, der wie eine Doppelegge aus 2 Teilen besteht

(1332 Aeitcn - Ege, Schmeller I, 51) l'erineum, Damm («. d.).

Ättich - Ettik (8. d.).

ätzen a. Atse.

Äugle s. Auge.

Afel, Alling, Affel, Ofl .Steiermark', Abel

(SehwcU , Lank-Afel « ✓Ib-Fell.

After, Iii ahd. »ftarr. Hiraff I, 100); mh.l. alter; eigentlich der ..Hintere" »eil. Tcilj, <la nftiir ahd hinter, nachfolgend, t>c<leutct . goth. afnr hinter

Kluge I In. achter ; nach Adelung Bta it After sogar

im» tirl«eher Zeil. After, 1 l'osteriora (podeX s. amis), die Aftergegend, Hinterquartier, War- /.enhaus. 2. eigentlich nur der innere Teil de.s rodex >.r. w. i, iv.!. 3 Der Afterdaini (b. iL). - Der Thorhüter des After, B, ThörhOter.

] v.i <ler ausgedruckt* Aftern Bock 147) l'ro- kipsusani(a. Ausdruck) After Adern, -Aissen, Atmen, - Ausfall , -Austritt. -Bildung, -Bürde {Harte), -Drang, -Erschlappung, -Feigwarzen, •Fenster, -Flu**, -Fratf, -Gang, Haupt, -Hitz, -Jucken. -Kerbe. -Kind, -Klaue. -Krankheiten, -kauft. -Xellc, -Sperre, - Trubel, Urschth, Uten, - Verstopfung, Wahn-, - Wand. Wangen, - Weh' tum, Witz, - Wolf, - Wurm, -Zwang.

Afterling, m. (Afterling) m., und. aftortine [GraS I. 190; aphtarllnm, cxtaic», )►. 219; Schindler, 1 n; is.;» Afterdarm .schwenk k|. Afterling ist im. Ii Sphmclter I, 46) Wurst vom Afrerdarm gemacht [p. Afterdarm).

Aftern, pl. - AftarWonm, Hinterklauen,

Acniei klauen (Jägersprache/ für. w. 1. 1*5 ; Brehm III, I3v. (Jeäfter = dio ganze Stelle an den Af- terklauen des llirechea.

Agga! eine Schmerz- Interjektion (Bayern) achcha. Ach! und Weh! sind da» Alpha nn<l Omega der menschlichen Leiden.

Aglaater, f. Aglaster- A ugen.

Ahnung (Ahndung), itoo Ahndung der

Zustand u>8 Ahnens, dass etwa«, eine Krank- heit sieh einstellt, we«halh man zur Vorsicht zum \derln»si früher griif Marwang rv.m IderUlMK um das „dicke Blut" zu entfernen

Airach (Arch, Airch), lßoti; «aar. 106-; - ein räudiger, kratziger OeaichtBausschlag (Orind) hei Kindern. Tirol = Arch (rrusta lactea, auch Im- petigo contagiosa!. Araeh. Sehmeiler I, 13*); vielleicht, well begrifflich mit Anriss (Are«: An«prung übereln- stimmend. MTiel al» An-rach; Bach - Spalt. Bis* conf. rnchel BN» tili Acker, Schmeller II, 13) (vergl. An- rcichen, Anrühren).

Aibs, Aissen, Aissle, Abs, b. Eisa und Aaa. Aiter 8. Eiter.

Alb, Alp, (Ölp, Alber, Alf, Olm, Elb, Elf,

Helf), (abd , nihil alp [in Namen wie Alphart etc.), plur. etber, B, Z. X, 11. Jahrh. alp fauno«, I). Ml; 12 —II Jahr, eltn- idola. (ie«taltnls, I). ftll ; al)* [pl " «cmlflel inalanini« uhle« .Iahr[ I». 311. Nach Kulm [Kuhns Ztschr. 4. 101»; 11. Curtius ['.r. Etymol,4 2U3 ; vrI. auch Lalstner, But«el der Sphinx I. l.VJ[ zu skr. rabh [verwandt mit rlihus1 zustellen; also Tnureei«! ; mhd. alp. alber [Ix-xer I. 34[ - (iesp*>nst, QnUftbl ; 12ti0. I alp liicubu» , ml.] ::: -u Jahrh hcllw l< inn- res, I). 323. nocturnae vlslones; 15. Jahrh. alf . ndl. half ■mtacuUu», elnnne - lncul»a , I>. 293: 1517 elfl truo I nvoirel. I». C0O; lrt. Jahrh. eyn alpe, alp - plleus, D. 135; lull alven Elfen, Alp, V. K. III, IS; 1568 oelp. II. sneh» eine auf indogermanische Zeiten zurückreichende, dem ganzen germanischen Sprachgehiete eigene Art von Krankheita- damonen. Alp Daemon ineubus et nur- turnus, feindlicher Nachtgeist, hoshaftes Wald- wesen von kleiner (iestalt. grauhaarig nach dem Volksglauben ; Kewuhnlich wird von ihm erzählt, du»« er wie «hu« Biitzel zusaiiitiiciik'ew ach«cnc Augen- brauen und, wie die Trude I'lattfus«e. Kchlenkelfiisw [Wuttke 2.\s, aIIbäu'. Augen wie ein Kalb, einen Bücken wie eine Molter habe, nrichtlichenveilc In den Wohnungen der Menschen erscheine, die Schlafenden und Triiiimendeti reite [*. n. 1, (veiyl. Fran Mab in Ro- meo und Julie I |, Mercurio . inlnne (1411; Zlnjrcrle l'.KI , namenllich den Weibern al» Ineubus art: mitspiele, die Kinder bis znm Ersticken drücke iZinK IX. HS , zumal ihre Ilaare verwirre i's. Zopf ; aber auch Tiere, iiaiueiillich Pferde wurden von ihm „geritten" [KoÜK 17 ; Hr. w. i.2i.'>'. Kuhn (Zeltacsir. f vetR!- 0|»i DTlmintli. XIII, IWJ hat Kezelirt, ilas« man schon in den Zeilen de» Inibiaermanent ums annahm, da»» der Alp in den l.elb des Menschen einziehe und wie die Maren Ver- bindungen mit den Sterblichen eingehe. Mit diesen indischen Vorstellungen vergleicht sieh unzweifelhaft dasjenige, was im i'.luuben der Nordgermanen von den Elfen llelben), oder was In j den deutschen vom Alp. dem Sehnlllleln, der Trnt, Man- ele berichtet wird;

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Alp.

11

All, Elf Ist nordisch ; Elp. Oclp, Alp vorwiegend mitteldeutsch; (1141 der elt>enn, auch In einer Inns- bmoker Handschr , Zingerle 190,. Hier können nur die Beziehungen des Alp oder der Klben als Krankheitsdämonen angeführt werden. Der- selbe äussert sich am häutigsten I. als Incubus (- Aufhocker, s. d), Atcmbeschwcnle und Beängstigung im Schlafe, vermeintlich durch den aufliegenden, aufhockenden Dämon Alp (= Nacht-Alp) (1&71 - Incubus. Kluge 10; 1590 olp, II. Sachs incubus, ephialtes ; 1591 alp saxonlcc incubus, Hod. Jun. 374; 1645 alp - supprewdo nocturna, i'oler It. A. LM ; 175« Incubus - asthmn noelurniim, A. v. II. I. 155; siirToemlo nocturna, ephUlte*. A. v. II. 1. >2I ; I, 1741; als solcher entspricht der Alp auch dem fatuus «. faunus ncarius qui mutieret plera«u.ue et «implleii actatis pueros noellbus Jupiter exterreimt Im lange III, 424'; dagegen sollte helfen der vor dem Alp abgeschossene Alpschoss - Belemnltes-Steln ; 1742 Alp Incubus ephialtes. Zw. 121 ; 1761 alp nächtliches Drucken. I. eh. 29; 1782 Alp ,.der deutliche I'Obel nennt die Tritt", »üdd , M. II. I, 2Ö; 1841 Alp Incu- bus. ephialtes. Sobernh. .160; 18.18 Alp -die einem auf- hockenden Dämon zugeschriebene Beängstigung Im Schlafe, f*chw. 13: Alp Ineubtts. ab incumbendjfl die- tu», ephinltes, Liebrecht. Zur Volkskunde. 1S79. H. 400; Alp Incubns, onelrodyna, putgma, Kraus, K. 530. H2I1. Unter Verweisung auf E. Mogk (die Rennau Ischen Dniekgcister. lirumlrisa der Renn. I'bllol. 1, 1013! konnten hier gleich angeschlossen werden die Belege für das sogenannte Alpdrücken, 'Ins ja dem Incubus eigentlich entspricht (t2«o „nrca

der alp trinket, rouehet er sieh mit der rerbena [wurzelj, Ime erwirrel alspald tilht". Pfeiffer. 44. 5«; 14. Jahrb. .den der alp tlUgtt, der soll Verbennwurz gebrauchen, im gewirret nimmer nicht ', lfoffm. 1, 327. „Für den Aiper, welche Fraw der nllier bedrück oder Bedrucknuss habe", Hehnieller I. 04 ; ..den der Alp betrleg" | : drück], 1. cod.; 14*0 ,,mlrh druckt hennt der Alp", H. Potts; H. 7.. VIII. A14; 1532 „wann steh ein Mensch beklagt, das» ihm zur Nacht, wann er «chlaft. gleich lel, als IUI Ihm etwas .Schweres auf Ilm und druckt Ihn hart; es ist ein Vottot des Schlages uder der Tanbmtcht". Frie» 72; I5RR „die Kinder

«erden vnm Alpen oder Kchralzlcin [s. it.] im Schlafe gedruckt". TabernaemontHims ; 1 «'.: :i ..der Alp i«l eine Sucht tider Kantasei. die den Menschen im Schlafe dnickl, das* er weder reden noch sich regen kann". I.oniccm»; 1725 „das Alpdrücken, von dem jeder was Itcsondcra zu erzählen hat, I»! die Einbildung der Leute, es komme zur Nachtzeit im Schlafe ein <•<■ »penst Alp Nachtgcspeust, nach Wlr»niig I5HI] oiler l'nhold in die Kammer und läge «ich auf die Leute lind drucke sie, das* sie «Ich »eder regen noch schreien noch bewegen und wehren konnten". „Das Alpdrücken t«ci Kindern Ist eine Vcrlmllung ile» Alcni«. die die schlafenden mit llcitugsffguni.- überfallt", Tbc«, «au Itruun »20 »<1; Alpdruck dacBlon InetlbU", auch 1'iigi-lnuer. Ilirgtcnfel , Alpercr. \lpgci»t, (Mm, der iiauietiill<'h den mcn«lruicrcnden Weihern mitspielt, Kcllr.z. Anthrop.. KtllU. u. t'rgcsch Hävern«. IS.h'JS 170. ; itnet Alpdrücken siehe auch Wuttkc, Volk« Aber, glanl«- 127. 138. 171. 22s. 255. MS. 402. 40& 41t). TIS, lern, r Adler, Hisscrtatio iriang !'<• iueubo, llcrlln l»27. Legende f. d. gem. Manu IV. 117; ltoehli.il/, Zcltschr. f dcut»che Mythologie IV, III „Hie ln«ul-

tura ephlaltne wurde schon im frühen Mittelalter von Vielen aus schweren, durch Wutlaufstoekungen ent- standenen Traumen erklart" inerufnng auf GerTMft» III, M. 93); der Alp druckt im Schlaf Simroek . II.

I). M.*43«, vgl. auch Urquell, 1891 s. 71). In med.« zlnisehen Huchem der Neuzelt wird de« Up kaum mehr Erwähnung gethan Höfel and (UM) fuhrt Ihn noch auf {28!) als eine eigene Krankheit. (Vgl. such „das Drückerle" Schratt 1 und „Daumen".! V&S

Alpdrücken, nach obigen Belegen seit urger- manischen Zeiten Kluge4, 10) als die Thätigkeit eines tückischen Nachtgeistes, Alpgeistes, (Krankheitsdämon) aufgefasst, ist heutzutage als eine Erscheinung der Kettling des Nerven- systems durch verschiedene Ursachen aufzu- fassen, „so mannigfaltig sind seine Krschein- ungttngen als die Traume sind, und diese sind so mannigfaltig als die Individualität und der Zustand dps Träumenden" f<;rulthni*cn xxxiv, 422) ; «1er Alpdruck der Kinder entspricht gröss- tenteils 1. dem Favor nocturnus, dem nächt- lichen Aufschrecken der Kinder, (eine ganz vor- zügliche Schilderung desselben in dem Urundriss der Kinderkrankheiten von D'Espine und Heot ; deutsche FelH-rsetzung von Ehrenhaus, 1878 S. 273 . 2. ausser- dem der Apnoea infantum iRoesch". dem Asthma infantile (Herzgespann), auch dem Pseudokroup, Laryngismus stridulus und Stimniritzenkrampf. Der AJpdruck «1er Frauen ist wohl eine Form von hysterischer Irritation, „ein Nervenreiz- Traum" (entwich), der z. B. durch peripherische Keize, Atembchinderungen , Verdauungsstör- ungen oder Blutstauungen gelegentlich reflek- torisch zum Ausbruche kommt, wie sie auch bei nervösen Männern vorkommen kann als Alp-

SUcht Hort, san.) „eine Sucht, die den Menschen drückt, das« er nicht reden und sich nicht bewegen kann"; nur ist der Incubus kein eigentliches Asthma, da er beim Erwachen verschwindet, während das Asthma erst recht dann zunimmt Eichhorst i, .36.-.). Wie alle mythologischen Ge- bilde, so wurde auch der Alp von den Hexen und vom Teufel abgelöst (s. Teufel u. Sehrfttz- lein) fMcvcr. i7.'.; itavari« iv, i. 2ool Der Alp- druck <lor Männer: suceubus eyn alpe der mannen (13. in. Jahrb.; D. MB) sollte sich hauptsächlich in erotischen Träumen, Pollutionen etc., verur- sacht durch den Kaunus suceubus loco mulieris, äussern (Unterlieger). II. Der Alp drückt nicht bloss, er rWtVt auch titif seinem Opler (stell- vertretend auch der Teufel, ilockauf) „Der Alp.

der die Meli«! hell reitet" l'SIturtK'k, II. D. M., A3.V ; ein alp zoumct izaumet dich lir Ii. M . 1.2, I":;, IL 1101 <l reitet dich nie ein licrd ndt Zaum. In diesem Kalle war das Fieber (der ride, rito, s. d.) gemeint, das den Menschen schüttelt, eine Redewendung, die selbst heute noch sprichwörtlich genommen wird 'vgl, Wustmaim. ts). III. Der Alp schies*t auch Gr schonte ab, l'feile, die „wie angeflogen" (s. Flug), „wie ein Schuss" (s, Schusa) aus der Ferne rasch den davon Betroti'enen unfähig zu Bewegung, ja sogar schwer krank und verrückt machen. Der Albschuss, vom Pfeile der Elbe verursacht, den man sich im Belemnites-.Sein .Schossstein verkörpert vorstellte, (K n. eh. 78;

'lr. W. I, 203, 215, Schindler. II, 47!) Mlll Alp«ehos«

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18 Alp.

wird unserm Eexensckuss oder Bilwis-Schusa (s. diese) (Lumbago rheum., Ischias rheum.) und dem {angoi».) ylfagesceot (Klugc46) (s. Elfgeschoss)

entsprechen. Siehe darüber unter: Sehoss, „tlesehoss" „Flug", ferner „Kugel" Alpku>rcl . Bartels, die Me- dtxin «er Naturvölker, lM»:t. S. '.'7; Frcukogcmälde bei I.fenx in Tirol, 16 Jnlirh ; auch die fliegende Gicht ist einfliegen<ierAlpiHraiin?ehweiK<.r i>. m II, 1109 ,

IV. Schon der Anhauch des Alp bringt Tod und Krankheit (simrock, H. l>. M., 425 ; (vgl. An- teaht.) V. Der Alp wacht auch heftiges Kopf- weh, toll, rasend, närrisch (elbig, elbisch), blöd- sinnig, gedflehtnis-u. geistesschwach; dann haben es die Elben dem Menschen angethan (s. thuen) Gr. i> M , Ii, sc" , indem sie ihn geschlagen, berüfirt, getreten liaben <;r l>. M , I. m. 412; Ii, mo ; älpsch, älbsch, elbiscli iclbidu» i>. 197, Schweiz mente alienatUS (Or \V , III, 402 ; „der von den Elben ent- gehen, eingenommen und «o wahnsinnig in »einen Sinnen verwirrt worden ist"; e 1 b I se h = 1340 de* gcUtcft betruenitse , inhildungc, selpknmende , unbedachte, lloffm. I. 36.r>; 1169 elwiseh - mnnlarus, I). 346; 1482 elbiseher fantaMa. L>. 225, 641. <ir W., III, 402; 1532 elbig ein zu fürchtender, xu scheuender ; MantiH-rlpt in KrieK. Exemplar der Miinehener Bt, -BlbUotbek , hinter dem Titelblatte: „Wer diese Krankheiten hat, i*t elMg r.n schelcheu";. Der Elpentrotsch [Schwaben] „OlpettütBch" ,ltnyern, Schmeller I, 66; < v. Seh tu. 162; Schw. W ist ein ungeschickter, alberner Mensch, der trottelig geht (s. Trottel) <!r. n. M., I, 430, 112. IT. 1110; Gerlund, Zelt«ehr. f. deutsche l'hi

lningic t, 310); IS91 ein alter Alber = >«arr, senex somnolentus jam aetate atrectus (Had. Jim. l«; 1 119 nlpern dellnire, D. 172; 144.1 Sehmeiler I, 66) der Albrass (rief <.corg Plclorius Baderbüehlclu, tir. W. I, 203! ist der durch den Elbensehuss Rasende, das Alp-Rasen. Alb oder nlbisch in der Einfäl- tige, Berauschte schwel*' , der einen „SchUMu bat, verrückt ist (C. v. sehn». 4*3, Schw. n>; der Bürzel- Alp ist ein kurser, bucklichter, absonderlich aussehender Mensch, vermutlich der Name des den Bürzel (s. d.) der l'ferdc veranlassenden Krankheitsdämonsin Wurmgestalt (o \v II, .v.u.

VI. Der verwandelt sich auch in eine Haupe (Haarwurmj, Puppe (s. da.) Made, Mücke, Motte, Schmetterling, Maut«. Grille, Vogel, Wurm oder in „grosse teuflische, unsichtbare Bremen, die den Kühen auf den I hirnern sitzen und wenn man die kleinen Kinder den zur Weide ausgetriebe- nen Kühen entgegen trägt, so fallen diese „El- bischen" oder,, Elben1' die Kinder an undplagen Bie so, dass sie verdorren und mager werden" (S. VIII) (Coler. W. 3»7; tir. II. M. I, 431. tiraff I, 213). Enter solcher Tiergestalt plagt der Alp den Menschen auch mit heftigen Kopfschinerzen. Kinealid. lilosseiKiihn, Zcilseh. f. verpl. Spr.-Wi»«en*ch. xi Ii. 71' ttbenetsl locti«ta \ itrillc mit albu». olbu«, (Alp, oij., Ulm). Einer, der Grillen (Mucken, Mücken, Motten, Engerlinge. Tauben) im Kopf hat, ist verwirrt durch den Alp oder die roten oder weissen Elben Kuhn l e. s t j oder gar durch die verkehrten Elben Kulm 1 <■ > 71 im Kopfe, (vgl. Engerling). Vll. Die Elben (Alp) sind [iiel l.uth< r. 10 (•vhole-l'roliKt 1516 die Krankheit des Herzgespanns (s. d.). „lieimihcrtc Kinder, den n man gar \ U de antrifft, leiden an einer unbekannten Kriinkli. il.

Alp.

die «le die Elben nennen". Es fällt bei Genesong ein steinschwerer „Alp vom Herzen'1, der damit alB drückender Dämon von der Brust weicht. VIII. Nach Simrock (H. l>. M. HS) ist Elben auch ein von diesen verursachtes Geschwür an der menschlichen Haut und neso) „die »ehrenden Elben" (Gr. w vi, 20431 Magere oder Mitesser (8. d.); der Alp erzeugt auch Sommersprossen j auf der Haut, indem er die Leute bepisst (Wuttke 205), und desgleichen geschwollene Hälse (Parotitis, Mumms?) iAllgfiu); immer nimmt aber dabei der Alp die Gestalt eines Tieres (Kröte, Wurm etc.) an; darum ist Alf auch [Ktafc'lOl Papierdrache und Alp - feurige Lufterschein- ttng; d. h. der Alpist eine Lindwurm-o. Drachen- (s. diese) Gestalt im Volksglauben. IX. Die „Elfklatte" >sehw. 410) = Marklatte ist der durch den Alp oder Alpmar entstandene, am Haar- boden haftende Weichselzopf (s. d.) = Wichtel- zopf, Alpzopf <;r. I). XI., 1.433 Im Englischen heisst to elf geradezu: da» Haarverfllzeu (vgl. Wustmann 19) (vgl. Alp-Kugelu, Flechte, Zopf). X. Der Alp (Aih) ist ferner auch ein mit der Mutter be- grabener Foetus o. Mole (s. d.) 1599; Had. Jim. 20« ; Klage \ 10 ; 1616 alblu der heermutter = mola, Mond* kalb, I». 365) oder das Alperkalb (Afterkalb) Schw. m „ein ungefonntei Btttck Fletocb, da» antenretlen

in der Harumtter wachst" 1629 . Alp Schmeller I, 64) Mondkalb >. d.): tjuod de foetu, nui »epelitur cum niiitre. tlnt alp, qui illudlt feminin Schmeller 1. c Hieber gehört auch der Kröten- Alp. krot-oll (in ll. 7. XIII, s. 176; - der Alp in der Gebärmutter (= Kröte, s. d.) Hiebei spielt der Alp sowohl die Holle eines Blutsaugers (s. d.), als auch die eines Wechselbälge (s. d.) durch Kinderaus- tausch veranlassenden Dämons XI. Der Alp (U'f/ ist es auch, der nach Hrimm D. M., I, 411; II, 1113) die Ylfheit, eine Seuche über allen Seuchen ( at Hauptseuche) „ein suht oballen suhlen" ischmeller I, r.7> als elbisches Ungeheuer oder Aas (fir. i>. M., 1, 433), wie der Schelm (s. Aas) veran- lasst; nach H.A. Rh. 122 ff. ist Alber, Elbst ein feuriges Drachenungeheuer. das Menschenopfer sich holt. XIL Der Alp oder Alpgeist blendet auch, drückt das Auge mit dem Finger aus etc.

'Simrock II. Ii. M. 436 [(. blind), „von den elbeti wird •Machen viel umneger maa", (Simrock ll. Ii. MT. HS}. (Allgäu. 1 XIII. Der reitende Alp befallt auch

Tiere, Pferde und Schweine: „qutdam erednat,

<liiod siityrl equltent porcos". Weun »ich ein Schwein aul der Alinwcide durch Walzen den Kucken begna- digt, so inu«s dicer arme Uerifieufel, der Alp. es ge- ritten haben .Schmener I, 64). Bei Pferden ist der Alp - Hintscb oder Hinsch (s. d.) - schweres Atmen, Keuchen (wie nach einem strengen Kitte durch dun Alp) (<.r \v IV. 2 lith U70i Milzbrand mit Lungen -Erscheinungen. Ver- I gleiche auch die übrigen Krankheitsdämonen: Trtide iober.1 , Alpmar, Mar (md.), Schelm, Wicbti-1, Männlein, Bettzairle, Billwiz, Toggeli, Strädl, Sträs^l(«ch»ei/.),Schrattol (oberd.), Druck- erle (idnräb.), l.etsel (elrtsn.), Trempe (trimk.i, Blecklein, l'ngchcuer etc. Die älpischen, (elb- ischen) Krankheiten kennzeichnen sich detn- nacb aln typisch (lanionistiscbe Krankheiten da- durch, dass sie wiedieschelmischciiKrankheiten

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albelu— alt.

(s. d)ez- wie intensiv ganz auffällige Erschein- ungen veranlassen ohne eigentliche, für die früheren Kulturepochen wenigstens, nachweis- bare gewöhnliche Krankheitsursachen; ähn- lich wie die Naturvölker ivgi. Bartels, die Medizin der Naturvölker ll) suchten die früheren Genera- tionen die Bedingungen zu solchen, heutzutage wohl meist „nervös" oder ,,infectiö8" bezeichne- ten Krankheiten (s. ü.) in dem Einflüsse von bos- haften, Dämonen (Mikroben, Parasiten), welche vom Menschen oder Tiere Besitz ergreifen u. so die Krankheit veranlassen Der Dämonen- Same irird hier wie öfters zum Krankheits- (Symptom-) Xamen. Das hohe Alter dieser Anschauung ergibt sich aus der Behandlungsweise, indem der Alp oder die Elben, wie alle Krankhoits- dämonen, in den Wald oder Busch zuruckge- bannt werden, woher sie gekommen sind Ho

»prechungen „contra alpes" s. Schmcllrr I, C4 u. Holt- mann , Mnn - Sehr. f. Schlesien 1829 II. 757. 758); I'rlurucii-Mittcl Alpkraul Hanf (Kupatorla, I). 213), Alprontc lAbroianum, I>. l\ Alpranke iSolanum dulca- in Hm. * Nachtschaden . Hunsch u. Hohlwon Hoffm. I, 3M . Dornum Wntikc 102; (ir. W.) Klsass). Wie ge- fürchtet lu Jenen früheren Kulturepuchen iler Alp war. erhellt aus «1er Wertschätzung <ler Regen Ihu er- \\ li-M-nen Hilfe, welche in den sieher uralten, schon Im Althochdeutschen auftretenden Personen Namen zum Ausdrucke gelaugt; so vor »Hein durch die schon bei Tacltu* vorkommende Albruna - Alpbczau herin ; ferner Alhugunda und Allihtld« Alphcknmpreriu ; Vlbcrada Ratertetteriti gegen den Alp; Alfsuinda He «chuell, geschwind mit der Hilfe gegen den Alp da ist . Alboald, Albwalt , Albwald - Alpbewtltiger; Albwar. Albwera = Alpwehr etc. etc. (Forstcmann, Alf- I

Personen Namen . ^ Adel, -Blast, -drucken,

•Dusel, -teuer, -Flecken,- Fuss, - Geschrei,- Kreuz. -Kugeln, Rasen, -Schuss, -Schwanz, -Stich, -Sucht, -Trötsch, -Trug, -Zopf.

albeln s. alpern.

Alber s Alb.

albern s. alpern.

Albernheit, f (n ahd. ala-war; nihd. al-wiere ohne Falsch; alber einfältig) ,,elne UattOBg der tielstesk rankheit" |7), „der erste t!rad der tieistes schwache 1807. Ackermann 20tt.<; „die ahd. und uihd. Formen gestatten einen < >f danken uu elbisches, thorirh- te« Weiten Alp) nicht <ir W

Alfs Alb.

all-, (er)- Hauptweh, -werteste.

allein, sie isst nicht allein, s. essen.

allerdings [17tt] es ist mir nicht allerdings nicht ganz wohl wie sonst alle Tage (Mauuscr. d

JUichsgrafeu v. Horwart

Alp, m., s. Alb.

Alpen, pl Alpen -Diesel, -Flechten, -Kropf, -Skorbut, -Stich

alpern (olpern) s. A)l> V.

alt, Altem, (s. Alter); der Alte Altmünn- chen, A elter lein (ndl. elterken), Altvater (s. d.) eine dämonistisch vom Volke aufgefasste Be- zeichnung fOr Katarrh mit Brustbeklemmung

Alter. 18

der Kinder (Alp- Druck der Kinder) (EUmolog. Mitt n l'. ls;>.: in. 23); die Alte nnns Podex (Or. W. I, 2C7J. efcfM-alt, uhd epanult J.ruff I, IMj

coaevua, penis, der gleichaltrige Genosse (s.d.), vergl. Sehwenterloin i.Seh melier I, 14; l.iebr. z V 14'.» jr(c)alt, uhd. gialta (Uralt 1, H>7 ; Schindler I, SMKt . B. galt durch Alter unfruchtbar, aus- gewachsen. — s/füi-alt ein vermutlich aus der Anntomia sacralis entnommener Ausdruck für : durch Alter verhärtet, z. B. am Herzen, an den Gelenken etc., so dass die Gewebe beim Durch- schneiden hart wie Stein empfunden werden. Uber-alt (U20 - decrepitus, v. HW. M.'ii -• abnorm alt, ganz hinfällig durch Alter. alt - lang- wierig, chronisch, unheilbar. Altheit Alter- tum, Seneetudo,Senectu8 ib. we. 527,. alt(eX«*)- Fieber, -Fluss, -Frost, -Gebresten, -Gelbsucht, -geschaffen, -Geschwüre, -Husten, -Kahle, -krank, -lahm, -Leberkrankheit, -Leute, -los, -Materie, -Milzsucht, -rise, -Sand, -Schaden, -Schädel, -Schelm, Schmerz, -schteach, -Sucht, -Sünden, -Vater, -Verkühlung, -Wacht, -Wassersucht, -Wehtage.

Alter, n. zu ronrerm. al aufwachsen, hervorbrin- gen, ahd.altar, mbd. alter; lüO»Wias Aller ist nichts dann eine Verwesung und Kruukheil [UlMT. 17) - wueclu*

ipee morbun (Cicero; die Zeit des HeranwacbsenB, die l^ebenszeit, die Zeit des Ahlebens. Bär- haftes Alter, ahd. in berehaftero altir ;iirall 1, 137i -mannbares Alter. Bebendes Alter, ahd. Um bibit altir «.raff i, 19-jj = Senectus decrepita, hohes Alter, in welchem der Körper durch Ab- nahme an Kraft zittert (Tremor senilis). Bogenrückiges Alter [Ift. Jahrh. boghriekig, bog-

ruckig, bogeuruekig ulier, l>. 168. 52C. 527) m das hohe Alter, in welchem die Wirbelsäule, die Trägerin des ganzen Stammes, eine Bogenkrümmung erführt (Sonectus decropita). Graues Alter = die Lebenszeit, in der die Kopfhaare schon grau zu werden und die Kräfte abzunehmen beginnen. Greisen - Alter = die winterliche Lebenszeit des Menschen (s. Winter). Grüne* Alter die Zeit, in der noch kräftiges Leben dem Menschen zugehört, bevor er zu altern, abzulegen beginnt, die sog. guten Jahre (5f> bin tJ5 Jahre) F. Uoffm. VII, 5). ii75C hohes Alter s eine an Jahren hoho Lebensstufe, wo der Körper auszuzehren beginnt (A, v. II. I, hsmi. Hunds- Alter (bei den Siebenbürger Sachsen, Ktymol. Min. aus Ungarn isu3 III, i\) = Paedatrophie (Darre) oder auch Älterlein, Alter (s. d. oben); das Kind, das wie ein alter Mann (s. d.) Hautrunzeln zeigt, bat dann nach dem dortigen Glauben Hunds- haare in den Magen bekommen; das Kind keucht und bellt wie ein Hündloin illundshuar mneor glaucui, Hehlbund [«. <i ], Schindler i, H2U; Wuiike US . Kindes- Alter - Kindheits-Zeiten von der Geburt bis zum vollendeten Längen- wachstum. — Kritisches Alter das Alter oder die Lebenszeit, in welcher infolge komplizierter oder latenter Krankheiten die normale Lebens- kruft gewissermassen zur entscheidenden Krisis auf Fortleben oder Tod des betr. Individuums gebracht wird; das Aufhören der Periode (Klimax) gilt besonders als eine solche kritische Lebensstufe (s. Stufenjahre), in welcher die

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14 Amaranthen— Auge.

Angel— Anthrax.

normal, d. h. durch das Alter veranlassten rfiekschreitenden Gewebsveränderungen durch gleichzeitige, sonstige pathologische Veränder- ungen eu rascheren lebensgefährlichen Pro- zessen sich entwickeln können. (igihi kntmnus Alter botrenruckiges Alter («r. w. V, MM). Lcbluiftrs Alter ■- grünes Alter. Mannes-, männliihen Alter - gestandenes Alter beim inünnlichen Geschlecht (2")— 60 Jahre) Ma- tronen-Alter ■ die Jahre oder Lebenszeit beim weiblichen Geschlecht, in der die Frau zur Ma- trone (b. d.) wird (Climactcrium\ (1529,1 ver- altert durch lang dauernde Veränderungen (Ankylose z. B.) unbrauchbar (Bronfels'. (l&sij zeitliches Alter an den Jungen - sog. Frühreife der heranwachsenden Jugend <Uoek 294). (16. Jahrh.j zunehmendes Alter = die Waehstum- periode im I-ebcn (Adoleacentia) im Gegensatze zum abnehmenden GreisenaltenD.n . Alters- Blödsinn, -Bogen, -Flecken, -Gebrechlichkeit, -Ge- bresten, -Schicäche, -Schwund, -Staar, Verzehr- ung, -Zrichen

Amaranthen, pl. = Blumen (s. d.) Menses

[1097; ür. W. II, MO).

Ameisen, n zu Amei.«e ahd. ä-meiza Abmcbv seter, Abschneidet (Kluge* Ii; 14. Jahrh. aim-ifen, Hoffin. I, 322; Schweiler I, 7 ! Ameisen verspüren, Jucken empfinden. Ameisen-ffiM/V«, - Warten.

Amerika, amerikanische Krankheit.

an-,diebetreffenden('oinpositionen mit dieser Vorsilbe s. beim folgenden Stammwort, z. B. Angesicht bei sehen, Angrifl'bei greifen 121*1 an werden - ohne, ledig, frei werden ;WeiiTcr 35 .

anan, ahd. (Graff I, 267) = rcsplrarc = ahanan (s. Ach}.

anchtzen HiH2; Zeiting, Vocab. gg») = kreissen bei der Geburt (ächzen).

And, Ant, m . Ande, f. altindog. an hauchen [WllnWif, SvlpOClj altnord. nnde Atem, tieist; ahd. nnandn; mini, ande Leid, «rhmer/.haft be!ii«tlgcndcs (Jetuhl Kluu'. \ 7: Hr. W I, 192. 308), 1. körper- lichen Weh [Schweiler i, »8), *. B. ant thnen an Gliedern, im Bauche: dagegen «ollte da.« AndWott

Frctenknat helfen (Srhvr. Ut). 2. geistiges Weh, speziell Sehwabeti) Sehnsuchtschmerz, z. B. mir thuts ant nach etwas ich habe heftige Sehnsucht, Andigkeit nach etwas. Ant- Fuss, -Trat.

Andack m. Krankheit»- Anfall (attaque)

(Pftnll 4C; 1'falzl.

anders (ändern), ludog. antero* der eine von zweien, aller; wkr. antara m rer>ehleden TOD; ahd. miliar, anderem; nihd. ander, ander«! Kluge*, 13). anders «ein in anderenUmständen, schwanger .sein il'aull 90;. Veränderung die Wechsel- jahre, klimax; Menopause, kritisches Alter. Stufenjanre (Goid*ebm 133). Ander -Mutter.

St. Andreas, der «ilchtpatron Kulturkahndii

ri um in 7. d. I> Oe. A. V. 1M9 & Sil), Sein Festtag lalll in dir Zeit der heidnischen Yorleier der Winter- sonnenwende. — Andre&s- Krankheit.

Ange f v. srhm tue Vexatio, beendende, mühevolle, belästigende Beschwerde; mhd anpe

Hn. n weh thun (I.exer G) ; mhd. nilelieh Angst erwerkend (l.cxer fil. Ang- Beeren-, -Nägele, -Satz, -Queiz (s. Kngerling). Angel, m. Indog. onk spitz «ein (»neu«) ; «rm.

ang-; ahd. nngul, Stachel, Spitze; mhd angil Thür angel (Klage*, 13). Hinter- Angel l-"."-! hindirer

angel, i»r. Ii, 12»; - der hintere Kieferwinkel, in dem der l'nterkiefer wie die ThQre am Angel sich bewegt.

Angen, pl (Sehw. m), 1 eine anginöse Krankheit der Schweine; Anginen Fauces ( Milzbrand-Angina). 2. mtl. angu«, anghio

anthrax, bubo intpiiui* nngueii, Hu Tauge V, Ms; VI 308 I, 251) tuher in lliqUlne ii:t99i.

Angge, f.. s. Anke.

AnglitZn. {liogner Mirakelbuch; Sehmeller I, 979)

Antlitz (s. d.).

Angst, f. urverwandt mit Int. angu«tiac ; ahd nngust l.V Jahr angebt anxia. I>. 39, Beengung, beengendor, quälender Schmerz. Brust-Angst

- Anxietas pulmonales, Beklemmiiugsgefnhl in- folge von BruBtkrankheiten. Fieber- Angst -FieberfroBt (Gr. W III, 1621 . GrtVtr-Angst

- Angor muliebris i<;r vv. v, 7ß0>. (17851 Herzens- AngSt Cardialgia (Thes. «an. Hrand (ilh Herz- klemme, Pracordial-Angst bei Herzkrankheiten.

Kopf- Angst - das Angstgefühl, vom Kopfe ausgehend (Dresdner Pfineher-Ausdruck In Angsb

Abendzeitung Nr. 132, 1894) Schwindel Platz- Angst I'latzschwindel (s d ). 7Wca-AngBt die Todesnot, die namentlich Herzkranke oft quitlt Feige ci. Angst - Diarrhte, -Fieber, •Gift, -Schweiss, - Tropfen.

Aniss (Aeriss) ;anry«», Sehmeller 1, «4»; II, 14« 1754 - Äres (s. d. u. Riss).

Anke, f Ankel, ro„ Hanke, f , Angge, f. viel-

leleht zu ««kr. anga «ilied; ahd. ankia f. enchn I

Sehenkel, Iteinr« ihre Kluge , 9u ; aneha, f. occlpnl iliraft I, MS; ür. W. III, 4851; aneha], in. Enkel, Knöchel Kluge5, 89 ; mhd, onke. m Helenll am POM, (Jenlek. Nacken ; fl71«, honke Hüfte. Behenkcl beim I»fer«le, bei dem nirh wohl eine altererhte Kebea- form mit vorge«rhobeium Ii <ir W. IV, 2. 4.V.) langer forterhielt, (Sehwaben , Mittelrhein, Kranken, Pfalz Anke, Ankel Nacken •ür.W. 1, 378 , Huck«'. ..Schwierig isl da« VerbUtlÜI von Ankal, Enkel zu Anke" ;Kluge*, 901; 1. =Schenkel, Beinröhre; 2.- Fuss- gelenk (Knkel); 3. = Genick, Nacken, Hinter- Haupt; 4. = die beiden Seitenteile (Hanken) der sog. Kruppe beim Pferde, der ganze Pferde- hinterleib (Mayer 80; Herb»t 11). Hals- Angge, f. = Hals, Nacken. Heil-Ankß, Hackel- Allke f ahd. |7. Jahrh i hailancha (Rah. Maur 04)

CMClpUt (Oraff IV. R80; (Jr. W. I, 376 hahilancha, iiack.ianke. occlput (D. 392, -Gelenkanke, Nacken, ilinteihaupt (ob nicht etwa der Begriff Knge unterm Hirnschädel, vorliegt?)

Anker (Enker) m. Processus coraeoideus scapulae(Schulausdnick fürhacken-oderanker- förmiger Knochenfortsatz) (Hyrtl, K. W. 43).

Ant s. And.

Anthrax, m i-Jehulau«dnick: ä^tt% ^ Kohle (earbo, prima), die glühende oder schwarze Kohle,

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Anticht— Apfel.

Apostem.

15

Kohl. nlN ulc , Hrundbculc Krüns, K. Ms: Narfur>i, Atcuhi tand der Araber ; «hnrbon der l'rovcncalen ; Mniuiit. peatllii iii.|«iinu bnbo; anthto, ungucti, Imuwa \Du i'ange; Pr. I, fiS] jeden mit Haut- rote, brennendem Schmerze und schwarzem brandigen Gewebszerfälle eiuhergehende Ben- lengeschwftr, tumeur brülante (s. Karbunkel):

I. Milzbrand- Heule, Pustula maligna iUu Cange 1. »H; Kosenb HO; bibl. Med. 4:»;. 2. brandige I^eistenbeule bei Pest, .Syphilis etc., rurhumulus. genus ulccri«, iiposlcimi In peile; entrue im rata des genitoire* boubon venerlcn liriss. 393 J.

3. der Schanker (s. d.) als Geschwür mit pbacedunischem Charakter [Pr. I, 03), daher aueb

vulv» (Krau«, K. W), 4. - Erysipelas gan- graenosum, Brandrose. Gaumen- Anthrax - kankkorn («. d.) im Maule der Schweine <;i. Hdb. Hl, 470 . Halt- Anthrax Rankkorn an der Hnlskehle des Schweines (Zipp. 070i. Kopf- Anthrax = Milzbrandbeule an den Ohrdrrtsen des Schweinskopfes (Zlpp. 073). Maul- Anthrax

- Gaumen-Anthrax. (is22' vagierender An- thrax - senchenhafter Milzbrand (s. Angen) iKc»ei i:u) Anthrax- Seuche.

Anticht s. Andigkeit.

Antlitz, n . vorjrcrm.wlid ; Renn, will; golh. will», ■will, nulluni. spat nhd. nntliUi ; nihil. 1200 antluze, tntlitzc; mnd antlat, antlact Kluge*. 15. Mug. Harth seh. Pfeiffer 80) - Angesicht als Entgegenspilben- des, Kntgegenschauendes (anda-ludi). (1814) Hipjtokrates- Antlitz Facies hippokratica, der totenähnliche GesichUtausdrack, wie ihn das Buch des Hippokrates „die Vorhersehungen" il6o 370 a. i hr.' schildert: „die Na*e Ist spitzte, die Augen liegen lief Im Kopf, die Schlafen sind einge- fallen: die Ohren kalt und zu*ammcngezogcn . da«

Ohrläppchen vorgelegen, dteSttrabml hurt, gespannt

und trocken, die Farbe de* ganzen ücslehtcs bleich <m|it Muti «< hu urz. Brau oder bleifarben'' ;<irnithulsen,

II. 1 >pokrnl< Schrillen S. 237 1 da» »ieslcht eine* Ster- benden «der Im GOllapS Betlndlichen. (1743] kupfe- richte» Antlitz Acnerosacea (Zw. 92, (s. Kupfer).

ii M2i laut er Antlitz («r.w. v.aso] vom Aus- satze freie« Gesicht. (IW7 terschtcollenes Ant- litz Hort au.) -GesichtsBeh wellung in die Breite.

- Antlitz Bleiche, -Flecken, - Wandel.

8t. Anton. St Antons-Feuer,-Krankheit, -Pia;}, ■Räch. C\wr St. Anlon ». Kulturkateadarlua In Zeit- schrift I) Oe. A. V. 1893 H. 1S»I.

Apern, pL 1. s. Aeber. 2 . Augen&pern Tln.i, Augenbrauen ^iiintuerdisj Augenftbern

Augenwimper [dchnriler I, Ii), „ein»? Vertun- imluiig von Aug,en brä. w ie Wimpel aus wint-bra" Mi», I. c).

Apfel, m ah.i apfui Augapfel [Klua«*, Ifi , nn.ii.

•pfot . pupUla (II. Z. XVI. 24. 08. 70); «1091) apffel IIa»! Jun. 2.'», pupilln ( uchwarzer Augapfel) ; dem- nach wie der Augapfel \». d ], Hyrtl, K. W. 93,

1 Globus oculi, s. Augapfel (als Ganzes).

2 =< Pupilla (der Teil desselben) 8. die runde weibliche Brust. 4. - die runden Wau- den. — 5 miti pomum Erhabenheit d. mensch- lichen Korpers Kluge5, 4). Adams- Apfel Pomum Adami, poauM d'Adam : Adam auruii

avale de traver» et lu pomtue sc scrrail arretee eu rollte"

(Bris», ci) (s Griebs), der in der Mitte des Halses der Männer (Adamssöhne) starker als bei den Töchtern der Eva vorspringende Teil des be- weglichen Kehlkopfes (K. a. 2 67; Kluge*, i). Aua(en) -Apfel, nhd. ungaphul Uran* I. 1231, oug- iiphul (lirah* I, 171 pupilln, AiiKiipfel i.globtis oculi.1; (1304 aug-opfel pupilln, 1> 173; 11 Jahrh, ougnphel orbis [oculi], Voc, opt W. 10; 1470 angapbel arles, «im* oceUi, P.0; I4a2 auzapllel puptüa, Zcalaa.Voe. ; 1618 Auitnpfel pupilla. II. v. Oertd. j 1742, 1701 Aug- upfel pupilln, Zw, iso; l. eh. 71), 1. - der in der Augenhohle liegende kugelförmige Bulbus oculi. 2. - das schwarze Sehloch, die Pupille; der Augapfel nimmt ab - Phthisis bulbi; er fallt heraus - Prominentia bulbi (Exophthalmus). Aug&pfol- Abnehmen, - Vorfall. .Bae&ftt-Apfel

15. Jahrh. backapffel gena, mala [maxilla], 1). 2.VJ die runden Pausbacken. Frauen - Apfel Frauenbrust, Mamma, rund wie ein Apfel (<;r. w. IV, 1. Ol Gmnnt- Apfel tiinlnm paoUrUIB der Amhlsten, Avwn Hlute «plubluttriij int wieeine Schwert -pit/e, daher Proccfii« ensiformis sterni (Hyrtl. K. w. 04 firA/-Apfel ;Alhruu; - ein Schimpf- wort fOr einen mit endemischem Kehl kröpf Behafteten (iiiriiticer Ii. l-j. L»V6e«-Äpfel Poma amoris, Ipb amourettes, Hoden (Krau», E. H34; Brii«< oo iC27j /i".^ Apfel Rossballeu. der apfelrunde Pferdekot (- Zirk) <ir W VIII. r-W) Schwarzer Apfel [Cb. v. .Srhtn. 480) = Aug- apfel 2 Apfel- /Itt^r, -Bein, -Kinn, - Wange

Apostem, n. (Apostein, Pesten;, Abbeste,

Posten) i 10. m Jnhrh apoatetnutu pu«tulne nnl^. verrinne, fttdos aleohl de* Albucaii« Kcbtwarzeii, Pr. 1. 901 i 12 Jnhrh puMema. Pteifler II; 1304 n|K>. stemu l'est KnrbunkelCeschwur, Du fange I, :tlis. lfii Jahrh. apo-lein, Bchmeller I. 204. sub Bwkn Auge ;

16, Jahrh ein (a)postcn, 11 Z. XN. 24; 1524 »Iura mala npoMtematn ijuae vulgure gummntn appellimt, Pr. II, 00. 177; 1551 iiestcule, Hock 'J5. 101; 1615 Apostetna - ein zeitige»! (tvuebwür, Coler, II. A. 251; 1609 apostem - ein Karbunkel innerlich an der Klppeiihaut .lixuud Ptevr.), v. M. II, 6h; 1725 apostetna, f. In einer Quncknalber- Reklame, «irlinger, Sitten II, 4;t0). Apostema etwas, was abgestanden ist, namentlich in Höhlen abgeschlossene Eiteransammlung. l>ns Wort lit aus den McdUlnschuW'ii schon früh In den Volküiiiund gernten , wo es lautlich zurecht gekuut wurde, so da«* es heute lautet: Aposteln (Bayern), AbbvMe (Schwaben) ; tnuis. aposlhumes (Buck lt; Bris« so), worunter nicht bluss 1. die mit Eiter ge- füllte Abscess - Geschwulst verstanden wird, sondern auch 2. das Empyema (Eiterbrust) = Collectio puris in pulmonia \Uu lange in, 201,, 3. auch Drüsen-Abscess unter der Achsel und Iveistengegend (Bubo) j-r. II, 21,, 4. die Feig- warze, welche eitrig secerniert, sowie 5. Hy lro- tborax und Hydropericardium Brustwassor- sucht; heutzutage bezieht sich aber das Apostem (stricte sie dictum) immer nur auf die Brust und Brustgegend, zum Unterschiede von anderen Apostemarten. apostemieren - in ein eitriges Gesehwar übergeben [llrutü *. (1742) J/7/<rs-Ap08tem, 1. Pustulae ani des Arabers Alhucasis - Keigwarzen, Condvlomata in ano. 2. - Ulcus s. Absceasus ani (Vr. 1, 261; Zw. los)

16 St. Apollinaris— Arbe.

(1539) blutig? Aposteme mit blutigem Kitor gefül Itcr A bsces* i Brun f. ). Brust- Apostem 1 1 Inn . ww.) Pleuritis(exHud).— Cholerischf Aposteme aus cholerischer Natur (s. d.) veranlasstes Eitergeschwür. Ersticktes Aposteln Asthma mit Erstickungs-Angst. Gehirn -Aposteme, vermutlich = Gehirn- Gumma (Sehmellor [, 1166, mmnir). 1529) Ge»Mrtc/it-Apo8tem - syphili- tische Rn honen, Pestbubonen (Brunf.). (le.Jahrh.) harte Aposteme, = 1. noch nicht erweichter Abscess, 2. Scirrhus non exulcerans, Krebs. Aposteme, Kiterherd akut entzündlichen Charakters. ;i529> kalte Aposteme = kalter Ahse es s Brunf i;.2<» JMuVn- ApOBtem - Cy- nanche, Croup, Angina Hmnf\ Z,<*er-Apo- stem fzw. s:\iu = Tumor (abscessus), (gumma) hepatis (Lebergeschwftr). ig. Jahrh ) Lungen- Apo stem - Lungen -Abscess, Empyema A/tfc- Apostem Milz-Abscess. ATagen-Apo- stem Nasenpolyp, Nasenkrebs, Highmors- hidilen-Empyem. O/tmt-Aposteme (hinter den Ohren) - Anthrax, Pestdrüse. - (l«87)£ntol- Apostem pleuritisches Empyem in der Brust- seite akoor. W2\ 1477 Wangen- Apostem Parulis, Zahngeschwftr i<>rt"lf\ 11529: wütende Aposteme Pest -Karbunkel mit Fieberdeli- rium [Brunf.). Zageis- Apostem (Schnellet i,

ll.Vi, *tit> hir' apostemn virirac »I«'« Arabers Mi"<iil (+ ioi". - Condylomata, eiternde Feigwarzen, Acrochordines (s. weiche Warzen) (Pr. i, 265), Vergl. auch Bockstern /'Umbildung aus apo- steinV). Apostem- Berstung.

St. Apollinaris, lest] St. Appollinaris (seil. Krankheit; (Pries 72) ^ Analepsie - «.Hinmacht mit „Vergieht" (- Convulsionen) (Hysterie?). „Ehe da»« der Mensch füllt . so lieflndet er ein Sagen de* Maiten» uii'1 Sausen der Ohren uml unwillct gc- mcinlelichc n , so it fiilll. l"r«arlii' i»t etliche biise Materie, welche sieh hüll in den Adern uml Nerven des Mutten», reicht über sieh Ins Haupt und verstopft eine Zellen de» Hirn»" (Frie» Lp,1.- St. ApolUnariS- Krankheit.

Appetit, m. [1488) apctltom (Zeitung: <;a«thaus 1894); imrli Kluge*, i«' aus dem trnni appetlt ; dies ans dem tat. «ppetitus durch die Schiilmedlzin des 10. Jahrhundert* entnommen Verlangen nach, <Mler Gelüste Is. d.) zum Essen (s. Hunger). (1682) Blodigkeit des Appetits - schlechter Ap- petit .Fries ioi). (16. Jahrb.: hündischer Appetit 1882; l ries 103; 1G45; Coler, H. A. iw>>, Übersetzung von Farnes canina Hunds-Hunger (s. Hunger), ..wenn die Itpjrlerde zur Speise In unnatürliche Wesen verkehrt ist, zu gleicher Weise als ein Hund für and für hat Lust zu essen, mehr dann er verdauen kann"; [IMS] Heisshunger (Rvland); (17. Jahrh j Eonicerus. lönj der schnelle Appetit - Bolis- IllllS fFries 104:, „ein Huneor aller Glieder, ausge- nommen des Magens, der ille Leere anderer Glieder nicht befindet, obwohl er seihst erfüllt ist". Un-

appetit iBiiyern Appetitlosigkeit. (15*-*) ver- lorener Appetit (Or.W. VI, 1717' verschwundene Esslust. ir.i;. wölfischer Appetit hündischer Appetit. Wolfshunger (Coler, H, K. 180). Arabien, arabischer Aussatz.

Arbe, n. [H82 arbe, Zen. Voc' stipinn, Ma.«en ; zur germanischen Würze! arbh - erben; ahd. arbl ;

Arbeit— Arm.

mini ertK', demnach Erbzeichen, Erbmal, Mutter- mal. ( Die gemaserten und gezeichneten Marmor- kugeln heisaen Arbel)Schiucllerl,i:r7),(vgl. Erbe).

Arbeit, f zu vnrgerm. nrbho ( Knecht] und hl ( Thatt; daraus: golh. arbuip« ; ahd aralM'it ; mhd. arehelt; germanische Grundbedeutung mühseliges Werk (Kluge*, 16' lahor purturientium, mol,~tia Kniff I, 107), die höchste Anstrengung iGralT I. 511 , tnrli seliges Werk. Kindsnot (Lexcr Bl ; ndl. arbeydt, tu. Wehen, «iehurt (He fock 61), 1. (1599! die Arbeit

= (Rheumatismus art. acut?) Verlieht (Epilep- sie, Eclampsia). 2. die Arbeit (Schwaben) «die innerlichen stillen Gichter der Kinder, Gefraiscli (Convulsiones) [Schweiler 1.188, Register tnfa Arbeit .

3. die Arbeil in alleren «ieseUen, franz le travall,

itriss. 3is) - der Akt de« Gebarens (s. Kindes- Arbeit) 4. physiologische Funktion, z. B. der Magen arbeitet nicht, ist nicht thtttig. (ist.v Qeburt8- Arbeiten [Müller, Krautert.neh st) GebUr-

Akt; mhd. Kindes Arbeit parturientium labnr diraff I, Ml) (icbtirtswehcu <ir W. IV, 1. 1907; V, 755: ; .1501, l&ssi Kludes-Arbett Geburt« - Arbeit.

(15. Jahrh i in Todesnuten arbeiten - agonizare (D. 19) mit dem Tode ringen. St. Yalentins- Arbeit = Vergicht (Epilepsie) als schwer«? Krankheit (s. d.) (Wackcm Abhdlg. III, HM). 11787 ZoAn- Arbeit - Dentitio, die Zahnungs- periode iVoRci Ii, 155). arbeiten, 1 = gebaren

schmeiicr I, 196); zum Kinde arbeiten (<">r. w. v, 7091. in Arbeiten gen der Kinder <;r. w. v, 7o»i gobiiren, in Kindesnot arheiton |Or. w. v, 7oo longo tractu parire. 2. funktionieren in physiologischer Weise. - Arbeiter- Krankheit.

Aren, f. (Tirol) Kopfausschlag kleiner Kin- der, Kratze, Crusta lactea isehmeller I, 13s) A(n)r(a)ch- Airach (s. d.)

Arkel, m. mnd. arkel (Mig. Barth. 103at der Zirkel, Rogen (arcus) des Urinsedimentes im Uringlase (s. Zirkel).

Ann, m. (Arml, Irmel), s»kr irnnü Kiugv«, u. 13.

7:t. XIII); Roth, arms; ahd. aram; mhd arm (Kluife 4. 171 urverwandt mit tat. armus ss Vorderbug, obendor Teil de« Oberarms ; Ärmel (demin.) , ahd. arinllo Kluse 731. 1. f7. » .tnhrh arm brachia [plur.]; Ca». iloss. Diez 9H; 8. Jahrh. arame brochlo, Kero 71; 9. Jahrh. iirm brachluin, Hab. Muur. 61.1 = Arm dee

Menschen. 2. = Vorderschenkel des Pferdes von der Schulter zum Knie (r,r w. I, 552 3. = Schulterblatt von Opfertieren (bei Luther) (Gr. w I. 552 4. - Vorderfüsse oder Vorderbeine des Bären (Waidmannsprache) (Or. w. iv, l. 1000 .

Htnrcr-Arm II Jahrh. hinderarm = lacertus, Voc. opt.w. Ii, tßso) Hinter- Arm Lacertus = Ober- arm, im Gegensatz zum Vorderarm (- Ulna) (fir. w. iv, 2, ii9s (Isis) Klein-Arm „zwischen Ellenbogen und der Hand" a Vorderarm (H. v. (iersd., Feldarznetburb 9ii ; reberselzunp des brachlum paniim der Arabistcp, Hyrt), K. W. 91). Krumm- Arm lls2 krumparm. D. 34; aneus curvus1, ge- krümmter Arm (durch Fraktur, Knochener- weichungoder Kontraktur). 1713: Unter-Arm = Vorder» Ann, Ellenbogen (Leveiinpr 3s; itibi Medikus 26it. _ (1483) PWer-Ann Ulna (Zenn.

[ Voc. mm 3) = (1880 forterarm JG. W. IV, 2. U96). Zitternder Arm 15 Jahrh zittern arm - ituplda

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arm Arsch.

Art «raten.

17

hrarhla, D. SS* durch Altersschwache oder l^ahmung zitternd bewegter Arm des Mensrhen.

Atta-Ader, -Beuge, -Bros«, -Bug, -Fleisch,

- Grube, -lahm, -Mäuslein, -Ruf, -Rohre, -Schmalz. -Seil, -Spindel.

arm, 6/u/arm Mangel an Blut habend. arme» Franzosen, -Gicht, -Leute, -Rippen.

Armee, f Armee- Krankheiten.

Armut, f. ntnl. wiiiiiimti uns dem [noth.l armoth*

KHiKi-''. IT); Hill«], animot Kiitbehruiig, Munirtl. /««/armut Verminderung der Uesamtbhit- inenge, Uligaemia vera. oder nur einzelner Hlntbi-Htandteile -Oligaemia serosa, sicca etc.

Samuel 100). Angeborene /Ztrnarmut Bavaria iv, t. 2iij = Idiotismus, Blödsinn , von der mangelhaften Gehirnanlage, von Gebart aus.

Arroee, f. Diarrhoe (s.d.) liiu*tr. M.-lIcfte,

1S95 Apr. 1Ü0.I.

Arsch, m. ein über da^ lierman lache hinaus- re lrheude» Wort . Kenn ar>a-z au* orsn-s, urverwandt mit fyy>; <>r«i>« Steißbein . Itnrz. l Kluge*. I*; tthd. »r» ; mild. «rr>«. arwz, ures, ers, eers, Hill arsch |

ruh» !• iflgi lergum, nun Du fange II, 663);

jahrh. am butw, i). HS; ISO} Mti, ur- Ingnina, D 29«;, 1. - Anus (s. auch lat. Kunst), After und Aflergegend. 2. = das stumpfe Knde des Huhner-Eies. 1120 Bklc-Aisch, odd. blckars, liii ke 1> . blekarct bubo, Intertrigo, aiius l>, s:i j oi.ienbg bick-eers <.oid«. ■lim. i.v. , i.jo: bickars- intertrigo l>, :w>. «;r. \v. i, isnv, 1. ein After, der ilurrh Frattsein ( Wolf, Intertrigo) oder durch die Sekretion von Feigwarzen (r'eucht- warzen) klebrig ist, pickt, wie Pech; da meist Feigwarzen mit Bubonen verbunden sind, so ist 2 Bickarsch auch Bubo (syphiliticus) com oondyl. ani; dagegen sollte die niekbeere, si. Jukob* beere.' iiiaubocrv hellen. Bleck (Blick)- Arsch, b]eekar*ch i.raf I, LXHI. ; bUckaer», Ii. 303;

<.r. W, I. aeu ~ Intertrigo, fratt sein, wobei die wunde Haut hervorblickt (<ir. w. II, IV). Breit- Arsch 'ir. w. i. Dnnn- Arsch <;r. \v. i, M4\ Dürr- Arsch isrhmeihr l. l is . Fick- Arsch s. Fickardskrankheit, mit Fei«warzen besetzter After itis hohl- arschig Mu». l.n.i. m bei Kflbm Hühnerarseh (s. d .). Huhner- Arsch, 1. (iesäss mit stumpf hervorragendem Steissbein, wie der Hühnerbürzel, und mit tiefer ausgehöhlter Arschgrube (s. d.i. 2. Mit letzterem wird verglichen das Kotzgesrhwür beim Pferde mit umgestülpten zackigen Bän- dern ztpp. :«'... - Raul-, (Keul-) Arsch - Hühner- Arsch mit kugelförmig hervorragen- dem Steisse (Börzel) Krunkel) ; (ir. w. v. 319,. Kipp-AlSCh 12. II. Jahrh. klpars bubo in ODO qaun qata ambtilat In cul ore, |l. CtK; i:uo kipnr-, Sehte- «i'-n ; 1 i:t2 k> pur«, Hävern | 1488 kippax» 1>iiIm>. D. 83;

1301 kipimr», Leipzig, Mittel- und NIeder-Kbctnj, 1. ss eingekippter Arsch (Kipp ictus, collisio), Inter- trigo (Wolf, fratt sein); franz. lea partie-. du tcftt-

uienl w gereent on „*c coupent" ,Hri*v 210, Morbus vel Detritio pellis (in ano). 2. [1SM klpam bubo, inlirmiia.» qiiue generutur In ano «aiuin uul* ambulat In calure, HufTmann I, ::7y. - Feigwarzi-n mit Iutertrigo ani und Bubonen (Syphilis). AU

Heilmittel dugegeii wurde von den Madrhen eine Art von AptelNdbe fpomata] in Holland gebraucht; hal.el.al i|IMN)Ue ipsa virgo uleiis .pioddam, rni n iueilil cun*a Kitperponi solelnint ineisione» pomonim qid ilieimtur melier« MeUarseh Hn rann« V :!T'J IT <•• w \" 7SI>. LoAm-Arsch (Bayern, Schwaben; Uuck 17; s<hmeiier i, 1170.', ursprilnglich wohl einer, bei dem der Stuhlgang wegen Lähmungsschwache leicht abgeht, der infolge dessen nur langsam sich vorwärts bewegen kann. Metz- Arsch s. Kipparsch 2. AVirA-Arsch i»wn- einer mit anus nudus [Ur. w vn, 21::;. y?/a/f-Arsch einer, der magere, platte Arschbacken hatfiir.w. MI, IM»). 5i7z-Arsch die (lesitss-Muskeln (Olutaei) llvrtl, k. \v. i.'.i. Bei den Mecklenburger Bauern >*. z. <l. V. I. v. K., lsm iui) ist der Arsch (n'ors) die Statte besonderer Lebcnsausseruni;; ist er zugeschnappt, so hat das lieben sein Knde; sind die Augen noch weit von ihm ent- fernt, so ist's mit dem Kranken noch nicht zu Ende. Beim Pferde ist die Bewegung des Afters ein gewisses Lebenszeichen, das auf den Men- 1 sehen übertragen ist. Arsch- Backen -Ballen, ! -Bein,-Bei*seH, -Blätter, -Bühel, -Bürzel, -Darm, - Finger, - Gat , - Geicächs, - Graben, -Halde, -J uckrn, -Karm(- Kerben), -Kitzel, -Klaff, -Kringe, -Loch, -Marter, -Naht, -Papen, -Quetether, -Rute, •Schwämme, -Spleitse, - Wang, - Warzen, - Weh- tum, -Wucher, -Wolf, - Wolfreiter, -Zwang.

Art, f. ein erst nihil. In «lieser BeileumiiK aul- tretemlew Wort, «lax vielleicht mit lat. an* artiuni/ zu samuienlmnift Kinne \ is angeborene Eigentüm- tümlichkeit, Natur, Beschaffenheit. Species. ^iwarran^ .is. Juhrh ,) (sich) ausärteln aus der Art schlugen; die Abweichung von der Norm oder regelmässigen Krankheitsform (s. verlarvt) (WusUnann 29). (Ml«; blatterische Art syphi- litische Art o. Form einer Krankheit (i'nracetsu*, Haeser I, 404j (s. Blattern). bösartig - eine schlimme Beschaffenheit habend. franzö- sische Art 1C1S fruntzoesioeli art, Parnrelfu«, Vr. II, 73, a blatterische Art; durch die syphilitische Skle- rose den Charakter der Franzosen (Lues venerea o. Blattern, s. d.) tragend. ^u/artig nicht bosartiir Afi^artuiig Abart <;r. w. vi, SSW ; 17. juhrh.,1 unartige Geburten [Ur, \v, IV, 1. 1003; V, 3üi) - unnatürliche Geburten, Abortus, Miß- geburt; mhd. tinartlc Im .Mirtiu I.exer 2»»;.

arzten (arznen, Arzt). Nach iMetet Kuhn.

Zeit«rhr. V, 21 ff.,1 hatte iler inilot-ernialltacbc Ar/l den

Begri> du ik-Kelmonm: i.bhuhay . der dunrh Zauberei, d. h. durch Beschwörungen, Zauberformeln («. Laxner; hellt; yöjravld !.IIeilnilUelhe*itzer , jätlku Itesehivorer . ubhieurin hoser Zauberer, der durch inrautatio he rufen, besrhreien.l heilt (vrI, auch luppen . I ii»^ <l> ? arztliehe l>ien>t uueh bei tlen In«loi;erinunen an« dein Kulte hcrvonrinif, xeiitt die WorlerKruppe ..heil" in den ventehieilenen Äolen de» indoKermanisrhen Stammes, „die reiche BegtlflffelbC von Opfer, Heiniirnn«, Sühne Seceii, Zaulier und Heilung" il. cod. W: . nach der Kleiehen Quelle 1. r. Uli ivrtre der wahre Sinn von l(ITBOC(AtStJ AuslreilH-r der Krankheit. Naeh llouehi- liet l.e« etals priinilil- w «re W^fi^ (ivT(f>) arracheur de lleehe«, wofür im nhd. kein Blelehbe.lentende« Wort zu finden l«t '«. < lode n. Los . In der rOanzenkuude hatte

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Asche— Astbma.

Atlieia.

der germaniM- he Ar/t -. Laxner) einen Vorläufer Mi dem „wilden Wellie", da* die Hüterin des Wissen* uihI Spenderin ärztlicher Hilfe war s< il t rzeiten (Wien. Med. Woeheti*ehr. lsy,"i 51 52; nach ili-r Kudrun 52». :t „dax Wate arr.At warn von einem wilden wibe"); sonstige Suezial-Kolleffeu halle derselbe am i.axncr, I.achner, Betchreler, Heniler, liabdcrer, l'luostercr in. I.«.« . 'iode, Zauberer, Ilnrki'r, llinwr, Alplierater, Kunen-Werfer. Arzt: frank, mittcll. arch iatcr Krzarzt (apxi-tafp&C Krau» K. 120, an iätcr Kluge* l'J, dazu die AlileltuiiK ahd. ei/inen heilen ; andnjan antuen, heilen, <;r»fT I, 477: ffa-arzeinni ärztlich behandeln, lirafT, 1. end;

MM Matten; i:>. Jahrh. arczdydcn i>. ie:i; curare, einen Kranken mit Kurmitteln behandeln. Er arztet, er lässt arznen ist krank am Arzte liegen; (n.n er versuchte viel mit Ärzten und Badern (Si. Uennn-Mirakelbuch: ; ;iöll> über 30 Bader hatten an ihm gearztet (l. cod. ; vgl. Doktor und Lnehner Arzt Finger. Ar zney- Krankheit

Asche, f. In der Asche liegen - im Wochen- bette, in der Reinigung Bich belinden, wie Wäsche, die in der Aschenlauge (s. Salt) Hegt

«. d. Verf. Banin- u. Waldkull S. 111, Ann. J).

Ascherschrimpf s. schrimpfen.

Aser, in. (Tirol, permagnae mammae (s. Schweizerkuh), die wie ein Aser ( Esshänge- sack) herunterhängen; mhd. e«cr S|ici«cMick zum ['mhiiugcli illintner, S. 1J»; So hui. I, 155,<.

Asien, asiatische Cholera.

Assel, m. (Axel), eine dbüektiaehe Nebenfomi m

Auel, das zum urgermanj»<-heii Stammwort at , alt eswenuehort i Kluse l'.". Ähnlich wie die Mitesser (s. ds.) als WOrmer gedacht werden, so stellte man sich den Assel als koboldischen Wurm im Finger vor (loi.v ante) Nagclfiiuluuff, iianaritium [t'oler, II. A. 144; 8ehmeller, I, 167J (confer. Nassel und Mauche). Assel-/; n >, -Wurm.

Ast, (ASS), III. indriff. »»(in; vorgerui. oxdo»; Kenn. a*tnz: nhd. a-t ; mild, ast Knoten. Knorren, Zweig

Kinne*, so), I. - Eiterbeule (zu EIm t. d.] Mebmeller i. IM; entstellte« Wort 2. - Buckel, Auswuchs, ähnlich dem Baumknorren, z. B. sich einen Ast lachen, den Buckel voll lachen (Wöstmann 30; Schräder 371} ; (Schelmcnbein). 8. Ast Neben- zweig eines Blutgefässes. (I7fi Augen-As% Nervus opticus als Zweig, der vom Auge abgeht

L eli .V.» ßidtf-astig mnd ghlchlastich Man.

Harth, wia) durch Gichtauswüchse , Gelenk- tinscb wellungen nach fieberhafter Gliederkrank- beit wie ein knorriger Ast verbildet. tis. Jahrb.] Luftrohren-A&t Bronchus (UaU-li; (HyrtI, K. w. iot . „Velten-Ast Ast 3. Ast-A'nocAm.

Astel s. Assel.

Aster, astralische Krankheit.

Asthma 0 (Asma) «u* dem Kriech 'x?\ru.<x ('In» wehen Anhauch, Atem' der Mcdlzln-clmlen i»|iado iiii-P<M rniicu^ qHwm mptatSonbi um hma < dsi et

Arctaci «eil dein lel. Jahrhundert in den VolU-uimid utIuiil'I . und iinfliillikrer Weise nicht verstümmelt ; I.V.' ; ,,.\«tl in« « iiiiii Kinei kelni l.nfl Iis*» \\ min ein* •-iiliiit und keucht und kann nicht Atem genüg haben" >< o)cr Hau«ai>oihcke is'j.i. Die ältere Medizin ver- stand darunter nur Atemnot, welcher Begriff

auch heute noch im Volke vorherrschend ist (s. keuchender Siechlag), oder beschleunigte Atmung, sei es durch Krankheit (krankhaftes Asthma)oder durch vermehrte Körperbewegung

Auch in den Niederlanden (De Cook IM, 155 ist Asthma uanzvolkubllch; auch franz. raMhme.l'asiiie Itrt«« 195 .

l»7'.i Berg- Asthma Schmitt, .luhrli Ksn, ImT. Hand

8. '£to eine beim Bergsteigen durch die Muskel- anstrengung unter relativ niedrigerem Lufl- druck, wie er auf hoben Bergen vorhanden ist, veranlasste Dyspnoe (IJeblg . dich/- Asthma

Herzsperre (b.), Angina pectoris; Atembe- schwerde infolge von trichtischer Komplikation am Herzen. Herz- Asthma Schweratmigkeit infolge von Herzkrankheit (Kmu« K. it»i). Beu- Asthma eine Form Astbma, die durch den Blutenstaub gewisser Gräser veranlasst wird = Heufieber (s.d.), eine Idiosynkrasie. (X. Hdb. IV, 2. 255;. Ä'ramjj/'-Asthma ein Asthma mit krampfhaften Erscheinungen, Asthma spas- modicum. in7.v krankhafte Asthma (pl.)

1. Mniler, Kratitmbnen H7 ~ durch Krankheit ver- anlasstes oder mit stärkerer Gesundheitsstörung einhergehendes Asthma (s. o.) umi Schleim- ii>7.. schleimiges Asthma (Sobernh. ci; Muiu-r, Kniuterii mit starker Schleimsekretion ein- hergehendee Asthma (vgl. ntembrüchig).

Atem, m. (Athem, Othem) zu Indogenn. etmon Hauen; nkr. At mau; nhd. Alma; mhd. Item, und

(eine dialektische Nelienforinj odetn i Kluge*, 20', «den

inso; Ii. Folu; II. z. VIII, 6M; 1. - Einziehung und Ausstossung der Luft durch die Luftwege.

2. - diese Luft selbst (Heyne i, i52> der Atem wird geschöpft, geholt wie aus einem Kobrgange. After- Atmen das bei jedem Atemzuge abge- magerter Pferde sichtbare Hin- und Hergleiten der Aftermttndung iglpii loa;. Ausser Atem

Dyspnoe, Asthma = ausserhalb des Normalen atmen, überaus stark atmen. i i v.i fn^e»'Atem iHoek r.7 -eine Dyspnoe gleichsam infolge von Verengerung der Luftwege (Orthopnoea) (Zw. IM).

crnZ-atmen des AtemB berauben, ersticken,

er-atmen aus der Tiefe der Brust den Atem beraufbringen. Heisser Atem Hufeland 40; = Dyspnoe mit Hitzegefühl. Hinter den Atem kommen - ausser Atem kommen (Schindler i, n77 ■ub Raffen (i. d.); = Atem halten, verfangen (s. d ).

iM»7 keuchender Atem - das beschwerliche laute Atemholen. Kurzer Atem Hon. san.i -- Asthma humidum (1350 Itnrtze atem al» die l.ut hnlieu den die Luuffe in die keim Rat oder wneh«et, l'r. I, :«»:t; li'.lH kurzer udem J'aiicasi; ndl. körten n<cm. V. K. IV, W; ndl. kortademiffheld, DeCock 15Cj Dys- pnoe, kürzere, aber um so schnellere Atmung; court de vent (ltriü^ r.io. jvsr. scheltniger Atem, aashafter (s. .Schelm) Atemgeruch («r, W. VIII, 2M9,. ivtii ScÄicerätmigkeit i » i schwerer Atem Dock 157; Krautw. i.xxilj = Dyspnoe, ein beschwerliches, keuchendes Atemholen. Stin- kender Atem Foetor ex ore, der ausgeatmete, üble Geruch aus dem Munde. Atem(s)-/lrfrr, -Aderdeckel, -Besteckung , - lilatt , -bruchig, -Dros- sel, -Engt-, -Gebresten, -halten, -holen, -los, -Kot, -Sucht, 'Zuckt, -Zug atmen, und. atomen «;r»n I, 155. 15t; = Atem holen (s. Atem), respirare. Bauch - atmen = bauchschlaechtig (s. d ).

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Atter— Auge.

Auge.

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Athmezer.m (A t mathsa) Atemzug s, h.a. li. r

I, »j, 1">I"> alrarnat/en anhelnre, 1». :t.'. —atmig 1. ausser Atem (ß. o ), schweren Atem haben (b o.) asthmaticus 2 bei Pferden herz- seblachtig, hartschlächtig (s. d. Rub schlachten) das Flankenschlagen bei Kmphysema pul- monani Hr. W. I. T4H athmizen (aft |mazen),

ahd. atnmaieii i.ralT I, IM», atiuieneii Sehmelier I, 15 spirare, Atem holen. Atem-fangen.

Atter, f Ader (s. d.) iler Medinawurm «rurdc

1 »17 t nl« Aller Aller mit venu medl neii-t« iil»er»eut.

Atze, f (aetzen) Räude, Filzläuse isrhmellcr l. i*j> . vom fressenden, atzenden Hautwurm (Assel, Axel; s. d.) genommen. .-lw/-ätzung

offener, gesehwüriger. fratter Zustand der Haut oder Schleimhaute [y. m H, WS).

Atzel, n ahd a?.txza, itirzfl Ehler .'Kliw5, a»', 1. = Glatze (infolge der Kaude, s. Atze f.) raull l«o ; auch «-Im' Stiilx|«-rnekt- hefawl HO Heyne I, IM .

2. Kister. Atzel- Äugt (* HiÜrnn- EUtcr- Auge). 3. Atael Assel, Nassel (Onisous mul- tipes, Scolopendra; Ohrmützcl, Ohrmuckel (a d) i».-.i9,:wc Ohr- Atzel Ohrwurm l> .-Mit

Atzmann, in siehe Mann [vgl <;r. w. i. 387: ««hu I, 180.

Aucht-FflW.

Ander, 1 Ader (*. d ) 2. = (Adel?) est quidam populus qui in estate transformatur in lupos n :itu, Wehrwolf; s. Adel. Ander- /Inf:

auf-, die Zusammensetzungen mit dieser Vor- silbe siebe beim betreffenden Stamm worte. auf und nieder sein krank sein, im Bette liegen und wieder auf den Füssen sein.

Auf m. Auff, Uve), nmgebUdet au» int. uvula

SchmelU-r, I. 12 , ant»l». ul »ul>liti<|Uiuiii Ii üüu . (1 IKl; auf! Jan Watt :». d.,' r. v. Me« 16 ::t , 1. Zlipf- lein im Hals (- Weinbeerlein, Gurgcldrüslein Blatt (s.d.).— S.s (1483)das geschwollene herab- hangende Zupfleiu. 3. - das Gesch wflr an dnm- xelben (- Uve, s. ds.) Schindler i, 17* Auf- Blatt, -Brand.

Auge, (Äugle), n anklln»reiid im ileii indoirerui ItHHWlataMiOq Anw ncnlii»' ; »nkr. ak«i KluifeVjI ; ifolh. au*.» *. Avgratkor ; norm, awf Anne; ahd. t Jnlirh «ii(.'i.n, uniriin tu»» tili»»».'; innd. krIicii Mag. liarthol s*il> . altfr* tiec »ll|>erelHiiiii l!ri»» :l' ; mbd-oiiRe; H'.«.". an« talmu» ophthalmiU I' IT'J

I. Genius, Bulbus oculi, das Auge als .Sehorgan.

II. - augenförmige Gebilde, die durch Farbe oder Vertiefung abstechen; 1. = der Keimfleck im F.i <;r w. I. *oo. wo . 2. = das anders ge- fitrbt hervorstechende Kiter-Auge - da* Äostetn, Auele; 1,191.' eiijrlc 'Had. Jan. S85,1 - caput in nl'*- re«*u <i. w. v, i6u«> der Blitzen an eiuem Ge- schwür. — 3. Löcher, aus denen etwa« hervor- schaut ^ Wundlöcher) Augen (Hufaugen) 4. - (pars pro toto): Augenteile z. B. Hornhaut. Grün, gelb, blau , schwarz vor den Augen wer- den - subjective Farbenempfindungen, die Birh manchmal wie im Kreise bewegen, bei Aniimie den Gehirns (Ohnmacht). Augling 16 Jahrb. oifheUiic - ujouüou1u».d.^>7 jeinerdernurein Auge bat Der Auadruck der Augen beim Menschen

war von jeher dem Arzte ein wichtiges Krank- heitszeichen (Symptom) äugeln die Augen lebhaft bewegen. Adler- Auge ein Auge so scharf und weit sehend, wie ein Adler i.v.i Agrester- Augen "Jork 107 ; IfiOJ n<M. orhdcr ange pernio Kemur**, l>.3M;clavu:>, l> ilv. Klster-oder Kk»ersten-Auge, HQhner-Auge, iHm-nn. Arvtci KNler, s. liiiieller I. I* C'.i; lf.lfi eiferten aiil», Hr. W. III. :;i elnvtis |.e.ll» l'ameeNii» AgLister- Augen: II lalirh .; l«l.'.nuele«ter- Atijrci». «'«der, II V ; seiuiuiiir I, 4M Alster -Auge, Klstcr-Auge. Hühner-Auge. I7,v. Apfel- Augen, 1 Vor- fall der Traubenhaut des Auges durch die ver- wundete Hornbaut, eine klein - apfeliihnliche Krhabenbeit (Staphylom) a. v Ii. 11, ilmsl 2. = ein apfclformig zwischeu den Augenlidern hervortretendea (Ochsen-)Auge(Kxophtlialmus) Krnns, K.eo,'. . ven-l mll nrniii-hennuhen ' \*.K.VI ,SQ Atzel- Auge Kistern- Auge, Atzel (s. d.) Kister

WehUellerl. ISO , allxenn. rwatja. ah<l. n««i7jui Klsler.

amil atzel 1 Kluge *, 70). AuuaU- Auge : Ophthal- mia leproaa Krau». K sr>i: s. Aussatz <: Keontiasis i

tlSwl auMchiesnende Augen lta«l. Jim., N'otn. 390 Kxopbthalmus, Augen, ilie aus dem Augen-

ranile hervorschiessen , hervorstehen. bir- auget hleraute iSchowllei i, w. -7i , am Auge so rot, wie eine Beere; das Birkauge ist weiss wie Birkenrinde, das Bier-Auge rot wie eine Beere; so differente Farben werden auch ver- schieden in den Augen-Namen zum Ausdrucke

gebracht. - luoj ßfr*m)' \ Auge, 1. - I*u-

koma, wenn die Hornhaut einen weissen, bliiu- lich-weiBSen, meist nur einseitigen Fleck hut (birkenrinden - weiss). Der Bauer halt Bolche Augen bei Pferden und Hunden für dauerhafter als die schwarzen . der birkaugete Dachshund hat den Vorzug in der Wahl ; der birkaugete Hof- hund ist mehr gefürchtet. 2. - Oculus noctu videns; ein wie das Katzenauge hellachimmern- des weisaes Auge d. h. ein Auge mit heller Regen- bogenhaut. Manche Form ist anch AlbinismuH der Jris. 3 Pferde -Auge mit hellbrauner od gelber Regenbogenhaut (Falkcnauge); Mnyrr •-"j; /.ipiHTl 4. veriichllich für Auge über- haupt [Sehn. i. »4«. Math» Auge, uh.i. piehln- onjrl llppun; l">. Jahrh btoiMMigtea, DteMiiflvu ulnare, i». 379; I ii-"» plenaugen, Henugkttter; nenarb,

der die uiiccii vor wetmiKe Immer oll und zu tliut.

n ::7'.i Nictator, ein geschwollenes, ilurch Schwellung, Blähung erkranktes Ange, dM immer Lichtreiz hat und blinzelt; (vergl. Blick Auife) ß/ar-Aüge s. Plttrr-Auge. Blaues

Auge, ndl. 1Ö77) blaew ooghe s «ugillaUo (D. 5«1;

<lie nach einem Schlage unters Augo ilurch Blutaustritt entstandene Verfärbung der Augen - Gegend(B. Btmle), Haemophthalmos ;>ir. \v. II, M .

Blick-, (ß/ccit-)Auge ; «lid. plehenoca II. z XVI, iü'.i Upsna;|ilekeuonaef llpim» '.r»rn,ri; ;pu-hin- oukl Klaiieuinatf II. Z. XVI, HB;; Ideeeheu Mrhlhsr machen, also Augen, die durch Kote oder son- stige Veränderung auffallend sichtbar werden

vtfl. Srhmeller I, .0 n. a*J3; Kluce*, II. il.">77 Blintz-, (Blitz-) Aug« Imelo««*: iu bUndaetai KlngC M; Hud. Jim. Voe. MS; l>. ; das Augen- blinzeln, oder ein Auge, das immer blinzelt

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Auge.

Auge.

(a. d. u. übersichtig, schielend) is7.>! blöde Augen (Blod- Auge), 1. = hebe« oenli 8. oculi attonitus, kranke Augen (lippus) w n, Back 13). 2. [Hr. 1. i-oii ,j cuüko - durch Augen- achwindel augenschwaeh. i'Mi Blut- Auge HC. Jahrh.) blutrote Augen : hacmah.p« An tm-i .Miiril- latio «»«-nü ..unterlnnYiie* Klüt in dem Aag lind in der weissen Hanf A. v. II. II, N27. 72:. ; llypuhphmniM ». Bacmatoma, auch AuKeiictitxuiiduiiK Kir. W. II, 17.'.)

durch Blutunterlaufung oder Entzündung ge- rötetes Auge, Ecehymosis sanguinca 8. Hae- mophthalmos extcrnuB. Bock- Auge paetus, derein Auge kleiner hat als das andere (s. Schlitz- auge, Schiefauge), einer, der schief über sich sieht beim Betrachten <;r. W. II, 204 ; Hurk 12;.

UM) ßoe A«-Auge, 1. -= paetus, wie oben. 2 = übersichtig (h. d.) Had. Jun. 393;, b. auch Glur- angen. 3. = (1. eod.) Eiterbeule oder Bocketern i - ApoMein, carhunculu« ; Verstümmelung des Wortes Apostema, conl. sehmellcr I, 201, rae Bocksaufrej. Böse Augen, 1 . - solche Augen, deren Blick (s. d.) schitdlich,verzaubernd wirkt (maloechio),Hexen- Augen; mg). r«mr. v Mtirini.cn:. Buch der N'ftttir9. ZitiKerle 36; IHrllnircr. V«.lk«t I, 199, m.w Ii- o. Jahn ,,ul>cr den Aherylauhcti des husen Wicke» hei den Alten" in Beitr. d. k. sachs. Uesellsch. d. Wisscnsch., is .,:. * 2K- iqo. 2. kranke entzündete Augen iitut k i:t; Pauli 37j. 3. - namentlich solche, die

i .'.iij ein weisses, schwarzes oder rotes Augen- Mal zeigen, „denn ein solcher Mensch ist der allerübelste vor allen Anderen" (BeaoU). Boll;

(ßo//c»'-)Auge Srhwalion; Kranken, Hnek 12. 1. Bullen-Auge oder Uchsen-Auge. 2. - wie ein Apfelball o. Bolle (s.d.) geformte, ballenförmig vorstehende Hornhaut (Staphyloma), 8. Apfel- auge. (16. Jahrh Bolz - Augen .Xventln) und Iti Jahrh J bolzen te Augen ll SaniU sich hervor- dringende, hervortretende ( bulzende) Augen Glotzaugen (s. Bolzen, Bulzen) ttehmcOerl, 37. 23*. »90); 1,1620) die Augapfel bolzen herfttr (D.

Minderer'. ß>yJttrf-Auge, ndl. braiullKe OOgen l»e r..ek 12* entzündete Augen, die einen brennenden Schmerz empfinden lassen <<r. \\. II, SM). Brerh-A.\XgB {7. 8. Jahrh prahan-ougl <"ass. Glon».) Klaiicoma Staar',; ah<l prehniinnei II. Z. XVI, 321 (jlauemna Staar - ; 12. Jahrh.) „Ir OUgeO In dient ie aller Muni sum Stera dnreh wölken bllkche" (Carmln. puran. Sehm 94 a2. ni' Glanz- Auge, Glas-Auge, der durch die weisse Staar- linse glänzend abstechende Augenstaar (s. d.) (das eigentliche Glaucom ist grüner Staar). Brennende Augen Brandauge , schmerzende Augen (ver^'l. Augenbrunst). Butter- Auge -lippus, Oculus gramioBiis, ein Auge, das mit Augenbutter, Augcnkase (b. d ) besetzt ist >;r w. II, 5Mj Lippltudo. Daxcer- Augen die durch Masser (s. d.), Augenbutter, das abgesonderte Drüsen-Sekret, verklebten Masser-Augen Pauli 39. 42; ; uiuiz Speise, ilie vcnlawcrt, verdaut wird [dawer verdaute Spel*e'r) -- Hwmt. IM)*; dunkle Augen Scotomia.Taraxis, infolge v Schwäche, Ohnmacht etc. Schlucht sehende Augen Heyn. 73; L'oter, Ii a in ;i7>» Eg ersten- Auge Elster- Auge, Ägerstcn-Auge (s. d.) a. v. II. II, «72; Ew. BU . Atzelauge. einäugig {einauget}, ahd. etn> auifl aluauKl «iralt I, 123, ; alnökir = limu», luscu»

Ii :!I0 lippus wenn ein Anire krank, und da» andere Itesmid Uli, luscu» idesifl , mnnophthaliuus ; ei imune II /., XV, 3-V'i mnnophthalmu« auch blind), coecus

Schindler I, ;!2S; Ii. lliii ; nihil. einociiBec il.exer Iii; (l'.lfil einen?! der nit wul gesteht; (1921] aiu.-i:W «iiier hlinrzler D. 3t0. ;Wi7 , il.VtO,l ainauifekhet (Wentnr., Bei- triff V. 120) luscus, einer, dem ein Auge erkrankt ist oder fehlt Vend. aueh Sehnieller I, :«0i ; im Wiener Schlummerlied 10 Jahrh, I i«*t etaoilfO herro Wixlan (Pfeiffer, K. n. F. II, t;«; . Eingefallene Augen hoble Augen (s. d.). i7".i) Eiter-Auge, 1. - ein eiterndes Auge, Oculua pus movens i.r.W III, :;«.u

2. = Hyiiopyon, Eiter im Auge (Hornhaut, Augenkammer) selbst, „an Stelle des Wassers im Auge4' ,A. v. II. 11, H23; l'latner 1, 31i. Sobenih. 61. 120. ,

3. - das Eiter- Auge am Absceaa = Äuglein (s. o. Augo II, 2) - Geschwär-Auge (s. d.); I7ts; EU-

| fönten - Auge Hydrophthalmia, ein auB starker Geschwulst derUmgebung noch hervortretendes Auge <ir W. Hl , «03; K. rh. SU), wobei die Ge- schwulst das Auge klein erscheinen laust. 1..4 .1 Auge Hühner-Auge (s. d.) (<;r. W.

III, 41»; De t uet 263; Coler, U. A 261); Aglaster-, Eckster- Auge, l^eichdorn. Palkt n - Auge,

1. = ein weitseheudes sog. Adler-Auge (s. «I.).

2. - ein Pferdeauge mit hellbrauner Regenbogen- haut nach Kaikenart Mayer 29. Fett- Auge, 1. = Hydatoditis - Keratitis parenehym. mit fett- ühnlicher Infiltration der Hornhaut. 2. = eine Augenkrankheit des Pferdes «ir, w. in, 1572; Heyne II, 903; A. r. 11. II, moc; ; Wasserblase oder übermässige Pinguecula, fettgelbe doppelseitige Klecken nahe der Hornhaut, meist bei Glotz- augen. — Flarr-, 16, Jahrh | Flärt -.flarrige, U7. Dil \s jahrh tflerrichte Augen Ectropium, ein durch das herabhängonde untere Lid entstelltes Auge; auch das durch Sehielen entstellte Auge (strabo) eutil. <.r w in, 177U, Sehmeller 1, 791 ; ersteres meist eine Kolge von Lepra, Syphilis, Wund- oder Brand-Narben ; n;n rote Klarrnw^c« ^ Bimle- hautkatarrh mit Kote der Schleimhaut und Ec- tropium > ..kr, H a in ; r.7«, überstilpöte Klarr- Augen Ectropium (Tabernaem.) (vgl. Klarr, Klitrre). Flieasende, Flitz- Augen, mini niezendc MUjen (Im Pwilval] (Or.W. 1,790 lippitudo, rinnende AngVD (». d l; diu n-fiu- H|i|<uk, limtis I). 330); 116*7; eiterlliessende Augen .«ieorg. 382J ; eitriger Billde- haul-Kalarrh mit starker Sekretion. Fl<m-, FIuhx- Auge Triefauge.« iculuH lacrymans Wurx- linrß '.r \V III. 1M20 , mint lloss'fK/;c>l weinen

l.exer, 31«; ; 14- Jahrh. Üiu i'nin , V(ie. upt. \\. l.'i 40 lipj.it* , lu-eu«, paetus. Fl 08ch- Auge, Extipb-

thalmus hydrocephalicus, das wie beim Krosche stark aus der Augenhöhle durch Druck von Ge- hirn wasser sich vorwölbende Auge (bei Neu- gebornen), Glotzauge (bei Erwachsenen). Gf- broehenes Auge ein mattes glanzloses Auge, dessen Muskelkraft sozusagen bereits gebrochen ist. - Iis; Geis-Auge, ' eher«, de* aejrüops (.dient nnehllc.].« Augen wiukel-l ieschwilr Kraus, E. 2*. 79; «.'. v. Megt.jt. «niyo; Uegt). (173*1

GV*e/iimr-Auge a. v. B. III, 3) ^ Kiter- Auge 3. ,,wenn in der Mitte des Ueschwilrs unter der Haut der weisse Eiter(-punkt) durchscheint" (s. Schwär-Augej. Glarr-Aüge, nihil. RlarrauKe Laxer WS); l'-90 glaruugen paetti«, lltnus ,D. 432,1 --

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Auge.

Auge.

21

ein schlecht Behendes Auge, das zum deutlichen Sehen starr schau t( glarret) odor stier blickt

Lexer*2<. Olas-Auge: glasnugi Leg. Allamann. ; «irnff I, 123 si visu* lactu* fucrit iu oculo ita, ut u.uasi vitiutn remancat wenn da* Auge wie durch truhc* «.las schaut : mhd. glu*i.euge Ix-xer 82 , glaxeoeuge

Schindler i, .70), 1. = das staarblinde, weil aus- drucklose Auge, das wie durch blinde Glas- Scheiben blickt (bei Mensch und Pferd). 2. das Auge mitglasahnlichem blinden Ringe (Greisen- ring, Gerontoxon) um den Stern herum. 3 = das künstliche '1576) aus Glas, von Pari schon be- nutzt ilarcrl. MO 4. -dasglasglänzende, sehr reizbare Auge beim Pferde Falke T, M2>. glas- auget - mit einem Glasauge (s. d.) behaftet, ver- sehen ; gläserne Augen machen sterben, mit gebrochenem Augenglanze. Gl dz- Augen, zu ahd. glozzön = blicken Sehmdlerl, 179 ; 1697 glotzende, Klotzige äugen, <ir. \V. I. 790; Urquell, 1891 8. 195; «.

Klotzen glotzende, starr schauende Augen, z. B. beim Morbus Basedowii (s. Glotzaugenkrank- heit). — Oluder- Augen = rot triefende Augen, wie rot glühend aussehende, Hexen-Augen. l >9i : Glur- Augen (lad. Jim. 393; t32> Ubersichtige Augen, Bocks-Augeu, Gluder-Augen, paetus. glutende Augen = glühende Augen, wie sie der Teufel (Bock) hat oder das boshafte Nörglein Uhr Zinircrle 1, 2UJ = Gluder-Augen \green(grön)- äuget Tirol Schindler i, 50. 999» = ein Eiterauge, ein Auge voll von herabrinnendem Eiter (gerinn, gerenn). ,1*12 oro«s-äugiger Zcnlng. Voc. m. «; I». 841 Buphthalmus , Bullen-(Stier-)Auge (s. d.) eigentlich nur grosse Lidspalten, durch welche man den grösseren Teil der Augenäpfel übersieht llyrtl. Anatomie.""-"» Guck - Aeugeli Wiirzhurv - Augen wiedie Fenater-Guckerlein. r-*3 Hasen- Auge '•r.w.iv.2 vr. .-. Ectropium, Lagophthalmos, Arlt i2x Uasenschlaf (s.d.) (von Menschen, die da» obere Augenlid nicht schliessen können), Lahmung des Nervus facialis o narbige Verzerr- ung u. Um wendung des Augenlides; I7.'.t \. v. n.

II, 891 . lagophthalmiis 'mit derselben Krklariinu' I ; 17*1 Hascnangc narbige Verkürzung desoberen Augenlides, lMatn.r l, M2, ectropium (s. Augenscharte, Hasen- schlaf, Plärrauge) l'oeil de lie vre Bri« 305). Die Hasen sollen mit offenen Augen uchia/en, weil sie keine Nickhaut haben. izVnncn- Auge, s. Hühnerauge schmdkr I. 2k*'. im hervor- pausende Augen hervorragende Glotzaugen < . v. Megbs . i/crzen-Auge ein herzförmiges tiewachs (öchaden, Warze?) auf der Haut (La- me rt ist; i.occli 171 - 16201 Hetzen- Auge Hüh- ner-Auge, Elster-Auge (Hetz - Elster); Schmdler

I. 1193 1191 Ii Minderer; A v. II. II, 672 lltXai-

Auge Gluder-Auge, lippus, mit Ectropium; Trief- A uge (s. Hexe), bei dem die rote Schleim- haut sichtbar ist. hitzige Augen Ur w iv. 2. US») = entzündete Augen, Brandatigen. - 1606; hohle Augen <;r w. rv, 2. 17M. 1713 neductoi babtm ocolormn orbw, eingefallene Augen; „bei Verminderung des Fettes in der Augenhöhle tritt der Bulbus in die ürbita etwas zurück, die Augenlider folgen ihm nach; grenzen sich die Orbitalränder dabei durch tiefe Furchen ab, so entsteht das hohle Auge, welches ein nie fehlender Begleiter aller auszehrenden Krank-

heiten ist" Byttl, Auat. 545). Hühner- (Hennen)- Auge 1501 hnnerang; US! hieneraug rlavu«, Leich- dorn T>. 126; r.r. W. IV, 2. 1878; 1>91 huueraug, Hart. Jun. 387; 161". huneraugen, Coler. H.A. 261 ; 17761Inhucr- atiK, Wenk, ; nach Behrend (8.1 hat das Hühner-Auge. Krebs-Auge, Kl>ter Auge. Eglester-Auge etc. folgende lateinische Namen gehabt clavus pedum . tylo«, tylosls, tyloma, cnllus. porros. porroma, poruaU, Verruca «Um. helos, gomphos, gemursa, interdigituui. „Ein dunkler Fleck, welcher sich in der Mitte des Clavus an der Schnittfläche befindet, ist entstanden da- durch, dass sich zwischen der Basis des Clavus und der Cutis ein Tröpfchen Blut ergossen hat, das zwischen den Epithelschichten eingeschlos- sen allmählich gegen die Oberflache gehoben wird, wobei der Blutfarbstoff eine Umwandlung in dunkles Pigment erleidet" fHjrtl, An .21 ; dieser dunkle Pigmentfleck mit dem Hornhaut-Wall soll eine Ähnlichkeit mit dem Auge des Huhnes o. sonstigen Vogels, oeils de perdrix ;Brls» 212 haben. Kalbs- Auge, 1. a ein Auge, das weit vorspringt wie beim Kalb (Exophthalmus) oder 2. = ein Auge, das einen starren, dummen Blick hat <ir. W. V. 59). fisoi) Katzen-Auge Und. Jun 393i Glaucophthalmua (Gale-amaurosis) Kraus E. 4»r, 1. ein Menschen-Auge, das einen glimmernden, opaleeierenden Schein gibt, wie das bei Dämmerlicht funkelnde Katzenauge.

2. = ein Auge mit langgezogener, durch Verwach- sung der Iris verzerrter Pupille Krau» E. 404l.

3. - ein nach dem Volksglauben nach Katzenart angeblich auch bei der Nacht sehendes (d. h. funkelndes) Auge, das man erhält, wenn man einer verendenden Gemse die Zunge ausschnei- det (Dämonenwerk, s. Katze) Z 1 V. f V. K is9"> - 11:1 Klemm-$MgßÄ halb offene*, halb zu^eklemmtes Auge Schindler 1, 133». 16 . Jahrh A'mV-Auge kniioug, ClK-i>etzmiK des oculu» ginn

der Atablftten Kniescheibe (Patella) ilyrti , k. w. 96 . A'ni>-Auge ndd. - Kneif-Auge, ein zusammengekniffenes Auge ic.t. Vi. V, U06).

1«. .lahrh Kott&Ugig '-r. \V V, 1901 , einor, der das Auge voll Augen butter, Augenkäse, Augenzieger hat gramiosus ; Kotz Eitet bläs- chen (conf. Sehmeller I, I3is\ A'rrt/toi-Auge

1V.1 kraenangen, Bock MS; 1713 Krahenaugen, <ir. W, V, 1973; 1742 Krfthen-Augen cl»vi pedU Zw. 813; 187."> Krähen- Augen. Muller, Krtrtn-h. 2V*, - Hühtier-

Auge (s. d.), Elster-Auge, Leichdorn, Clavus Pauli 2V. Krebs- Auge <ir, W. V, 1973J, 1) - Hüh- nerauge; 2) Augapfelkrebs Kalke II, 12). Kuh -Auge <-r w v. 255] Buphthalmos, Bullen-, ötier-, Uchsen-Auge, grosses Atme.

Laufendes Auge adl, loopend ooffhc llppitudo. . 11 333] Fhiss- oder Triefauge. lauteres Auge ahd, luitarouga ür w. VI, ^o klares, helles Auge, das klar sieht. iit: Hechte Augen <.r w. vi. m-.iv luutere Augen. Lyp- Augen nieldcrlnnd liepoogeu.lK « k 12h verlilppto, vergiftete, bose, lote Augen (Triefauge); tl7".lypogen, lijpogidi, 1577 lee[>ooghc ; 1777 leepoghe - lipjni-, lippitudo, 1». .!;".'.

I V.H Lu.C^en Auge lind. Jun. 2t; Kraus, E. 5>t0i scharfes Angel Sehvermögen} in oi.eri'uyern

noch gei.niu. hü. i. .lfa*rr-aeugig l '. Jabrh. nacwraiiKceht hppu>. D. »32 ; einer der Maacher, .Masser (s. d.) 1111 Auge hat (s. Dawerauge). I7M.

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22 Auge.

3/a«*-Auge \. v II Ii. ti22.' = „ein anhängen- der Vorfall der Traabenhaut (s. d.) des Auges, der von einer Schwärung in dem Schwarzen desselben entsteht (prolapsus chorioideae)", „er spitzt sich wie ein Mauskopf zusammen" (A, v. II. L c.j. Milch-Auge - „wenn sich bei einer Wöchnerin durch Zutritt von Milch (?!) in die vordere Augonkammer seine wäsarige Flüssig- keit verdunkelt hat" *.r. w. vi, -2190 Amau- rosis puerperalis, durch Blutdrucksteigerung in der Lactationsperiode. Mond- Auge icse mon(<i)-äugig '«r. \v. iv, *j.von> ein Augenfehler, der mit dem Monde ab- und zunimmt, ein fast ausschliesslich nur bei Pferden gebräuchlicher Ausdruck j Wechselauge, mondblind (s. d ). Xacht-Auge , anal*, nyilu w; <iui paUlur dal oeuel iiyctaliuixi» ; |>a»xl>> i«unnd« <|til» In «llc non vldei Md in Icnebrta I». S79i (s. nachtblind; Nystagmus Nyctalamus). jYass-Äugele thränende Auiren | Schindler 1, 50}, IT Jahrb.). A'ffel-{Nißely Auge (nefelauck) das juckende Auge, dessen Um- gebung durch Augenfluss gerötet, gereizt ist, an dem man niffelt (b. d.), reibt, wetzt Schmeller I, 17.H lippus. . itiwi Neid- Augen Or. W. vn, 584), 1. = Oculi lividi, durch die sog. Neidgalle (s. d.) gelbe, ikterische Augen. 2. Augen, die ein sogenanntes Neidhaar (s. d.) über sich haben. 3. - neidisch blickendes, lucgendes, lüsternes Auge; nh.i luagalinemo ougin lubrico lumine srhnniK r i, 1 m iTis Ochsen- Augen, „<i<t En- gland de* Augapfel», wenn derselbe durch Waaaentichl vefgrttMert ist" "'1 - bupluhnliaos, ßo<i»r:;, hydroph- thalmla K. eh. Hl; <;r. \\. VII, 1132) , 1. - grosse Augen und Exophthalmus bei Mensch und Pferd WeJeltard Kl; Zipp. si 2. - „eine allgemeine gleichmässigeKktasierungdcr Sklera auf beiden Augen, welche zugleich mit Vergrösserung der Cornea von frühester Jugend an beobachtet wild, die zu allmählicher Erblindung durch Druckst eigerung führt" < Arlt 21.*»; Richter III, 129 ; dieser reine Buphthalmua ist sehr selten, die Ii riechen hielten solche stark vortretende Augen für schön; (Glotz -Auge) Pippel - (Poppet-, Bibelin: Pöppelein- Auge >.r.\v vn, im;»;. sriiic«ien, Schweiz] Trief- Auge(chron. Bindehaut-Katarrh mit starker Sekretion), vermutlich als Wirkung de« l'öppelmann8 (s. d.) angeschen. Plarr- (Plärr-, Flerr-^Auge i plei-aiut«.! llppu», II 1 12 1 l'.v; placraui,'cn. plei-nmaen, plannten, «fr. W. II, ll»7. lüs; VII, 1KW , 1. das mit dem Plärr (s. d.) be- haftete Auge I Aurisiu Aurigo'.' . das Trugbilder, Nebelbilderdadurch sieht. 2. ein rotes, trief- endes Auge (chronischer Bindehaut- Katarrh) mit Ectropium d. h. auswärts gekehrtem unteren Augenlide (Hasenauge) ; i7M:;iMiirr«iiKi' ectropium, Plaltner i. Hl; schw. 4u-»;. 3. = schwachsichtig, nicht recht gut sehend (Augen - Nebel. Nacht- Nebel s. d ). i :;i polttende \ Pol(z-) Augen >ir. W. VII, l'.mi i ".»:•:;• Glotzaugen Bolzaugen (s. o.). quate Augen eiternde, böae Augen De r.wk ]-•»; (Lypauge). (^ucr-Auge, mli-l. Iwerhei onsetir. Vf. I, 7'.mi schielende*, aberquer sehendes, schlimmes Auge. Reh-Auge ein über die Intelligenz seines Trägers tauschendes, sanftmütiges Auge, wie es die Hebe haben [Btreher SU).— i iv:; Rinds-Auge K. v. Mcu-ia- Ochsen-

Auge.

auge (s. d. und kranker Mut). Ring-Auge ein Pferdeauge, bei dem die weisse Sklerotika rings um den dunklen, aber durchsichtigen Augenteil als weisser King sichtbar ist zipp. *'

Rinnende Augen, roin-äugig (*.—$». Jahrh. ; ahd. Tiiuiam I ii niinun , i.rarT I, 123; II, .*«13 «<tifhi!.i<i ocu- lonun ; IHM Trie lautren, Hock 24S; <;. \v. VIH, lui», schm. i, i.Viij akute und chronische Bindchaut- Blennorrhoe mit starker Sekretion. Rote Augen Omina rubescens Hippokratis Krau» E. «8-V, 1. = durch Bindehaut - Katarrh oder 2. - durch Bluterguss um die Augen gerötete Augen. 3.-8. Hexenaugen tbenit. 117; □, \v. viii. moo ifofz-äugig triefäugig, rinnäugig

Rutzige Augen rotzige, Schleim secernierndo Augen Sand- Augen - Blepharolithiasis Ga- leni Krau- K ift-'y ; >17Vi „wenn man In dem Auge etwa» wie Sund »der kleine SteinJela rieht" [A. V. II.

II , 17, Kalkbildungen (Konkremente), in den Meibom'schen Drüsen, welche sich bei den früheren, stark durchräucherten Wohnungen u. dem daraus entstandenen chronischen Binde- haut-Katarrh vermutlich häufiger bildeten als heutzutage (vgl. Sandmännlein und Rauch). »ii -Angle kleines Schweinsauge oder auch teuflisches Schlitzäuglein Huck 12; Blriinjfcr I.

iSrtwr-Auge s. Surauge [MM aawratiglg ll|>- pldus, D.3Ü2) - schäbiehte Augen mit Eiter, weissen Rinde- oder Aussatzpusteln umgebene Augen («r. w VIII, l»vi ; ». gehlbe). Schafs-Auge

das dumm blickende, mit dem Schafsauge verglichene Menschenauge ><>r. W. VIII, 2er« . mhd. Schale Augen trüb gewordene, in ihrer Sehkraft erlöschende Augen <.r \V. VI 11. jo «7 jiv.

Sdutrfc Augen Angenschärfe (8. d.). 1 1>.»2 Scheel-, schelle, Schiel- Augen, -äugig ^ schief- sehende, scheichende, schielende Augen Had. Jnn. 3'.i2; i. \v viii, 2 in; De r«.ek2io Schelm- Augen boshaft, schelmisch blickende Augen, schlimme Augen, 1. Ii*« Oculi limi, schiefe, scheele Augen, 2. schlecht sehende Augen -Heyne v, 3M Schlitz- Auge ein mongoloidee Auge, dessen Spalte nicht horizontal gerichtet ist, sondern im äussern Augenwinkel bocksartig eng, nach aufwärts geschlitzt erscheint (Rank« II. Schuppichte Augen IMRsehyhtleeht« iiiiKeu; II. \ <;ci-> st Augen, deren Umgebung sich häutig abschuppt. Schtcär- (Sthintr-) Augen Geschwür-Auge (s. d.) Wehm. I, W; IV Jahrb.; > rannnit li|>i«u>; :::t2 . Schweins-

, Augen kleine Augen (bei Mensch und Pferd \ wie sie die Schweine haben. Sr/urn'as-Auge

ein Hühner- Augeam Sehweissfusse Seifer- äugig ins : mll, *ij|."Kl. h, D, W2; ndl. djpeleu iropfeln, Klu«e 4, ;;i «, lippus, Triefauge. Sicbcn- Aug, ein Geschwär, um «lessen Eiterauge sich, wie beim Attles-Tritt (s.d.), weitere, kleinere (7) Abscesseheii ausbilden, ein Geschwär, welches mit vielen Löchern aufgeht In •< k ■**> . Spore Augen fratte. sebrundige, aufgesprungene Augt-nlidbaut >. hm II, «M Sur- Auge , alni nonromcer, «iratr 1, 12:1; «arnum, rarnnre II. X. xv, »8;

»nrtiiie», II Z. XVI. IS; Miroiiiren H. X. XVI, M! J (Miinllicli lip|Hi>, nihd. •.iiroeuite, M'irnj:«. lippn« < Jerni. X \" 1 1 1 . •17; l.exer J Vv : |||>i «un niuiHu ll|«pn>, I». 332 ein rinnendes Auge mit chronischem Binde-

<

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Auge baar.

Auge Bach.

bautkatarrh, dess»n ätzendes Sekret wie Salz- wasser^ aar) salzig (sauer) schmeckt, d. \v. Vlll, i*6i , iA70;.<chm. Thränende, i7«i i Thränen- (traurige) Augen durch Bturkfliessende Augen- zahren trttbeAugen,Lippitudo, Epiphora lascivia (Tripperauge?) i>. i<m. «soidwhni. iö; bell in. 307; i>. -joi.i. 17 .6J Trauben- Auge - Hornhaut-Sta- phylom (Galeuus), sogenannt von der Trauben- haut, dieBich durch die verwundoto od. goechwuT- ige Hornhaut vordrangt und eine Weinbeeren ahn liehe Geschwulst bildet (Arlt H3 ; A.v. H. II, W»).

- Traurige Augen fiswj - dy trorl^n.tnurlfeouglien

- Uftpttudo i>.*t.;j vermutlich - traurige.thrttnende Augen (s.d.) Trief- Auge [Uk Jahrfa.t rutende äugen

llppttudo ocull D. 33i; Gr. W. III, :\'Xl ; \XV> triefTcn der autecu von hlodlgkclt de» hinis [Schnupfen) ; Krle« "3, *0 i'.'.tl trieffnue - Itppu», lind Jim. :t»3 ; 17.V, Trief- Augc Uppltndo, A. r. II. II, UM) „wobei *o scharfe Thrillen hernuaflleaKcn uml triefen, clawi davon <liu Hornhaut und da* Kunze Angeaicht angefressen

wird " (a. v. II. I. c.) - Hexenaugen wegen des hantigen Ectropium chronischer Bindehaut- Katarrh, Ophtha)miacatarrhalis(s. auch Augen- fhiBa und Fluss Auge, Thrttnen - Fluss.)

Tritt- Auge [Schwaben; Huck V2. ia; - Ectro- pium, das wie ein Trill (s. d.) lippenförtnig um- gestalpte und herabhängende untere Augenlid.

Trübe Augen iv.i truebe Bugen, H. Bock i); n:* cnliKo. netniln Flor, Nebel vor den Augen A. v. II. II. 18. Ooer-äUgig H7"> ndl. »vor-

ogtek Umus, D. sso) = Ubersehnig. üblea Auge böser Blick (e. d.) ffiebrecht, V. Kd. .t6i).

waltende Augen IH. Jahrb. walzend orgen, Voc. opi. \v. in paetus, das Auge mit Lahmung des Musculus ubhquuB oder rectus, wobei ein Auge anders um seine Axe gewalzt wird als das zweite gesunde. itx;:j Wasacr-Auge= Augen - Wassersucht, Hydrophthalmus Platner It. 7). Uatukräuglen Thrttnen im Auge haben [Hebm. ii loitfi. ii.v.nt Wechsel-Augen <-r. w vi, vus)

- Mondaugen (b. d.) des Pferdes, „die allezeit heim Neumond dunkel uder gar blind sind1', mondhlind (s. d ). ZüAr-Auge, mini. xarroiiKl «.ralT I, I3S); när - Zrlhrv, Thrane Schindler II, IMiJ

hippitudo, ein thranendes, Hiessendes Auge (Blenorrhoe). Zitteraih-Auge, thO, dttarouga, eine mit Zitteraeh-Ausschlag entstellte Augen- tregeml 'inifi IV, SM] (s. Zitterach). Zitternden Auge Nystagmus - osci liierende oder rota- torische Bewegungen der Bulbi, «lic im Wach- zustande immerfort oder nur beim Fixieren der Augen in die Erscheinung treten. Zorn-Auge

i augjg , ahd. zorauauga firuff I, 1231 - seoto-

mnticus II Z. XV, SW. .t"n- Kchrnclter I. 1G20, snl» Millich ; ..dem scotutnatlcus dünkt, wie Mucken vor den Augen fuhren" Flimmer - Skotome , die beim Zorn im Auge erscheinen taugaxobrat, <;rnfr i, 123) (s. augenzornig). Zieie äugeln so schauen, als ob man nach zwei Seiten blicke, schielen. Aug en) -Ader, -Aeber (-Apem), -Apfel- Ast, Hatte- -Beisstn, ßeschläcJit, -Bisa, -Blendung, •blöd, -Blume, -Bogen,- Brächten, -Brand, - Braue, (brä), -brechen, -Bruch, -Brunst, -Bull, -Butter, -Butz, -Butten, -Deckel, -Drüsen, -Dünkle, -Ecken,

- Eiter,- Endtündung. Fahne,- Fall, -Federn,- Fell, -Fenster, -Fett, -Feuchtung, -Filt , -Finnen, -Finstere, -Fistel, -Flammen, -Flandl, -Flecken, -Fittich, -Fliegen, -Flügel, -Fluss, -Frättc-Oerste, Oestell, -Gicht, -Gift, Glast, -Gleff, -Glider, Grube, -Haber, -Hauck, -Häuslein, -Haut, -Hohle, •huefig,- Jucken,- Käse, -Kern,-Kieselstein,-Kind, •Kittel, -Klott, -Knochen, -Kolch, -kotzeti, -Kräfte, -Krampf, -Krankheit, -Krebs, -Kreis, -Läpplein, -Licht, -Lid, -Lippe, -Loch, -Luck, -Mal, -Mangel, -Männchen, -Masser, -Matt, -Milch, -Nagel, Nebel, -Nest, -Pein, - Perlen, ■l'ferd, •Räude, -Rand, -Rebe, -Ring, -Rinne, -rissig, -Röcke, -Röte, -Saft, -Schaden, -Schäbigkeit, •Schärfe, -Scharte, -Schatten, -Scheckel, -Scheelig-, keit, -Schein, -Scheuern, -Schimmel, -ScJdeim,- -Schmält, -Sehmert, -Schrimpf, -Schrinnen, -Schwäche, -Schicär,- Schwärt, -Schweiss, •Schwin- del, -Schwinden, -Sehe, -Sehr, -Seifung, -Seiren, -Sperre, -Staat; -Stall, -Staupe, -Stein, -Stern, -Stirne, -Sucht, - Thräne, - Thor, -triefxq, Tripper,

- Tropf, - Tropfen, Uebel, - Weh, - Wehtag, - Weiss, -mtnken, - Werren, - Wimptr, Wimmet n, - Winkel,

- Wolke, - Wolle, - Wurm,- Wust, -Zacken, -Zähre, -Zahn, -Zauber, -Zieger, -Zittern, -tornig, -tucken, •zwinkern, -Zicistern.

Aunken s. Unken.

aus- ausser-, die Zusammensetzungen mit dieser Vorsilbe suche bei dem betreuenden Stammworte, z. B Ausschlag bei schlagen, Aus- geburt hei Burt, Aussatz bei Satz.

aus und ab Luxatio et Fractura.

Auter, in , u. 1. - Kuter (s. d ). Auter-Kegel.

- 2. = Ader.

Axe, s. Achse.

Axel, 1. Assel (s. d ) [Heb walten ; c v Nehm, ist]

- Warm am Finger. 2. ~ Achsel.

baar.Baare, f. (Bare), Wurzel bhe» . ludog. bbo*o-a

entliloKM , ahd. bar, mhd. Imr; cnirl. tum- nackt, MlMM (Kirnte*, 'JMj - ltl«m»e ^Schwallen Schw. II. baar nudus. baar-.'H.-- , -liaupt , -kopfig, -schenkelig //aitpfbaare; m inhrii.hniiiH ti.nrl

- calvitium; Notker I! 1 (ilatte.

Bach, m. wem. bakl*, bakltt*; ahd. tmhh , mhd haeh „Sin uralte* Wort" Klugr'", jT/trärioi-Bach. Diealteren medizin. •Schriftsteller nahmen einen solchen im Thränen- Kanal zwischen den l.id- rftndern und der vortleren Bulbusthlche im .Mo- mente des Augonschlusses" an (Hyrtl, .Mint. :>io).

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24

bachein— Baeke(n)

Bad Bäuschel

bachein (bacherin), 1. = einen Wasserfluss machen mingere (Kinderstubensprache). 2. = bähen; ein auf\ gi bachelts Kind - ein schwaches Kind, das noch lebensfriach gemacht wurde durch das künstliche Erwärmen, Bähen

Backen, Backe, m., f. ahd. bnhhn, hnrcho Kinn- lade, Backe « iraff III,:»; Gr.W.V 777; , inh«l. harke. hache Kluge * 24), lat. bare« -Hu aufgeblasene Barke ;. 11*2 1

packe ; iv,i .lerBagk. 1. - der Gesichtsteil «wischen Nase und Ohr, Maxilla, Wange, Backen-Wange

Zolling. Voc. y. 2; Burk 12). 2. - Backe - Arach- backon, Podex (D. «:»; sächsisch) Hinterschenkel.

Backe(n), m. Rückenstück; altgcrm. bark ttürken; ebd. behbo; mini. bsehc Sehlnken-Hpock-

scltc Kluge*, 28) nicht verwandt/um vorangegangenen

Wune I; engt back - Kucken. 4r8cA-Backe(n),

crM mhd, «rshncke,- (1». 176; Kluge *, 15), 1. (1590J elunK uates Kischart. ; «irimni \V. I AM; «rspiuckcl Kobmcller I, joi | Nates. 2. - Die Umgebung der Natefl IVii arslmck trnchanter innju- Ilyrtl, K. \V. 9. 3. Schulatmlruckj ilVilj arssharken des hyrn* Corpus quadrigeniinuro, d. h. das Hinter- paar des Vicrhügels Ilyrtl K w ho:. 'iogo) Dick- Back Pausback 'ir w. n. 107s . dünne Backen

s— y. Jahrb.' thlnnapahhun rass. i'liwn ; IMez «KP tcm|H>ra Schlafe) entspr. den ..«liinnen Wangen";

l»icu «teilt es zu ahd. linna Slirne, also-. stirnhackc, die es iiIkt als solche nicht gibt; Kluge5, 32t «apt, das* hinter ,.l)üntib«cke" [und „IMinawange"] die altere germanische He/.clehnung für ..Schlüte" steckt, die mich in vielen niederd, Mundarten lebendig geblieben ist. [s Inmmingj ilVW dunnbacket II Sachs; t.r w. Ii. r>>! dünnwangig, dünne Backen wangen b.| geschwollene Backen Parulis, Wangen- schwellung (oder ll Ii. 12s . Hinter Backen Arschbacken im Gegensatz iu den (vordem) Gesichtsbacken ( Wangen); imih hindnpacketi. Ilyrtl, K. W. ; 17 llintcrbackcn cbincs, nates

,\. v. Ii. 7). «1777; //im-Baecklein - ginuei s. natc*

eerehrl i|>. 2iH*n ein gewisser Teil im tiehirne Arsch- backeii Kt in Backe '-r. W. V, 77o Kinn- backe. — A'ic/-Backen fehwetej «r. w v. m Kinnbacken. Der (die) A'tnn(s;backe(n), «bd. chlnulpaeho, kinnl bacho f(!r. W. V, 77.\i KiimlMdr. Racken, Kinn; eblnna pabbun "iraff 111,39; Hr. W.l. c

Kinnlmeken und Schlafe «. " tiuuapahhun , 7. hls s. Jahrh ehiuiiapahhiin, f»«<. «'h>ss; s. Jalirh. chinni- Imhhoii maxilla, EtW sl; 11. Jahrh. kinnchachn hmncliiislgtila), mala, maxilla, U.Z. III. :«;•» ; kluuihaccun

mala. II Z. XV. in. 110; ChltilieU mcntliui. II Z. XIV, 313; mhd. kinnebacke. «ir. W. V, 777; IV Jahrh kitiuhacke mentuui ifaux . <;r. W. V. 77H; 1177 Kyn- Imckell hraneus mala, maxilla), Im l ange I 7:U'>; iir. W. V, 77s snb 2a; 14*2 kiupack mandiluila Zciiing Voc. -|. I, l'rfM klnpaeke. kinpagg maxilla inferior. Hr. w. V. 777; UM klenbeck Kinn, Kinn- hacken, <ir. W V, TO; IM* kynhark maxilla. mandllmla. II. v. «.ersd. y7 ; Mist konharken Kinn- liaekeu , <ir. \V. V, 777; 10*0 kunnhaekeu Kinn- hacken. Hr. W. V, 770; 17*2 kinbacken maxilla in ferior, (Ir. Vi. V, 777 J. ,,l»ie Zusammensetzung Kinn- Birkcll Kinn Kinnlade, Barken Kinnlade snlltr Ii." Bedeutung Kinnlade um mehr Hieben als so- wohl bei Kinn als hei Backen sieh im Sprachgel.rau« he noch weitere Bedeutungen entwickelten ' «ir. \V. V.

777 ff . Nach der meisterhaften Knlwleklung In 'ir W l e ist Kinnbatken 1. = Kinnlade als der untere bewegliche Kiefer. 2. - der mit diesem mit- arbeitende «Iberkiefer (oberer Kinnbacken). 3. = das Kinn. 4. der Schlund. 5. die Wange. 6. - die Schläfe 'aher nur im ahd s. (blnuapahhiiii hm ^backen -/>>., -r . Ge- schwür. -Zahn, -Zwang. A'i.--Backen Bayern . t;r. W. V. 77S1 Kinnsbacken schmeiier i, I8i"j.

Lange Backen, ahd. lanebeeho [GnuT, m, »1 = Hängebacken. - Paus-, (Paust-, Pfaus-} Backen 1«> Jahrh 1.17 - 1 •.::•.» Itausl.aek Pau.twek. PfMifbark, t;r W, l, nys boerae inflatae. ivu pfaus- bnck huren. D. s.;, Bussl»ackcn hucculeutus, Iiilas. Kugeln, baushaekig, llad. .Inn. 31M; Ii. Ii. puusbacke, Hr. W. I. Müs, VII. I'.l:: Bausbacke , nbcnl Blaus harken, ' \ Hrhnt. tO\ Kluge4, 279); m mhd. pfAeen

- <\. pfnusen (», d.) wbnatlben, also rigeiillleli Backen, wie man sie beim Schnauben volluimmt, aufgeblasene Backen. Triefäugige Pamba,cke Mr. Vi. I, IM»), eine vollo Backe mit Triefaugen (8. d i, ein Bild der torpiden Scrofulosis. loio fy«/crs-Backen <ir. w. i. mis - Pausbacken. Rot- Backe rote Wange. ScAnw/backet (c. v. seh, ii 47o im Gesichte abgemagert. Stirn- Backe ». Jahrh.i thinna|>ahhun .l oss, (Jh.ss. Diez U3 , die Stime heisst im ahd. ttniia; Oriiiim ver- hcsi-rte diLs .früher in den fass. <ilo«s. iiiigenommene

eblnnapabhun temponi in ihlnna pahhun stirn backe. Backen-- Ipfcl, -Bart, -Bein, -Blase, -Darm, -Geschwulst, -Hohle, -Knochen, -Krampf, ■Leiste, Sack, -Tasclw, - Wange, - Winkel, -Zolin.

Bad, n Bade-Frisrf-. -Krätze.

Baecker, Bagger s. Pecker.

Baecker, backen, ndl. herbakken. gohakken V. K.Y n.s erzeugt niclit recht ^backen sein Burk i > blödsinnig, weil bei der Erzeugung nicht recht geraten zubacken - wie mit Teig verklebt sein n \ in«; z. B. au den Augen. (Jeher das Backen (Umbacken) und Mahlen det Menschen s Altwdber-Mühle und Ufen. Bäcker- Back-

Bäckling m. 1 einer, der eine geschwollene B«tAfhat( Parulis) I h233 >. 2. ein Wind- dorn am I.'nterkieferrand des Pferdes l7ts Mnsrhenb. •'2'. Ii. ein Pferd, das au eiuer Backemtahnt'istel leidet i ulke I •,•>

Baen, m. (Mecklbg) Gaumen. /. d v.l. K V iv.es. SM] MundhOhlendocke (Bühne) Kluge ..;>

Bälgle, Bälglein, n. s. Balg.

Ball, -baellen s. Bell, -bellen.

Bändl (Bändchen) s. Band.

Baer in Baeren-sScWa/", -tattig, - Tritt.

Bare (baren, Baerung) s. bar.

Bärpel s. Berpel.

Bäuchlein s. Bauch.

Bäuschel (Bäuschlein): mhd beincberi da*

oU re Kingeweiileeines Sehlachttlere«, tlas im Bauschen herausgenommen wird l.cxer Ii. IV.l 2: das huschele, t.nsehlelii «.i w Ii, rna;. 1. Nachgeburl, Bürde.

Beine, -Fiscli, -Krätze.

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Bagol— Balg.

Matterkochen, der sich als ganzer Bauschen entleert, Secundina. 2. - F.xta, das gesamte obere Eingeweide, das man als einen gemein- samen Baaseben aus den Schlachttieren heraus- nehmen kann (Opfer-Anatomie) - Herz, Lunge, Milz, Ix)ber (<;r. w. I, nw,< (vgl. Büschel).

Bagol, m. Tirol , Mint. -V Ii) ein kurzer, dicker menschlicher Körper wie ein Bagel lilenen- korb, Schmeller I, 226

Balg, m. in vorserm. bhelidi - M-hwellon; »rerm balgt-, belg, franz. boyati > »olgarh; ; angln, bylg. I«dg; irini-h bolg . alinonl. Imlgenn nuf|fi'!-rhw«dlen Kluge &. 2-1 1 ; engl. Iielly Bauch Schnorrer IUI ; iihil balg

follix, nihil. bah-, 1 die zum Aufbewahren von Flüssigkeiten in Schlauchen abgestreifte Tierhaut ul»er die Unterschiede der Haut von Kell, lutlü, Schwarte v <.r. W im, UM); die strotzend geschwellte Hant ahd belgan , nihil, tilgen mm««, ■cbweUen, Kluge I. c] ist der Balg als volle schwel- lende Hülle; darum aber auch „auf den ge- schwollenen Leib spezialisiert" [Klage1, SS) 2. = Bauch, Leib (voll und leer); [1498 rentcr,

MiilMi'hlK, lir. W. I, 10M; D. 610; Delling, hayer Idlot.J.

3. = Tumor, Uterus «trimwller I. m). 4. - der ganze Körper Tirol als ganze Leibeshfllle Itint. :.. ». zügeln i - 5 - die Balge (belg) Testiculi, Serotum (s. Hochbalg) <;r \v. [V, 2 l«06; M21 ;.2i). (5. die menschliche Haut

Fell (s. d.) 7. - ein kleiues plumpes Kind, das einem wassergefüllten Balge (s. Wechsel- balg, WasBerbutte) verglichen wird. (Vergl. Bottich, Butte, Mondkalb). - 8 Baelglein der kleine Balg (s. d.); abd. palgaliu Kitas Hl, 107i. IV Jahrh. halgle NaebRebtttl llyrli, K. \V I. Iis. |>clglcin t»elll»l «ei'undina, Zeniug. Vor. o. 6; 1507 balgeleln [II. can ] amnlon , V#* balglein lullt- culim und die lote Krurht [TnWrnnfmonl' ; 16. Jahrh. baclgle Mi ondlnn genannt fArzticybuch , <ir \\. I. iom. . nlwo durchwegs auf die die Leibesfrucht hergendo Eihaut nebst Anhang (Nachgeburt) bezüglich. 9.-8. auch Bolgach. .l.v Jnhrh.)

. 1 1 .-'''i-Balg, ar-|iclir, ar««liellcg, arKvItolgv ^chmcllcr l. Ii» n m Piga, Nates Arsch ballen. irtwf- Balg Haeuiatocvste , eine mit Blut gc- füllte. stratfgespannte Hautbeule Kram B ffi).

DrUsen-Bulg die das Drüsengeweb« eng umschliessende Haut. /)Mrrr-Balg, doerrbalg rniucll IV. 17; Sieben!.. 9*ch> der lud uls ein- getrocknete Leibeshülle. A'KterBalg, »h.i uder- t>alir «.rafli l.v.) - weibliche Brustdrüse ulsmilch- gefnllle Hauthülle. Galkn-Balg H Jahrh

gallcnlMilg Hl.ti \ejMn) vclll-, fclli«, Vor. o|.|. W. II; I . Jahrh. Kall.nl.nlrk cMifellu«. 03» | I |H2 gallcu-

riata Icllla, Zentnjr. Vor, k. i Gallenblase. Haar Balg ..die tlasclienföriuigen Vertief- ungen der Haut, in welchen die Haarwurzeln stecken" «;r. w iv. i sx ifawp.-Balg, ahd. haui,ltlM»l<- hm-.ih ..raff III. Iu7 (die zum Geld- beutel verwendete) tierische Kopfhaut. Haut- Bälge die den Hauttalg bereitenden billge- formigen Drüsen Kalk»- I. J7v. Hoch- Balg, I -Baelglein lVtl hochbalglln, llyrtl, K. W. <>a . vom Hr.rhl.al« I'.'l ilnrrh Verkleinerung entnommen ; diinda« llorhUak-utn, weil beaonden hochwertvoll [t], davon »einen Samen hal..- llyrtl. K W ], IM whr zu l.e/.welfelli ;

Balg. 25

1861 hochbalg srrotum, Cr. \V. IV, 2. 16H , Schm. I, ■£t6). 1. Hodensack, als oberer, höherer Balg im Gegensatze zu dem für den Bruchschneider und Kastrierer wichtigeren, eigentlichen, in- neren, tieferen Hoden balg (- Tunica propria).

2 - Hoden Ihorhbilg tentlrull. Cr. W. IV, 2. MM als Inhalt des Hodenbalges. 3. = „das Mittel im Dieeh" (die Hoden-Umgebung) bei Scblacbtthieren f Augsburger Metzger«prachc , Gr. \v. VI, 2:i<>. 4. = der Hochbalg galt dann aucn als Testen muliebres = Eierstock. Hoch- balg, -Driisen, -Geschwulst. Hoden-Balg, ahd hodcpnlc fl-cu* lirafT III. 107; löfil hodcnbalir. <^r. w. IV, 2 WM) Hodensack der auch zum Geld- beutel veraibeitet wurde (Gutsack). Kul- Balg, niii rniiiaii h nientiila i> ri'.7 1 derHodon- sack (s. Kulle). Kinder- Bälglein mm kindiiniKci

^ amnlon, (' v. Mrurllh. ; luhd. klntbt-lKcl, I.exer, 12:1; l.i07 kindhalKktu. Hort. un. -- amnlon!; al«o das Balglein stricte sie dictum (s. o.) = Scbaafhaut (Amnion, Pcllis, Secundina), Kinds-Netzlein, Kindsfell, Kindsbürdlein, Büschlein, Kleidchen etc., die zarte Kihaut, womit die Frucht im Mutterleib umgeben ist. jYaöVBälgleüitT« Jahr.

naehlxURlcin. llyrtl, K. W, '>; narhlmlKlin, Hyrtl, K W. itfi iVacAgeburt (Placenta) mit dem Kinds- bälglein. Samen Bälglein [noch Im ls Jahrh icebrauchllch in -Irr ."frhiilr di r Vuatoinir .Sametl-

bläschen (Hyrtl k. w.j. irrbalgen unter den Rippen anschwellen und dabei den Atem schmerzhaft einziehen (s. verfangen und ver- Walgern), hei Brustentzündungen besonders der Kinder sichtbares Krankheitezeichen mold-rhui. in) am kindlichen, mehr aufgetriebenen Ober- bauche (Balg). Wasser-, IVccA-sei-Balg : mdi

Wi-Iht indisrhr Studien ">. 2i'-0 lu irrilllirli «rhou in den imlNehen Vcden vnrkommeuil fWattke, d. V. Al.rrirl. § 3KB. SM), wird tltOM* Wort nach «irimtn W. doch erat hei Luther ali> «olrhe« erwiilint <ir W. VI. 2.10h i «, « Iim I bnlk Mondkalb'. Nach Luther Zeltsehr. I d l'hllol. XXVI, M.i IM der Weeh«elbalK unrein Stnrk KlclM*b, eine UIIIkmi rarni*. worin keine Seele i«t und die i iil-lrli! durch dieSrhuaiiKeruiiK einer Krau wahrend d. Woehen- heUreinb/nuK Kine wilrhe Molen^rhwaiiKvmHwfl in kleinerem »irade war« aueh die AborttlH- Mole I rx. r :177 fuhrt «eh«elbale al« mhd.au; 1 1.191 1 Wei liHellwl« l>uer mbditut lltad. Jun. Vi), l»er Toufel, der oli an die Stelle zweorhatter Krditelster (Alpen, Itnl/eii. Kol... Uli' tritt, rauht niu h diev m AlnTKlililben die ffQ- «linden Menxelienkiuder und lefft -.eine mit den HeXVU enteliKte TeuleNbrut, die kielkrofliKen, dlrkbilsigen, verkrupiK-lten, verhütteten . Im WaehMnm zuruekblei- benden , bauehUäxtiKen , dick- und Kromkepftaen, btassen Weeh^ellMilK-Kinder in die \\ ieecu der Men«elieti hinein; er «-hiebt »ie den andern unter, wechselt nie au»; iler Teufel vertritt aber hier nur die clhixclicii Zwi rne de- Heidentum» Simroek, II. I> M. 133; Ahcrgl. i'.2. Ii. A. Uli. 2ti'.n. Wecbselbalg ist eine dem Wasserbalge ahnliche, ihn formell angeglichene Missgeburt bei Meusch oder Tier, verursacht nach dem Volksglauben: a) durch den 1-in- rluss lies Mondes oder b) durch Auswech- selung von Seiten dämonischer Wcson (Alp, Butz. Teufel. Kobold, Hexen etc.), c) durch widernatürliche Erzeugung, d) durch den bösen Blick oder das Versehen. .Sein Huuptcharak-

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Balg.

Balken— Barns.

teristikum ist seine Erscheinung mitten unter \ sonst normalen Geburten, besw. Generationen, die Ähnlichkeit miteinem prall gefüllten Waseor- balge, die Verbindung mit dem Kröpfe, das häufige Abgestorbensein der entartetsten For- men, die zwerghafte Verkümmerung im wei- teren Wachstume, sein Vorkommen bei Mensch und Haustier (Kind), seine grössere Häufigkeit in gebirgigen Gegenden. Der Nanu- Wechseibaig

wird für menschliche Wewn gebraucht. Wasscrkalb

für Ueriae.be nnd menschliche Mlaageburten. ; letzterer Same 1*1 keine ('bcrtragutig eines pathologischen Be- griffes vituliis hydroplcus», sondern blosser Verjrleleb mit dem ursprünglichsten Uefassc des wandernden No- maden, dem Wasserbehälter desselben, der Kalbshaut oder dem Riitllinj? I Butte, Hottich , dem Vorläufer des durch ergänzende Ke|>uratureti ausgebildeten oder etil- wickelten lioUbottlche*. Wie son«t -ehr oft, so wurde auch hier ein Hausgerät zum Vorbilde 1k>I der Bezeich- nung eine* Körperteile», bezw. einer Leibesfrucht. Von «lern prall und schwellend mit Warnet gefüllten Dutt- 1 int; aus Kalbshaut stehen stummelformig die vier Kx- trcuiltntcti-Stumpfe ah. l)le«e abgestreifte Kult. »haut, die vernäht und verkleb! oder mit Schilf, Beet, Binde etc. verstopft wurde, diente In ihrer gefüllten Form als Wasserbutte zum Vergleiche ftir den körperlich ähn- lichen Wechselbalg , der <lamlt den Namen ,,Was«er- balg" erhielt. Wosserkalb ist wohl der altere Name für da* Wesen; die Versuche, seine Herkunft und Knt- stehung zu erklären, führten dann zu den übrigen Namen, worunter Wechselbalg . Wechselkind. Mond- kind, Mondkalb die bevorzugteren sind Nach spaterem Volksglauben siml die vom Teufel in der ersten Mai- Naeht altheldnlsehe Kultzeit mit den Hexen Im Teufels- llelschlaf erzeugte Teufelsbrut solche WecliscHndgc ; nlier auch die schwtmmfiisslgcn Nixen, die Hexen oder die Zwerge zaubern den unachtsamen Müttern solche Wc.-h»c».algc als „SchandlMllgc" in die Wiege, an stelle ihrer Kinder sie unterschiebend, hinein Wnttke I». :»;i, Schcible III, l«:t; Bavuria I. I.M7; III. S.*Mj IV, I. 201. 212.1, daher sie <'aiiihionc« ahd, wihselhign Wecli-llng •"■ d. genannt wurden , gegen diesen Alp- Zauber Inns« darum heute tntch rote* Kirchen wach« lad der Kindbetteriu brennen, bis da» Kind getauft ist, •Hier der Löffelstiel der Wöchnerin muss mit roten Wai hslicht»treifcii umwunden »ein itberbayern, Ohcr- pfalz), Dein ganzen A herglauben liegt die ärzt- liche Thatsaehe 1) der Uhachitis congenita f00- talis (Kretinismus) zu Grunde; daher obiger Wechselbalg-Aberglaube in Kropfgegenden, wo die Krdgeister- und Zwergsagen im Schwünge sind, besonders häufig ist, beziehungsweise war. Nicht nur die ganze obige .Schilderung des Wcehsclbalges .stimmt Oherein mit dem bilde des Kretins, der heute noch „Wechselbalg" ge- nannt wird itavartM iv, i 212 , sondern auch frühere Ärzte erkannten in dein Wesen des Wechselbalges »- hon im 1*. Jahrh die Uhachitis (foetalis und post partum) \. v. II l. ll'.i , n. »s. u :. Der dicke Kopf, der Kropf an der Kehle (Kielkropf), dicker Bauch, verkrümmte Glieder, die Wachstumstörung (Hasenscharte, s. d.) etc. kennzeichnen den Kretin genügend; 2) aber auch die eigentliche Uhachitis dar Kinder (post partum) wurde darunter verstanden \. v Ii i, 1164) ; 3) sowie die Molensohwangerschatt

(= Mondkalb, s.d. und Wechsel butte, Billwiz, Kaulkopf, Kielkropf) >. Z d. V f Volksk ., is-...;.

1. M). Balg-0e8chtctdst Balken, m Balken-Sfaar.

Ball, m. (Ballen), ahd pallö. bullo; mhd. bal, balle ein kugelrunder Korper Kluge &, 36) ; dazubcdle, angl» la-alloc - Bode Kluge 1. f.); Ii:« bal talus in pede, 1). ~>72; 1".:I0 pallen prosthetis pedis, 167,' 1. - Arschballen (s. d. und Bällen-Muskel;

2. Handballern) manu« palma Wackernagel IT; 1> r.js ; Du < nnge I. vtr, ; 8. Zehen- oder Fussballen Tirol, Hititner20. s, Waekernagcl I7i ; 4. Geschwulst a)-Bcllfuss Bayer. Wald; Schindler I. 33» , b) Pest- beule; 5 Zahnrleisch-Billern Bällchen; .Pauli --et i ; G. der Hufballen am PferdefusB; 7) Nasen- kuppe K. u 87). /lr8c/lballen Jahrh. arsbelll

nute». Hab Maur 65, 11 Jahrh arsbelll natc*. II 7. III, :n..H . XV. 3*1. r.2:t; XVI. s:t; arspelll nate». II. 7. III , 13. Jahrh. arspelll nates. H. Z. XIV, MX2; II Jahrh arsbcll nates, Voc. opt. W. 13; 117« crsball, erspall arsbal eluni«, eoxu, nate«, pygae, I). 12». 376. 1:13. «07; IV Jahrh. arsballe eulus; 16. Jahrh arsballe, D. 162 ■lii-t ; dann verschwindet das Wort in dieser Form. ^Hycn-Ball, engl eyeball I-ehf 171; Gr W. 1, S03

= Augapfel. Daumen- Ballen Handballen, Mäuslein (s. d.V .Finnen-Ball s. Haarball. -Frosi -Ballen - Frostheule. Fww-Ballen - tler breitere, dickere Teil unter der grossen Zehe

1 4*2 balle al« Vinter den Bissen = tallu» [callus", I». .".72; «.r w. iv, i ioi! Zehenballen. (lMtj llaar- Ballen die bei Wiederkäuern im Magen (Pan- sen oder Haube) vorkommenden, kugelförmigen Hoar-Concretionen Kor-ter II, iv;; l iebrecht. «. V. Kd. aWj Falke I, 3.V>); norweg. Finnenballen Klb(in;nen-Kugeln (s. d ), Aegapropili. Hand- Ballen - rviider halbrunde Ballen unterm Dau- men (s. Mäuslein) der Hand >.r w. IV, i. SM M ,.7'vi B allen - Haarballen. -- A'««?i-Ball Orbiculus nasi, Nasenkugel >-r w VII, HOi, die kugelige Nasenspitze 1738 6\mrf-Ball Testicultis venereus (gummöse Orchitis) \ v. II i, 13M (s Sandklossu Sand) I7'.2 Fcwus-Ball Orchitis gummosa, Testicultis venereus, Kpi- didymitis gonorrhoica, durch die Venus-Lust (s. d ) erworben. ZrAfn-Ballen Fussballen (s. d.) \ v. II. 1, I2»i> 8. auch bellen.

Balo s palo

Balsam, m. (Balsen), ans dem grlecfa -lateiii hal-

«umtim iKlnge*. 3«; fers iKlsau, Kraus, K. IV. h b. F?rtfÄ*-Balsam l'araeelsn»; «ir. W III 1707, Synovia, tlie Flttssigkeit in den Sehnenschei- den ^Flechsen). Kinder- Balsam Aqua em- bryonum das Kinds-Wasser, „weicher Name auf abergläubischen Gebtauch dieses Balsams als Heilmittel deutet" (?) r;r, w. V. Lebcns- Balsam Galle (Helmont) als Flüssigkeit aus der blutbereitenden Leber nach früherer An- nahme (s Leber).

Baltbasar, m. l'odex posterior, weil Bal- tbasar der „hinlere" von den heil 3 Konigen war.

Bamazeln, pl. die baumelnden Zitzen, Mam- mae sclmi I, 3:«".

Bams, m ein dickbäuchiges Kind 'Bayern . (vgl. Banse, Banze).

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bamstig-Band.

Bani— bar.

27

bamstig , mhd. hem«ti« = die bamstlpe , dlck- MneMga Lexer 15), biwwtlR (österr. ; Denl*. II, ist

aufgedunsen, schwülstig.

Bamstl, m. Ö»terr. , tn Wannt; «ir. w. I, lim

V enter obeeus.

Band, n :Bandl, Bündchen. Büimeli binden ; viirk'trra Wurzel bhend Kluse \ 27. 41 j; ahd hont, bentlr ; »uffls. bend, engl. band; rahd. liant , bender

da.*, wa« bindet oder zum Binden dient Bändchen -Frenulum praeputii, Eichelbandchen (s.d.)

Hyrtl, Anat 703 Bändel, nhd bentll ; mhd licndel, bftndel Hyrtl. K w 49. 1. = kleines Gehäniie (M. d .). 2. ndl l>elit terma.beiidi 1 tacniii H«ch

Ii ',77 -,7-.t; = Bandwurm (Nesso). Eichel- Bändchen - Cuticula in glande penis, Freuulum praeputii «'.r W. III. 79. Hyrtl, Anal. Tai r>7:t .FrocAt-Bande - Kindesbande (s. d.) [Lontcertu

'" bände, ahd ei|icntl mhd Hebende, 1C7S

iebunde Hyrtl. K.W. 15. 4»; ^gesamterBandapparat z. B. eines Uebeins. 16-jo. .Danw^fDande,

Dr. Minderer) - il090; dartiurebün das Gebinde, Contignatio, die Ineinanderfügung, Zusainmen- heftung der Gedflrnie Fischart; tsr. W. II. 781 . Hals- Band - Nackenband Kalke I. .wj (s. Ge- binde) — i/fTI-Bändel 1"«94; MW. der Hcrzbandcl

ur W. rv,2.12t$) = Pericardiuin.dasunterniBrust- l>ein befindliche Herrnetzel, -bengel-, -bennel

Nawiau; «ir. W. IV, 2. I»»;, Man nahm früher an.

da** da* Her» in nclzfr.rmiK ccbildctcn ..Blindem" laue und vom blut»au»reu<ten (». d.J Danton ,,vcr*trl«*kt" werde, wm vermutlieh «Ich von der Opfer- Anatomie ableitet «ir. W II. ::i:t; IV. «.'. 1210.'. Wenn Krank- heiten oiler Leiden das Herz ,,an«tos«cti" oder drucken so Ist nach lirimm 1 e dien aus dir Anschauung iMMlUHtesagt, da>« da» Herz «ic h au* den Blindem wie ein Knochen' Kcwaltsun loalflM «ir. W. 1 e.| oder wie <la« Kind an* den «icbtirtn-Hntiden : es kann dieser Aus- ilruck alter weiterhin auch drtmoui*tl*chcu Hintergrund Italien . da auch die Imsen «ieinter binden 1:1 Jahrh.

la« iribetidc de* bo*en ircinte*. 11 off 111. I. IUI . 1*0 ',

JCapsHB&nder «lereineKapselumdieGelenk- hoble bildende Bänderapparat Bell. IV, TO«.

1.49 Kindes -Binde He Fruehtbande, aus denen die Kindes-Arbeit, Kindes-Not entbindet

«;r. w. V, 7H) ; vgl, „angewachsen" unter „wuch- sen". Jede schwierige Entbindung hatte früher in «1er „Anwachsung" «les Kindes ihren Grund.

Knarr- {Kniet-, Gnitr Band rrov. iveram) ,,eine Hchmerzhafte Behinderung «les Ge- brauches der Fussbewegung" Tendosynovitis crepitans Härtel«. Mediz. d Natur Volker t'ii. Barde leiM-n 1 liirurv . weil die Knochen bei ihrer ge- hemmten (gebundenen) Bewegung knarren, knirren. knirschen (s. Knarre und Ach 2) i r- <|iiell II W»i. Lied [Glied) "Bind 1475 wU hende ntnl» die lee«le nerrii-heria (articuli l> Iii Gelenk- band. — Lippen Bandchen - Krenulum labii.

i.v»i Lungen - Bänder die von Vesal bei Leichen häutig gefundenen flachen und band- förmigen Verwachsung zwinchen Lunge und Plemra riim 1 IM). i«w Ai««er-Bänder <in«r. ü'^ii 1 die Bänder, welche die .Mutter (Gebärmutter) in ihrer Ijige erhalten «ir. \V, VI, >ih>. Ligamenta uteri teretin v sl. boW 11 2 - imVolksmundedieHi hmerzhaften Kni|din«l-

ungen in den beiden Seiten-Gegenden des weib- lichen Unterleibes; die verschiedensten Ur- sachen von Frauenleiden werden auf die .,Mut- terbänder" geschoben. (TO») üfatVf «Bud Nabelschnur Th «an itr ;!7* . »Vac&rn-Band s Ligamentum nuchae s. Haarwachs, Wald- wachs. — a\ rtS<n-Band, bandi der na*«lueher - Inter- finium D. 304) _ ^der bandfürmige Knorpelstreifen zwischen den Nasenlöchern. UXA) permentisch Band - häutiges, pergamentfthnliches Band (Membrana pergamenicainterossea)der Vorder- arm- u. Unterschenkel-Knochen Hyrtl, K. w ir."

Inn Saum -Band - «1er den sog. Saum am Kronenrand desPferdehufes bildende weissliche Haarstreifen auf «ler verdickten Oberhaut Kalke 11, j.vi _ Sektion- -Bänder 'Tirol) = Schulter- knochen, Schulterblätter Hintner7. 16] —Stimm- Bänder die durch ihre Schwingungen die Stimme erzeugenden Bänder des Kehlkopfes; auch das Volk spricht vom Stimmband. Zungen Bändchen Frenulum linguae, von früheren Ärzten und vom Volke vielfach als Ursache von Sprachstörungen (Stottern, Stam- meln etc.) angesehen infolge der Vorstellung, dass die Zunge durch das angewachsene Bänd- chen gebunden Bei. (fonfer. - ..Faulil «-oujH-r le fn-in de la laaglK?" I'ar Dr. « heniu, W\; le Miel, liifiiou

Uaqim] »ris«. Bind- Adet , -Werve, -Schnur,

- Wurm.

Bani, pl. PferdetleischkiKJchen liayern; vptl

„Volk« Medizin" de« Verf. S. 171 Behl.

Bank, f. Bankle, n. sehwainii: dicker, kleiner Mensch sehw i:tj ein Bankart oder Bankkind (s. d ). - Bank- Kind, -Stichel.

Banse(n), Bansch, Bantsch. Sei»enformcu zu

Wau»i, |tum.«t ; 1. I V.xi |iuii> Wampu , « i r. W. I, lll'.i Hm:«, ii Dickbauch grhw. 13 , Wanst, Scbmer- bauch. 2. Panse, Banse der erste Magen der wiederkäuenden Tiere «ir. W l. int» Bansen idem Mtw. Kl (vgl. Bonzen) frz imn«.- \mu tvx') Hr. :i»i .

Banze, m ein kleines Kind mit Hängebauch (- Barns, 8. iL) («r, w i.

-bar (Bäre, bären, gebären), zur nriudogerm.

Wurzel bher l.ellM-»frucht tragend i ferre , vor«crm bher; jn-nn. lier; Roth trnirnn; ahd. hart trap^ iid . eiberan, iM ran, livraii; mhd. Iwiere mutend; «il«reu, iMlereil. bern Kmeht Innren Klntre5, 1:10, «irall III. );;•» ttnul. Nw ir. bureu Die Bäre bei tk-kenl Hyrtl. K w. ir ( terus, Tragsack. nbd bär- haft fertilis «ir. w. I, n s»), unbärhaft steri- Ü8 ri4H-.|. i|s;t unberharfte, untierhnlltlv . Lexer 290 «terillta«. C V. Mi-Kb«.; Zeiiin«. V«te. kk\ k..t'; l'.l* unlM-rhaffllt! Merili.«, H.v. «ierMl. 1«., l.ils iinbarhafte Weiber IemtV*e «terile«, Ituland . - - Die Bänillg

[l>erung] menslnmiio - schmeiieri. .'«io) ; Geburts- thittigkeit, Wehen. Barn n., sh«l. ttlltia, Kind i.rnff Iii, im dasProdtikt derBärung. geb&Tm

10. Jahrh. ulblran pwMM edere. Hyrtl, K. W. 17; II*-.' Ki'iKTti iriKtn-n-, Zenlni:. Vor k t; I.V Jahrh. m-bernde Rix«, 1*. SHl ; M Jahrh. «elMtrvn erzeinreii «Ulli männlich . Hyrtl, K W. Nach «ir. W IV.

i. Inas fl 1. die Miestc Bedeutttng i«i -tragen, bringen (fern- , Hielt entwickeln, Frucht bringen

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bässlieh-Bart

harzen— Bati

durch dasWachsen der Naturkraft 2. = Frucht bringen, parere, gignero, von Mensch, Tier, Mutter, Kitern, auch vom Vater (8. Gebärer, Gebitr- Vater). 3. wirklich erzeugen, bei- wohnen (durch den Vater). 4. = entstehen (nasci); frisch entstanden neulich geboren.

Gebärer - Kcnitor. 11*2 ircperer ZenltiK , Vor 1 7 Vater (Gebar- Valer). au»gvb&Ten parere (<:r W. 1, 866! fehlgeb&Ten = aborlire, abortum lacere <;r. \v. in. H29; IV, i ich;. iiyv das tieisch gebeten <(•{. w. IV, l. durch die Kräfte

der Natur Fleischliches hervorbringen. Zu friihgeb&ten i v> abortire. Kind- GVbärerin [1490 Klndclgetercryuiio, I> 171) puerpera, eine im Kindbett« (s. d.) liegonde Krau. «indbar

- schwanger, kindtragend. r.is kindi;cberiKc H. v. G«mi. 17; UndRebereriii , klnderKebererinnc, ur. \V. V, 762) ~ puerpera. mmbären. -geboten

- Fehlerhaftes gebaren l'.io mlMbfteren , 1V.1 mlss- RebKrcn ; Or. W. IV. 1. 1644 VI, 2376. 2286 ; ahortire ; In. Jaltrh. miwRcbehnim/, r;r. W. VI, 22M; The«, »an. »rund 313; Ackcrm. 142; 1x01 mi«»b«cren , Wckkard

33i; Abortus. Missgeburt f. 1. = Frühgeburt ; weiterhin 2. = Monstruni. AI utt< i Ba r Bär- mutter .i.nvh 229'. mhd. muotVrbar mutter- nackt, nackt, wieaus demMutterlelbe kommend ■Luxer 170 fiew nachgeb&rcn <;r. fr. VII. M spater gebären (nach der eigentlichen oder ersten Geburt). unzeitig geb&ten im unzyten heren, Ilyrtl, K \v nicht zur rechten Zeit entbinden, Abortus Mir. W IV, 1. livn Uttbären, ahd uiipcr- Hiill stcrill» «irafllll, 141; mini uiiliebrllch, unln-nido »terlli», l.vwr 2:hi nicht gebären, das Gebaren als natürlich und selbstverständlich angenom- men; nicht gebarend, nicht befruchtet, unfrucht- bar. — unbaerhaft unfruchtbar, steril. Vgl. unten; -boren, geboren. Bär- (Gebär- Angst. -Bein. -Glieder, -Grint, -Kraft der Natur, -Mund, -Mutter, - Vater, - Wümme, Wehen, -Zeit.

bässlich N< passen. Bariii, n. s. Paralyse.

Barm, m. ntiit. 11 .falirh. iMiriu , 12. Jiihrh hurm «lim-, Husen, mini, imrin Imrn Schoss; lluffm.l, 24; Oratllll, 151 j Lexcr 11) Abrafiama -Ba.rm 12 i.iiirh abrahames parme Abrahams Schoss (s. d.) aioffm. i. 20« l-.i Bluts BÄTmen die Sammlungsstätte, „des melancholischen Blutes Residenz", der Schoss, in dem die Bluthefe sich sammelt » <.lcr Ii it

Barpel.f. (Berpel.Bärbele), i>tnu*bnm I'ar-

pel, Fat bei v. s.i.m im Kinderpocken, l'or-

peln (s. d ).

Barren, m. - Riegel •«* frz. tmire Kluge 1 2»] die Kinnlade des Pferden iniw.- i, 101 \cr

niutltcli mlHüvemtondfii »im narrcni« r Barren-

ßcUm r, - Wetten.

Bart, m. Indogerm. Miardbi . Kcrm. imri , uhd mini, »mrt [Kniffe*. SO acbarles, stechendes Haar ■Heyne 2S* 1. menschliches Kinnhaar. 2. Schnauze, Borste (bei Tieren). 3. die Gegend, wo der Bart wuchst Kinn Tirol, Mit- lulrln-!», Mu Vogtland . auch bei Krauen und Kindern iltntncr; Hr. w. v. 777. svhmeii.r I, 2*2).

- 4. = die Zahnwurzel, mit dem Geisbarle ver-

I glichen ltw Bärtlein eine borstigem Haare angeglichene Fleischwarze unter der Zunge des Kindes i'v. M. I. o \ Dörrwarze. Backcn-H&Tt

die Barthaare auf dem Backen (Wange). Doppel-Bitt Doppelkinn (s. Bart 3) f;r \v. v,

7771. £rs/-Bart [1482 der erst pari, erst neuer pari ZttilnK. Vor hh 7; D. 8Ilj = Julus, Lanugo, l'ubes, 1. = der erste neue Bartwuchs am Kinn illyril, K. \v. 55) - Gauchbat t 2. = die ersten Schaui- haare l> 170 .Fiaum-Bart Gauchbart (s. d.)

-Fuizm-Bart Schindler i, 7*2' = fofr-Bart Capilli mont. Veneria (rotze s. d.). i*;n

GaucÄ-Bart Had Jim der erste Bartwuchs (premier poil, primpoi) am Kinne, die ersten Bartflaumen, wie sie dem Gauch (Kretin) oder dem bisher bartlosen Jungen (als !<anugo) wach- sen nri-n W; HjtÜ, K. \v. Vi'. //aje-Bart larva St tmudltT I, 1017 ~ das haarige Antlitz eines Waldgespenstes. Jun^-Bart, Jungfern- Bärtl IV Jahrh junckbart - pul.es. D. 179; Hyrtl K w. 204; = Pubes ertnosa puberUtis. Kehl- Bart der Bart, der von der Kehle herauf auf der rJalshaut wachst. Zinn-Bart, 1. = Bart am Kinn. S. m Kinn, Unterkinn (s. o. Bart 3) ;r,r. w. V, 77(0. -- A"(':-Bart Bayi-rnl Kinnsbart ur. \v. v, 77s ; Schmi-ller I. 1317 liir Kinn, Kinn- backen. — Loßel-B&Tt Milchbart; junge Menschen werden in derber Weise auch Hotz- lööel genannt Schräder 29V Mt7cA-Bart, 1.- Flaum-Bart iir. W. VI, 2l»o. 2. der Träger eines solchen. neuer Bart, nlvcr hart illyrtl. K. w. .v»). neuer, erster Bartwuchs am Kinn, Lanugo, Gauchbart. 17V2, Raiten-, Batzen- Bart <ler .Schnurrbart, der wie das Schnautz- htuir der Hatte absteht («r. W. vm, 205), rauher Bart- Barba hirsuta Or. w. vm, 2>.i Scltam- Bart, weiblicher Haar iles Venusberges ober der Frauen-Scham \ v II II, 72> SchnutT- Bart der Bart an tler »ebnurre, Schnorre( Maul u.Nase) [Pcbmellcr II, Wl). rVettVBait l'ubes crinosa motitis Veneria (s. Jungfembartli.

Bartfähig, -finne, -Flechte, -Haare, -Krätze, -Mann.

barzen s parzen.

BaSS, III ans Hai Lasso vnx Inflma s. >iii->u, im l.V 16. Jnlirh ciilK'hut iKluise*; 1) 2ti'J. H2*.».i. Kcid- Bass eine unnutütlich tiefe Stimme bei Zer- störung der Stimmbänder, die gleichsam aus der grössten Tiefe der Kehle kommt.

Bastard, m. aubVik zu itaukcri « Bankklml]

da» auf dem Saunisatlel Ki»--eii iler MiiiiltierlrellH'rj er-

seuirifi i ii. xiti me Kind KlitKe*. :o Bastard- Fieber, -Rippen.

Batz, in Batze, Batzen, Patzen, das Batz, das Gepatz, Botz, Bötzen, Bautzen, Butzen. Nach i,r. \v. i, um im Batz, Batze(n) Alles, was aus Weichem geronnen ist, gewissermassen wie gebacken ist und knollig zusammenklebt ; daher

1. ^ schleimige, käsige Sekrete klebender Art.

2. Semen. 3 Blut Tirol; iiimncr s, 20 als Klumpen ;Coagulum) von weicher Materie.

4. - Blattern- Narben ••«tem-ich; r. i Henm. ist, die mit dem ilfissigen l'usiehnhalte gewisser- müssen zurückgeblieben sind. 5. - das Innere des tierischen, zerquetschten Korpersoder Kör-

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Kau— Brach.

Bauch

perteils lug Batze Augen- Butter, (Jra- niiae, das Sekret der Meibom'sehen Drüsen des Auges. .Eifer-Batzen (Botze) Kiterklumpen <;r. w. in, im; Jeawn :cw>, mit dem man auch die reife Reibe Stachelbeere Kibes grossularia (im Volksmunde: „Kiterbatzen") vergleicht, da der gelbe Zellgewebspfiopf ähnlich herabhängt. Das Oebätz weiche, klebrige Materie, die inneren weichen Teile des tierischen Körpers, ..der prechen des gcpcU" Schm. 1, 311' der Hlnls- ItbfNhra oder lihitfcliliT Krbhundc, angeborener Fehler. (Bat* 2. 3.). (J.VjUJ Grind -Bitzen lischuM , <ir. w i, nr.it . das Sekret des Grintausschlages (s GrintV //tnf< > Batzen Nates.Aftcrknollcn iiyni, k w Hf.c Aasen-Batzen s. Bötzen /i' /: Batzen Nasenschleim-Klumpen sehml, 3U). .VifcAfn-Batzen Auswurf eines Lungen- süchtigen (Siechen-Materie). Spei- (Speitc)- Batzen ausgespuckter Rachenschleim- Klum- pen Schm. I. . Batz- A'";/

Bau (Oebäu), -Gt bäu(de) iiooaj gebuu (ur. w. iv, l, lft&i) = Bearbeitung, Organismus, System; die Art, wie etwas im ganzen gebaut ist, Struktur.

- Fi» ht - Bau Alopecia Meyer Konver». Lea. 1,4»)

- Calüchc rcbcrwtcuug der Alopecia ( - Fuchs- k rankheit, Fuchsräude, Fuchssucht). Grund- Bau Struktur der Organe. „Ute deutschen icber- «euer der in fremden Sprachen verfaßten anatomischen

und medizinischen; Hand- und Lehrbücher de« Mittel- allen» waren so gew issenhaft, das» sie seihst die Worte lateinischen und griechischen Irsprungs, welche schon hmg«t da» Utirgerreeht iu der deutschen Sprache erhalten hatten, sorgfältig vermieden und durch »tainni- deutsche Ausdrücke ersetzten." (Hyrtl K. W , 12. . Ver- gleiche diesbezüglich aber t Imnat - Natur. Hünen-

bau -- Kiesenkörper. KnocJien - Bau die Gesamtheit der Knochen eines Körpers als Ge- rQste (Ueyne III, iu: . üforper-Bau - Beschaffen- heit des tierischen n<ler menschlichen Organis- mus, ndl. lichaaina bouw. fiipj)CM-BaU die Ciesamtheit der Kippenknocheu als Bauwerk <;r. W. Vlll, i«tjj. Ii?»') baut sein, von Pferden und Haren, wenn das stark winkelige Gestelle der Vorderfüsso unter den Bauch erniedrigt ist (niederbeinig), so dass das Kreits «her die ge- wöhnliche Höhe hinausragt. iMaycr »gj.

Baubonen pl. XflUer, Krnutcrbuch 'hl)

= Bubonen (s. d ).

Bauch m (Bäuchlein) itKiogerin hhütek-, bbütk-,

hhnk , diuu ahil. botah Korper [hotticharligc Hülle], (Kluge*. 81); nach Heyne I. 2yo ZU bhug-die Korper Biege •; l.leg»ame Stelle ('] [unsicher]; ahd buh, püh = venter; mhd. buck (Or. W. I. IMS; Kluge*. :il ; «.raff III. 121, mnd. buck, [Mag. ItartholHSb); 1472 buych

- Uterus ; 15. Jahrh. pauch' ; ndd buch =; uter, ,D. iiJlj ; alts. bök cchinuni, abomaMum, D. IM), 1.— der die Speisen einnehmende Teil des inneren J/eibes, Venter. 2. - Unterleib im Gegensätze iiirBrust, Venter, Uterus, Wampe (Hyrtl, K. w. ic , Hypoga- strium (äusserlich und innerlich) 3. - Alvus

II Jahrb.; Voc. opt. W., V>\, 4. st AqualiculllS ■j Jahrh . ltab. Maur . iw als Wasserbauch. 5. =-- das Bäuchlein n) imchiin, beuchUn iijiau-i n \. tiend.) nach Hyrtl ,K. W. 27;, die Bereich nnns tler kleinen Höhle der Hirnkammer «oll »le etwas

Uebofleuufl, i.ewoll.tcs i«t Hauch. Bcfaw.»); b) sonst mhd. biuchelin binchcl I.cxerSli . fninz Hi— 17. Jahrh. petit venire Hypogastrium, HrissC&i - kleinerBaucb.

Ii die Arabisten teilten den menschlichen Leib in 3 Höhlen oder Bäuche [Löveling 3«7j: Oberbauch -= Kopf, Mittelbauch Brust, l'nter- bauch Schmerbaueh (s. auch Magen). 7. = niaj Bauch = der dickere, eefülltere Teil des Muskels (blbl. Medikus in , itri.-s .!»; venire mns- culaire. bauchen (buchen) --- den Rauch auf- treiben oder stark bewegen. 8. Bauch der Träger des Bauches. gebäuchet, bauchet = tnrgidus ventre, dickl"ibig, schwanger (<;r. \v. i, nc« . boger Bauch krankes Bauchge- därm, Durchfall, Frais J'auli sa;. Wut Bauch ss ein durch Gefassverletsung mit Bluterguss angefüllter Bauch (b. Tieren) ;KaIkc I, 131]. !>nrih -Bauch (Ur. W, II, 7S1) = Unterleib als der Teil <les Bauches, der die Gedärme enthält. ötcA-Bauch, 1 = Dickwanst ,f.r. w. II, io7» 2. Anhäufung des Fettes im Net* ;.v v n U, im). 3. - ein Mensch, der einen Netrbrnch hat ,a. v. H. L Md. . Kopp IV. 329 Z>i<nn-Bauch

- ein Mensch, der einen schmalen Leib hat <ir. W. U, l.v>4;. -- /•.'(.'•r-Bauch ein Tierleih (Bauchhöhle), derein abgesacktes Eiterexsudat enthält (Falke I.230J. ^7ciscÄ Bauch,l. - fleisch- iger Bauch, Pinguedo ;Kddn Jordan 181). 2. = M yomauteri. Hietuender 1 177 Ortolph), flüssiger (17. Jahrb. Taberu., Bauch Diarrhöe, Bauch- tluBs; der alte flössige Baurh - chronische Diar- rhöe. — F>< Bauch ;<ir. w. IV, l. lsv:. Fress- Wanst, Fressack, einer, der viel isst. Frosch- Bauch der hreite, durch Tympanites aufge- triebene Leib bei Kindern mit chronischem Darm katarrh (s. grosser Bauch, t| uappig, K röten - hauch). i.v.i) JfiiW-Bauch i'ir. \v. iv, l ist .

Venter avarns, BauchfQlle. (lotw) der grim- "i >■;• Bauch <;unr. 121 Bauchgrimmen. gross- bauchiK (MW] ndl groitbtiyckick venlricosus. nifu- lu«, Miigulncu» D. 513) = weit ausgedehnt am Bauche, bei gut genährten Leuten. 172:.) der grosse Bauch (der Kinder) Thes s«n. iir. s) „eine gemeinePlage, dadie Kinder einen aufgespann- ten und harten Leib haben, hiegegen nimmt der andere Leib ab" camau 1 eckige» roNier; der Franzosen (l»"Kspluc und l'lcot s. 371). gurrender Bauch ein Bauch, der den Naturlaut gur-(,'iir hören lässt Hänge-B&xich. 1. der bei uml nach öfterer Schwangerschaft oder bei Fett- Wanst herabhängende Bauch (Ouappelhauch).

2 . der schlaffe Kuhbauch, Schleppbauch bei Pferden und älteren Kühen mit sog. Senk- rücken engl. *wag belly, Lehl. 49). (1561) harter Bauch Hock 203 der sich hart anfühlende oder subjecti v hart gefühlte Bauch, carreau. Hecht- Hauch ein Pferd mit einem von den Kippen an eingezogenen, dem Hechtloibe ähnlichen Bauche, eingefallenen Seiten (wie bei Wind- hunden) und aufgeschürftem (erhöhtem ?) Genchrötte (Hoden) rrlücliu*. Werde Wi-.en- schab, inj. a^'l; Hers- Bäuchlein Herr- Ventrikel, Übersetzung des Ventriculus cordis ( Henshüttes d ) Hyrtl k \v v: //fti-Bauch, 1. Hängebauch der mit wenig Haber gefüt- terten Pferde, wobei der Bauch weiter als die

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I I

80 Bauch.

Brust ist und nach beiden Seiten sieli stark vor- wölbt (Kolke- I, :•.«».•, Mayer 41). 2. der grosse Bauch der Kinder (Übertragen) (Schindler I, ltr>

(1A51) //im-Bäuchlein, Übersetzung des Hirn- Ventrikel, Ventriculus cerebri (llyrtl. K w. n).

Hirsch-Bauch - ein Htark gegen die Flanken aufgesogener, aufgeschürzter Pferdebauch, wie ihn der schnell laufende Hirsch oder Windhund bat. Hi(>u/.s-Bauch Hcchtbauch ,KiiiWe i, im).

[1426] ./ ungfrauen Bauch alviia (D.27) schlan- ker Leib, der nicht vorgewölbt und nicht run- zelig ist Kartoffel-Bauch der durch über- mässiges Anfüllen des Magens mit slärkemehl- haltigen Speisen (z. B. Kartoffeln) ausgedehnte und erschlaffte Vcrdnunngskanal (KOUerll, 133).

kich-,(kit r- bauchen (Schweiz) - keuchbauchen, in langen Stössen atmen, so dass der Bauch mitkeucht (»ir. W. V, iSfi. 861). kipp - bauchen {buchen) {Schweiz) - schleh- oder schläg-bauchen (s. d.) (kippen = schlagen) Kleiner Baach,

I . l'nterleib der Frauen (Steiermark ; pioia-liartel»

II, 315) 2 (l'J60 ein kleyn burh, bauchelin, I). (!10; Ventriculus, Magen (Übersetzung) Koss-

Bauch - Kosack (s. d) Freasack, Dick bauch «ir. w. v, ikki). <H77) kräutiger Baach, ein (wie Krautkopf) aufgeblähter, aufgebauschter Bauch («•. v. Mi-g.) (s. KrauUder). Kröten- Bauch (l-anunert, V. Merl, na) Carreau (b. grosser Bauch) mit dem Bauche einer Kröte verglichen.

Kuh Bauch i«ir. w. IV, 2. m) der Hänge- Bauch der Pferde, ähnlich dem der tragenden Kühe. [1843) leicht - bauchig schmal, eng, dünn in der Lende oder Flanke [Falke II, 86). J4W-Bauch t<ir. w. VI. 1714) - ein Bauch, der mast, fett, feist ist ~ Fettbauch, Fettwanst. [1678] Mittel Bauch [Ur. W, VII. 1116). 1. = die Weiche, Dünne, Öde des Bauches in dessen Mitte (Taille s. Dünne). 2. Bei den Arabisten

Brust (s. Bauch G). Ofcer-Bauch, 1. =- Brust (eine Übersetzung des Venter medius der Ara- bisten) (Hyrtl. K w. i7v. 2- Kopf bei den A rabisteu ( l.evelingutR). - ^uapnrt-Bauch (Leipzig ; Gr. w. VII, a:i.\; ~ Hängebauch, Schmerbauch, Schlotterbauch (quabbeln - sich bewegen wie ein Frosch im Schlamm oder Brei). [16M] rauher Bauch runzelige Bauchhaut (<ir W VIII, --'fi.V. 17 Jahrh ) schlee- {schlüge-, schlär-, «< /.••'< A-. ach ti r bauchen, -bauchen »*/.•'> bauchig

(Bayern; C. v. Sohtu. 4«W; Sohmeller II, W6;*ll. .V.:i'.'l>; Falke i, 1*00) mit dem Bauche oder seinen Flan- ken schlagen und so sichtbar Atem holen, dass die Bauchmuskeln schlagende (doppelschlägige, saccadiorte) Bewegungen machen Astbma, Kmphysein, Keuchen - Hartschlächtigkoit der dämpfigen Pferde; bauchblästig, „wann «He Seiten, Hauch und Flammen (s. d : wegen angechw olleticr l.uiiKe und vcr*to|ilton Luftröhren, um Atem zu holen. Kielen einem lt)a»cl>alg aufgehen unil gleich wieder

zusammenfallen [Bayerland um, 8. 41», Vergf, rir. w v, m ii. ttu). a*i») ScJWfjyj-Bauch ((ir. W. IV. •j. 13s ; Falke Ii, iler s<i zu sagen mitgeschleppte Hiingebauch bei Pferden. - Sclilotter -Bauch Fettbauch, der schlottert. [1601] Schmer- Bauch, nebmaerbaueti paullcca (Ii im Had. Jnn. MW) ; ndl. «meetbulk, I, „der veraltete (aber noch schulgemässe) Name der Gegend vorn Nabel

Bauder— Bauer

gegen die Scbamfuge, welche durch reichlich angesammeltes Fett (ahd »men» der Bauchwand- ungen sich vorwölbt" (Hyrtl, Antt. Iis); die Fett- anbäufung stellt sich am Wanst früher ein als in den oberen Bauchgegenden llyrtl, K. W. 18$: (i7io olierer und unterer Sehmorbauch.Kulmu* 20

ss Regio epigastrica un»l hypogastrica. 2. - deijenige, der einen solchen Bauch hat - ven- tricosus (lind im. i c. <. sehnet - bauchen schlttirhaucben (s. d ). Scluur-, Srhor-, Schur- Bauch eine Anlehnung an Itaurh (bne) Im Worte

1 tv.' »corhiic ruplns venter - < der, II 13* , midi «chcurbulk Sehnurrer II, 19; Kluge4, :U7) Skorbut (s. d.). schwanger Bauch lj Jahrh. swanger buch, D. r.31 . ('Inns gravidus, Gebärmutter als Bauchteil, in dorn die Befruchtung (Schwanger- schaft) sich entwickelt und die Frucht innen- liogt. fVtnVr-Bauch, I. um underbaueh, »ir. w. V, »Ol; 17öü l uierbaueh, A. v. Ii. n, acy.i Hypo- gastrium = Unterleib, 2 - Scbmerbnnch der Arabisten [Löveling su7j. Ils2j Walter BftttCk, 1. der durch Wasser ausgedehnte Biinchratint (Hydrops ABcites). 2. auUBlhuIu.« (Zeil. Voe ; I». 4af = die Harnblase, als Bauchteil, der den Leibesbrunnen. Harn, aufnimmt und entleert; giieeh jdiyskn Hagen -Blase, 3. = Hautwnsser- sack an der Baucbhaut der Tiere (Falke n, i^ im Gegensätze zum Windbauch. 2. lFinrf- Bauch, 1 - der durch Gase, Blähungen, in den Gedärmen aufgeblähte Bauch (Tympanites, s. Wildfang) 2 . - der durch Gase in der Haut (Kmphyscmacutaneum anthracis) beim Bausch- brand (s. d.) ausgedehnte Tierbaucb (Z d. 6. .\ v lau, :ti5j 8. - der bei windigen Pferden, wie bei Windhunden, hoch aufgezogene Hecht- Bauch Falke II, uu). Bauch-a/mm, -blähig, ■blä8tiq, -Brie s, -Bruch, -Brud<r, Dämpfe, Decke. ■Dreck, -Drüsen, -Empfängnis, Euter, Fällig- keiten, -Fette, Fliess, -flüssig, -Fluss, -Fülle, Oerümpel, -Getöse, -Gicht, -Glieder, -Grimmen, -Grube, Gurren, Härte, -Haut, -Höhle. 'Kneipen, -Kot.-Krampf,- Krank, - Läutere, -Lappe, -Lauf, -Mensch, -Mündung, -Xabel, -Xaht, -Pein, -Ranzen, -Redner, -Ring, -Rippen, -Ruin; -Run- zeln, schlächtig, -schlägig, -Schlampen, -Scldund, -Schmerzen, Schwellung, siech.-Skrofeln, -Stecher, -stössig, -Streben, -Strenge. -Sucht, - Thor, - Ty- phus, -Vbel. -Umlauf, 'Wand, - Wassersticht, - 11 VA , - Wehtag , - Weidten , - Wind , - Witiden, -Wirbel, -Wolf, -Wühlen, -Wurm, - Wurzel. -Zwang.

Bauder, Bäuderling, in zu t»audou stoßen, neelagen [15. Jahrh. ; Schweiler i. aw. - Tumor cutis. Scblagbeule, die einen Bausch (s. d.) durch Blnt- unterlaufung bildet (s. boderig).

Bauer, m. (bftr, Brhweti), t, gotb. banr [aehmelfer 1, 2ft7i = Vidu|>lai>, llbtdfl und iperuM (fSr. V. 1, 117f>;

im Kl««* ; XI. Hauer = rumirim. Kalter Bauer

i. durch ganz neiitaebBuidgebrftacbUeh) 1 >n:inie(s.d A Pollntio, Somnus venereus .«;r. \\. 1, l IT«; ; V. mj. Schnuller I, i'i7; Du L'ange VII, G&4), weil eine Vo- luptaa frigida, eine Lust wiiler die Natur, leblos, nicht befruchtend, tot, daher kalt. Warmer Bauer natürliche Beiwohnung, ahd i.uan «rofanen; aber auch = Päderastie [Schnuller) sky-

r

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Baum— Becken.

backen Beta.

81

tharum iuorbu>, V0Ü30' iK^Xl'.tt Herod. bist. I. 10.'>j. IüfM* früher volkMihlicbcre Unter majt vielleicht die Erklärung tum „teuer" Reben iu*l den Kirchenvätern war die«?« bei den Uermnaen und alten l»cut»ehen ■Phon bekannte I.R-tiT aiiRcftihrt „auf UBltnehlbnien Krisen Mim" = kalt hauen (Koten bäum im, »h; au dleae* „Hauen" erinnert auch du ,.zn neker [obren mit den Irnwen" diu Paracet*!!* (Kr. II. 71, *. Ziel1, sowie eultivcur il» «'hiiiii|> de nature humatne men- tuln M \ l'arc Hrl». 66-. iVensl aber auch di< Kr-

kllronf In v.r. w. L c> Bauern F -Hutten, -KwHcn, -Krankheit, - Tolpl, - Wätschel, - Wenzel, - Wetzel.

Baum, BT vorRenn. bhaRhmo; tfoth basrms; ahd.,

inhd hottm Kluge6, ai . Hahnen-B&xim (Hane- pampel) Penis (Schneller I, III«), Veretrum (b.

- S SC? I - *<* »•»•

Bürzel- Bauin (culbute), den das Kind im Mutter- leib« macht, wobei es sieb «tönst (s. d .) und eine falsche I*ge annimmt (Vtelckard av riom-itai-iel* i, :.2i) Wtrs-Baum - Penis (Hyrtl, K. w MS) (s Hole, Prügel). Baum-W6«>

Baunzen. m. Xeln.'Hlorm zu Hau«« oder Hunzen; baunzen (Machart, (iarRnntua 79 b' sa feister Magen Darm (bei Tieren).

Baunzl(Paunzl), m. ein dicker, feister Mensch Schnuller i, .tui (s. auch Bausen'). baunzig dickgeblaht.

Bausch, m. mhd. Wuch (Ringe* «jr. w i, u>.» beulennaaehendei Böhlas und wnbittttnnlge Usane Schlagbeule, Tumor, WulBt, Geschwulst; zu ahd. Im.*/«ii, schlagen natut'. TVfl/-Bausch (Bauz). Inagob. waln i>auz lleltr. *. tiesch. d d. Hpr. XVI, 611)

Totschlag (wals = Leiche) auf der Walstatt.

Baust er, m. (Bauschter) «;r w. i, 1301;= einer, der schweratmig ist, weil er gleichsam mit den Lungen aufgebauscht ist (emphysomatieus, aathmaticus), zu mhd bus - Aufgeblasenheit, »ehuel- lendc rolle [KIorc*. :ra (a. puaten).

Bauzen, m. ein knolliger, baunsiger, im Wachstum zurückgebliebener Mensch Schneller

i. m

Bax s Paggcs, Pax.

be-, die ZiisammensclzutiRen mit dieser Vorsilbe siehe bei dem betreffenden Stiiinmworlc. / Ii. Belag i Uce.

be be s. pe-pe.

beben, rar Indogern. Wurzel fehl Furcht Kluge ,

.Ii'1 , nhd. blbOn bibun treinnr, Kern 01] mhd. blhett, l-l|.en Wdmcn.' zittern hebern (bäwern) - bebend achmerzen (»loldwhm. CS). (1644) das //m- Beben \ \ n i. its, coler, ll B. im Palpitatio cordis Das Hetz- und Glieder- Beben er w i, iaoy Bebendes) AUer, -Gicht. Becht, m. (obcrpfal* Körper, Cadaver ischm.

1. .100; Srhw. Wi) IU fottacb (podeh. «. du.)

Becken n , ahd Itecklli ; mhd beekeu aus viiIr. lat.) bareinum - Becken ;KIurc*. 89 ; iu.,7 Beeke,

lljrtl, K W ' lue« Hecken war ursprünglich eine An von WasserKcfass oder Wasser Schule , baeeinum, baeca

ä va* ».juariuui, Klus« SB Pelvis - schüssel- lörmiger Knochenring oder Becken-Uürtol am

menschlichen Kumpfe und beckenfOrmige Or- gan« z. B. 1. grosses und kleines Becken, dazu : übelgestaltetes Becken Beekend itlormität iitn»; st. i , i'T 2. I'aukenböhle *. Z. Vesals diyrti. k w -- Hirn-, Herten-Becken, Holland.

her*enl>ekken ; il.Y Jahrb.) hyrul>ecken vertebriim, ealvnrla, roinndita.» eaidtlx knöcherne Hirnschale, Hersenpfanne schnuiur i, nyi, i> vi i.n ein' Nieren -Becken Übersetzung des Pelvis \v«al ; k. Hoflm. vii. H7; ilyrti, k. w. u:i Becken Höhle.

becken, beckasen s. pecken.

Bedi (Bödl) m. = Unterleib, Rumpf (xn: podoh,

fOUCh, .«. d.i.

Beere f., *»kr bha» kauen ; »roth bazl ; ahd lieri ; mhd. ber - die eßbare Straurhfrurht , KluRe\ :::t ' ; ennl, berry ; Iranz baie ; damit w erden vereltrhen : (Iftöl ^4n,9-Beere ndl. anbeyen , aamlieicn , anbei die Ang (Qual, Zwang, Beengung, Spannung) mach- enden, beerenäbnlichen Hämorrhoidalknoten am After, goldene Ader, Span-Hechao (De t ock Ti. 12» üusi ; da verschiedene Völker die Condy- lom« mit Beeren vergleichen, so konnte auch hior bei der Ang-Beere das Condylomadie altere Bedeutung sein. £rd-Beere (s. tl. bei K.). iicw Af<iu/-Beere, 1 - IMacijues, I'ranzosen- warzen im Munde (lirin«in(r in 2. -- Haemor- rhoiden, Feigwarzen (t olerll. lt. _m>: Wein- Beerlein, 1. = ,i&.m; Iris und l'vea (Chorioidea)

- Aderhaut, Traubenhaul , «lie einer Wein- traubenbeere ähnelt (lvbersetzungl (ilyrti, K. \v. itäij 2. (»»"•) Augapfel Uvea (Ütjersetzung) [Hyrtl, K \v., Ii. : 3. - (15071 Uvula Zäpfchen (Übersetzung, Hort, san.) - Auf, Uve (s. d ). Beer- Schwamm, -Zunge.

Beffel (Biffel), vorstehende ztieammenge- gedrückte Lippen (Bebnicller I, 2tt).

bei-, die /.nsainmenw tzuiiKen mit dieser Vorsilbe (.lebe unterm betreffenden Oaebfolffenden Stammwort

Bein, n. (Beinlein. Qebein), »reerut. imin

Knochen; ahd belli; mhd. Ik-Iii - Knochen und l nter nchenkc)aN.,dleReradlnSehenkelknocHen"iKluite&, :tö; bein ob und enis, II. Z. VI, 31'1 ; s Jalirh l>i in tibia

ala Vodei^nocbradeat'nteraebcnkebi.DIez , < h-s (.]'>«•. ,

B. Jahrb. bellt -- iTiiru. Kali. Maur., G.1 , lls2 pain erus [Schenkel;. CenliiK, Voe. y'i, l.vio lx-tn -.- Knochen, IhHTpod. ; Hanl, pl. as RoMknochen , Bayern; Ben, nentr. da» Bein, Ktbnol Mht, an» fnRam ih<«.

8. 162 , bein Knochen überhaupt. Huck IC; cur!, boue

- Knochen; ndl. been. beentjeK -- Knochen, Knöchel- chen, De t'oek 7;i . KIiirc;. Xaeh (iriiniiiü vortrefflicher KntwickluiiR («ir. W. I, IMfl) ist Bein, 1. der harte, feate Knochen Oberhaupt mit u. ohne Knochen- mark, im tiegeneatse zu Brat (s. d.) oder Fleisch und zu Blut (oberdeutueh , (vergl. Beinung). 2. - die geraden Schenkelknochen (Crus, Tibia) so- wie 3. der Fuss, als Geh-Glied, die beiden letzteren 2. u. 3. als die härtesten und festesten Knochen; das „Bein" ist länger und dünner; der „Fuss-1 kürzer und plumper. 4. - das Totenbein. 5. - thierische Knochen (Bani); dazu kommt: 6. in gewissen volksubliehen Redewendungen Fruchtbarkeits-Organ i.Zeit schrill d. Ver. f. Volksknnde ISN. 9. «8. ; Urquell 1898

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Bein.

Kein.

lt. 125J z. 1t der storch SiUwmiJ hnt die Mutter In« Kein Ket»isi««'ii , «lie Mutter hat das linke Kein Kchrochen, «I. h. llettlaRerijrkeit der entbundenen Mutter «inl da-

mit omaebreibend tootl viert, luv nordischen Volker nahmen dn.« Hein iiikI den Kuss aber auch die Fiiw bekleJdung, z n PaiitoftVI, Schub (s. d.) als ein dlo

Fruchtbarkeit fordernde« Or^an. hexw. bedeckende« KleldanjpKtdrk , im Man opferte auch in Stiddeutsrh- innil zu FnichtbnrkeitMWcck c i 1 Hosen (Nlederwatt . inord. gross IM MramfuM «chwuntfer j dftaWncbea- bell wurde umtenreibcnil als eise Krankheit am Beine iiar«. -iiiit 7 Beine die Zeit des Knochen- Wachstums, «tie Zeit der Kindheit (Kindes- beine). — 8. Kein Bein mit dem daran befind- lichen Fleisch. das kranke Rein oder eine Krankheit am Keine (vci-rI. die ItesehworunK «lurrh den Mcrsobtirgcr Zauberspruch , Kochholz I, 2*0 . 1712 nahm man 22V . 174* dagegen 3*i Heine im mensch- lieben Korper an (Zw. LXXXI1. K a IS), d. h. «o viele Ucin Nuiiicn nnMitc der damalige McdUiustudlefende lernen, ine grosse Anzahl der mit Bein verbundenen

ah«i. Wi.rtiT *>|irielit dafür, «last die Ostenlogie am Ii

unterm (grösstenteils vegetabilisch «ich eruibreudeo]

Volke verbreitet war , da nun gerade du« Knochi pfer

eine rein gemmnl»ch heidnische Sitte war Rnebboli

1, 32V, m mochte ein guter Teil der Knochcn-:llcili-| Namen von der Opfer-Anatomie sinmmen vergl die kuochc uuac hbildcudcn Kultgcbaekc, b.Uoehholz 1, 327. 2"J3, sowie Klndsfu«« und llubcnschcnkcl und die* um ■0 mehr, wenn nie mit dem knirschenden Tone de» Sagen» und BennRCM bearlcbnel werden und im iegensat/c zum Fleisch llratcn! stehen. btmiiu;

beinini-ii, beinhaft), mini belobt aus Knoeben be- •teheml (l.exer 1-lJ. 1. ossetis, d.h. beinig, aus Knochen bestehend, gegenüber: Heischig.

2. s= Fasse habend, x. K. ein-, zwei-, drei- beinig (<lr. W i, la« Beinigkeit der Knochenzu- stand /IfAjtW-Bein, 1 ahd ahsalp*in(<Jra«I, MO; III 12U, tnhd. alii.ell.elii .Schulter Oberarm], l.cxcr»; 151& tcbselbeln - «patiila. aseella, I». loos Achsel- Iwin huraerus, Hyrtl, K.W. 12; Zw 2*. KulmueU), (17691

HumeruB, der Oberarmknochen im Gegensätze «um Anndiech, (Hyrtl, K. VV. 12). 2 ~ Schlüssel- bein als Teil der Achselknochen mr. W I, ici;.

ilfl*rr-Bein nordd Krampfader- Kein (Crus varicosum. n«:i .4/YcrfVtM-Bein Os coxae s. ilei mit den Sitzknorren, die von den After-, Hinterhalten bedeckt sind (s. After-Kallen; (rub- ere« Zeichen männlicher .Starke war deren Herv or-

■■*^-K2Ä£r|»*»

C'aries ossium, durch Knochenfrass erkrankte und angeschwollene Keine [L. eh. 14; Zw 27-.». 2.*o. 710). Apfel-Bein, eine schlecht« Übersetzung des Os malae maxillae; os mall, «ir. W. I, 534), vlrsrA-Beinl Tirol; ninincr s. l") - Steissbein. Araehbufitl-'Bein Ossacrmu s. Kübel. Back-, Jiacken-Bein, 1 < >s zygomaticum, Os malae, s. Apfelbein, Wangenbein [Gr. W. l :i 2,

l oxa Vcgclil iKraiis K. 273., Os fcuiorl» lalkc I, Mj Hüftbein an den llimerbacken des Tferdes; [rnnf. enst. bnekbone BBekenbeia, ituckyrat:. liiic Arr-Bein t leno valgum, auch X-Kein (s.d.), X-Fnss (Budelelicn IV, -'oo. 7»), weil andauerndes .stehen, wie bei Kütkern etc., eine Ursache für diese Anomalie i§t (s. Kniewelzer) Fftnterll, KM]

Ii ::.' Bär- (Gebär)-'B9iH .llyrll. K. W. 13a (lebärbein, Oeburtebein (s. d ), Iran/ «> bertrand ittrlsc. .'7 < Schambein, weil dieOeburtsscham dort liegt. ir.03) Bickel-BeÜL, 1- Malleolus, Bicke-